Kundenerlebnisse zu verlorenen Paketen von DHL

Paket nicht zugestellt, obwohl Sie zu Hause waren? Lesen Sie unseren Ratgeber zu Fake-Zustellversuchen.

  0 Fragen heute, 12 gestern, 549 in diesem Monat. Hilfe zu den häufigsten Paketproblemen

  Automatische Analyse:

Ich möchte eine Frage stellen

DHL

Hallo, habe bei eBay Kleinanzeigen eine Grafikkarte gekauft (600 Euro). Der Verkäufer ist mit dem Paket zur Post gegangen und hat es abgegeben. Daraufhin hat er mir per Screenshot die Sendungsnr und das Gewicht geschickt (2,3 kg). Am nächsten Tag kam das Paket bei und an (wurde unser Nachbarin im Treppenhaus gegeben, Vertrauenswürdig, kennen uns seit 10 Jahren) als ich das Paket in der Hand hielt war es schon verdächtig leicht ,die Waage zeigte 1 ,1 Kg.der Inhalt fehlte natürlich! Kann meine Frau bezeugen. Also schnell den Verkäufer angerufen, er bekräftigte, dass er es mit Inhalt verschickte (Beweis: kg Angabe bei der Abgabe bei DHL). Auch würde unten am Karton ein braunes Klebeband benutzt, der VK sagte aber, er habe nur durchsichtiges Klebeband benutzt. Habe Anzeige erstattet bei der Polizei und bei DHL. Kann ich noch etwas machen? Danke für die Hilfe | Anonym am 29.10.2018 |

• Anonym antwortet: Danke für die schnelle Antwort. Ja das Paket war noch für 12,99 bis 2500 Euro versichert.

• Paketda-Redaktion ^sp antwortet: Hier finden Sie unseren Ratgeber zum Thema: https://www.paketda.de/recht/paket-leer-diebstahl.php

Der Absender und Sie haben vorbildlich gehandelt. Insbesondere die Gewichtsangabe beim Versand ist wichtig. Und natürlich das fremde Klebeband. Das sind deutliche Indizien für einen Diebstahl.

In DHL-Standardpaketen dürfen eigentlich keine Waren mit einem Wert über dem Versicherungswert von 500 Euro verschickt werden. DHL und andere Paketdienste verweigern sonst generell die Haftung und zahlen nicht mal 500 Euro sondern null Euro.

Es gibt aber eine Ausnahme, und zwar Paragraf 435 HGB: https://dejure.org/gesetze/HGB/435.html

Wenn ein Paketdienst-Mitarbeiter vorsätzlich gehandelt hat (wie bei einem Diebstahl) gelten die Haftungsbegrenzungen des Paketdienstes nicht. DHL müsste demnach unbegrenzt haften.

Wir bei Paketda können und dürfen keine Rechtsberatung im Einzelfall leisten. Diese erhalten Sie zum Beispiel bei Verbraucherzentralen oder bei einem Anwalt.

Eine gute Anlaufstelle für eine erste rechtliche Einschätzung ist nach unserer Meinung auch das Portal frag-einen-anwalt.de Nutzen Sie dort die Suchfunktion. Häufig gibt es bereits Fragestellungen anderer Nutzer zu ähnlich gelagerten Fällen.

Sehr wichtig ist, eine Schadenanzeige bei DHL einzureichen (falls noch nicht geschehen). Sie müssen das leere Paket inklusive Schadenformular in einer Postfiliale abgeben. Machen Sie vorher Beweisfotos von allen Seiten des Pakets.

Das DHL-Schadenformular gibt es hier: https://www.dhl.de/content/dam/dhlde/downloads/express/produkte-und-anleitungen/dhl-schadensanzeige-0715.pdf

Die Schadenmeldung muss innerhalb von 7 Tagen nach Paketerhalt bei DHL eingereicht werden.

Nach unserer Erfahrung bekommen Sie von DHL wahrscheinlich die Rückmeldung, dass DHL für den Verlust des Paketinhalts nicht verantwortlich ist. Sie müssen sich dann mit dem Verkäufer absprechen, wer von Ihnen gegen DHL vorgehen soll. Entweder der Verkäufer oder Sie. Sie als Käufer / Empfänger haben wahrscheinlich mehr Motivation, weil der Verkäufer ja schon sein Geld erhalten hat.

Wenn Sie als Empfänger gegen DHL vorgehen, berufen Sie sich bei der Schadenersatzforderung auf Paragraf 421 HGB. Einen Musterbrief, der nicht 1:1 passt, finden Sie hier: https://www.paketda.de/recht/musterbrief-paket-verloren.php

Wenn DHL die Schadenersatz-Forderung ablehnt, gehen Sie zu einem Anwalt oder zur Verbraucherzentrale.

DHL | KeineAngabe

Hallo, habe ein großes Problem. Ich bin Verkäufer einer Ware. Der Käufer wollte die Bezahlung per Paypal abschließen. Dies haben wir auch getan. Mein Problem ist, ich habe die Ware über DHL versichert verschicken lassen. Empfänger hat es auch einige Tage später erhalten allerdings ohne Inhalt! (Dies behauptet er jedenfalls) Käufer und ich haben den Schutz den man über Paypal hat eingeschaltet (Käufer-/ Verkäuferschutz) und es prüfen lassen. Paypal hat dem Käufer das Geld im Nachhinein zugesprochen und möchte nun das Geld der Ware von mir wieder haben. (Paypal hat dem Käufer einige Anweisungen gegeben, die er dann befolgt hat und mich überhaupt um nichts gebeten um die Sache aufzuklären) Sollte ich nicht zahlen können innerhalb einer Woche so wird es an ein Inkasso Unternehmen übergeben. Ist das fair?! Ich habe doch die Ware 100%ig in einem Neutralen Paket verschickt. Habe soagar Zeugen die das Bestätigen können. Hilfe was soll ich bloß tun ?! Ich bin Auszubildene und habe kaum Möglichkeiten und weiß nicht weiter. | Annonym am 30.01.2018 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Handelt es sich um ein Verkaufsgeschäft zwischen 2 Privatpersonen, also z.B. über eBay oder eBay-Kleinanzeigen? Dann trägt grundsätzlich der Käufer das Transportrisiko. Das ergibt sich aus Paragraf 447 BGB.

Im Falle eines Transportschadens muss der Käufer abwarten, bis der Paketdienst reagiert und ggf. Schadenersatz auszahlt. Der Käufer kann (unserer Meinung zufolge) nicht einfach via Paypal den Kaufpreis zurückfordern. Paypal hat quasi Richter gespielt und dem Käufer das Geld zugesprochen. Das ist sehr unfair. Ob es überhaupt zulässig ist, können und dürfen wir nicht beurteilen. Geben Sie Ihren Fall am besten auch auf dem Portal der Verbraucherzentrale ein: www.paket-ärger.de

Rechtsberatung erhalten Sie von Verbraucherzentralen vor Ort in Ihrer Nähe oder telefonisch. Siehe Standorte von Verbraucherzentralen

Eine gute Anlaufstelle für eine erste rechtliche Einschätzung ist nach unserer Meinung auch das Portal frag-einen-anwalt.de Nutzen Sie dort die Suchfunktion. Häufig gibt es bereits Fragestellungen anderer Nutzer zu ähnlich gelagerten Fällen.

Von dem Inkasso-Unternehmen sollten Sie sich nicht einschüchtern oder bedrängen lassen. Das Inkasso-Unternehmen schickt Ihnen bestimmt einige Briefe und berechnet saftige Gebühren. Aber fraglich ist halt, ob Paypal bzw. der Käufer mit der Kaufpreis-Forderung überhaupt im Recht sind. Gemäß Paragraf 447 BGB nicht.

Der Käufer hätte innerhalb von 7 Tagen nach Paketerhalt eine Schadenanzeige in einer Postfiliale aufgeben müssen. Dabei ist das Paket mit einem Schadenformular in einer Postfiliale abzugeben. Anschließend wird es von DHL begutachtet, um festzustellen, wie der Inhalt abhanden kam.

Fragen Sie den Käufer mal, ob er die Verpackung wenigstens aufgehoben hat und Ihnen Fotos von allen Seiten des Kartons schicken kann. So ließe sich feststellen, ob der Karton unterwegs geöffnet und evtl. mit fremdem Klebeband neu verschlossen wurde.

Pakete werden automatisch gewogen, wenn sie das erste Mal in einem Paketzentrum eintreffen. Anhand der Wiegedaten ließe sich evtl. beweisen, dass Sie das Paket nicht leer verschickt haben. Es sei denn, der Diebstahl fand statt, bevor das Paket im Start-Paketzentrum eintraf. DHL gibt unserer Erfahrung nach die Daten der Gewichtsmessung nicht heraus oder behauptet, die Daten würden nicht existieren. In diesem Fall sollten Sie erwägen, den Diebstahl bei der Polizei anzuzeigen, so dass die Polizei an DHL herantritt, um die Daten der Gewichtsmessung anzufordern.

Das Wichtigste für Sie ist unserer Meinung nach, rechtlich klären zu lassen, ob die Kaufpreis-Rückholung durch Paypal bzw. den Käufer rechtens ist. Also ob sich Paypal und der Käufer über Paragraf 447 BGB hinwegsetzen durften. Wahrscheinlich bekommen Sie von einer Verbraucherzentrale dazu am schnellsten eine Auskunft.

Und schauen Sie mal hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/paypal-bundesgerichtshof-schraenkt-schutz-fuer-online-kaeufe-ein-a-1179798.html

Ein BGH-Urteil vom November 2017 entspricht ziemlich genau Ihrem Fall. Ein Käufer hat sich wegen Nichterhalts eines Artikels den Kaufpreis via Paypal zurückgeholt. Der Verkäufer hat den Käufer daraufhin verklagt und bekam vor dem BGH Recht. Wenn das kein Grund ist, dem Inkassobüro gelassen entgegen zu sehen.

DHL | JJD1405104598461

Sehr geehrte Damen und Herren, am 08.11.2017 hat der Absender ein PS4 Spiel im Wert von 75 Euro an mich gesendet. Es kam nicht an und ein Nachforschungsauftrag wurde gestellt. Die DHL hat mir, dem Empfänger, die 75 Euro plus DHL Marke als Entschädigung/Ersatz überwiesen. Am 15.12.2017 kam nun das Paket doch noch an. Die DHL möchte das Geld nun zurück. Schwierige Sache. Ich habe mir inzwischen für 75 Euro das Spiel anderweitig gekauft. Wie ist hier die Rechtslage? Den Fall findet man komischerweise kein 2. Mal im Netz. Ich bedanke mich im Voraus Grüße Marco M. | Marco M am 28.12.2017 |

• Anonym antwortet: Danke für die Antwort. Ich habe zwar einen Rechtsschutz, aber genau wie Sie sagen, mache ich es.

Das Spiel ist immer noch 50 Euro wert und dann habe ich einen "Schaden" von 30 Euro....aber ein Problem weniger auf dem Tisch.

Mir hat es dennoch sehr geholfen. Wahnsinn, wie schnell sie hier antworten. Da sollten sich andere Unternehmen mal ein Beispiel nehmen.

Vielen Dank und einen guten Rutsch wünsche ich dem Team von PAKETDA.

Beste Grüße
Marco M.


• Paketda-Redaktion antwortet: Die Abstellgenehmigung spielt in diesem Fall keine Rolle. Ob DHL vor der Lieferung hätte nachfragen müssen, ob Sie das Paket überhaupt noch haben wollen, ist der Knackpunkt. Das könnten Sie kostenpflichtig klären lassen unter www.frag-einen-anwalt.de

Aber bei einem Warenwert von 75 Euro lohnt es sich kaum, hohen rechtlichen Aufwand zu betreiben. Bei 1000 Euro Schadensumme wäre das etwas anderes. Vielleicht lässt sich das doppelte PS4-Spiel bei eBay ja weiterverkaufen, so dass Sie keinen großen Verlust machen. Aus praktischer Sicht wäre das die einfachste Lösung.

• Marco M antwortet: Glauben Sie, dass es einen Unterschied macht, dass ich zu Beginn (am 8.11) eine Abstellgenehmigung erteilt habe?

Abgesehen vom rechtlichen Rat, denken Sie, dass die DHL das Paket aufgrund der Ersatzzahlung das Paket nicht einfach hätte zustellen dürfen?

Lieben Dank für die bereits sehr ausführliche Auskunft. Leider bin ich nun verunsichert, ob ich nun zahlen soll oder die Ware zur Verfügung stellen soll.

Mit freundlichen Grüßen
Marco M

• Paketda-Redaktion antwortet: Wir können (und dürfen) keine verbindliche rechtliche Auskunft dazu geben. Aber uns schildern DHL-Kunden immer mal wieder, dass verschollene Pakete doch noch auftauchen und DHL dann den Schadenersatz zurückfordert.

Grundsätzlich garantierten DHL und andere Paketdienste für Standardpakete keine bestimmte Lieferzeit. DHL könnte sich beispielsweise 2 Monate Zeit für eine Lieferung lassen und wäre nach eigener Auffassung nicht schadenersatzpflichtig, weil sie ja keine bestimmte Lieferzeit versprochen haben.

Demgegenüber könnte man als Kunde Paragraf 424 HGB einwenden, wonach innerdeutsche Sendungen als verloren gelten, wenn sie 20 Tage nach dem Abschicken nicht angekommen sind. https://dejure.org/gesetze/HGB/424.html

Besonders interessant sind die Absätze 2 und 3 des genannten Paragrafen. Dort ist beschrieben, was passiert, wenn ein verloren geglaubtes Paket wieder auftaucht. Absatz 3 sagt, dass der Kunde die Ablieferung des wiedergefundenen Pakets verlangen kann. Und der Paketdienst kann daraufhin den Schadenersatz zurückverlangen.

In Paragraf 4 steht wiederum sinngemäß, dass der Paketdienst die wiedergefundene Ware behalten darf, sofern der Kunde auf die Benachrichtigung über das Wiederfinden verzichtet bzw. auf die Lieferung der wiedergefundenen Ware verzichtet.

Problem: DHL hat Ihnen die Ware einfach geliefert und nicht zuvor nachgefragt, ob Sie lieber den Schadenersatz behalten wollen oder die wiedergefundene Ware bekommen möchten.

An dieser Stelle können wir den Gesetzestext nicht weiter erklären. Konkrete Rechtsberatung im Einzelfall erhalten Sie z.B. bei einer Verbraucherzentrale vor Ort oder telefonisch. Siehe Standorte von Verbraucherzentralen

Eine gute Anlaufstelle für eine erste rechtliche Einschätzung ist nach unserer Meinung auch das Portal frag-einen-anwalt.de Nutzen Sie dort die Suchfunktion. Häufig gibt es bereits Fragestellungen anderer Nutzer zu ähnlich gelagerten Fällen.

DHL | JJD1431009355694

Hier hört sich seitens Paketda-Redaktion alles ganz plausiebel an. Nur...., wie kann ein Paket verschwinden, geschweige denn gestohlen werden??? ich warte seit dem, 6.10. 2017 auf ein Paket. Laut Sendungsstatus war es am 6.10. 2017 mit voraussichtlichem Auslieferungsvermerk sogar versehen. Nur...., es kam nicht! Private Suche in 2 Packstationen hat leider nichts ergeben! Und was noch schlimmer ist! Warum ist auf einmal der Voraussichtliche Liefertermin gelöscht? Da stimmt doch seitens dhl etwas nicht!!! Auskunft bekommt man auch nicht! Der Kundenservice besteht ja leider auch nur aus ganz einfachen Telefonisten, die sich ihre Antworten aus den Fingern saugen und obendrein lügen und keine Ahnung haben!! Und wer darf es ausbaden??? Wir Kunden!!! Eine Frechheit ist das!! Ich habe mir schon überlegt an die Presse zu gehen; weil DAS kann es nicht sein!!! | Anonym am 01.11.2017 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Der voraussichtliche Liefertermin, der in der Sendungsverfolgung angezeigt wird, wird von DHL (und anderen Paketdiensten) automatisch berechnet. Die Liefertermin basiert auf Durchschnittswerten anderer Pakete, die auf der gleichen Transportstrecke unterwegs sind. Der voraussichtliche Liefertermin ist eine reine Computerprognose und berücksichtigt nicht den tatsächlichen Transportweg Ihres Pakets.

Wenn der vorasusichtliche Liefertermin verstrichen ist, löscht ihn DHL automatisch aus dem System. Hermes lässt ihn stehen, und das führt zu noch mehr Verwirrung und Verärgerung.

Wir stimmen Ihnen zu, dass der DHL-Kundenservice nicht wirklich handlungsfähig ist sondern nur Standardantworten vorliest und ggf. Lieferversprechen macht, die nicht eingehalten werden.

Bei DHL gelten Pakete als verloren, wenn sie 20 Tage nach dem Abschicken nicht zugestellt wurden. Ob Ihr Paket gestohlen wurde oder sonstwie verloren ging, werden Sie nicht erfahren. Im Zweifelsfall kann es selbst DHL nicht intern aufklären.

Der erste Schritt, um Schadenersatz zu bekommen, ist das Stellen eines Nachforschungsauftrags. Sofern noch nicht geschehen, bitte hier ausfüllen: http://bit.ly/1Jvi0vD

Die Nachforschung kann nur der Absender und nicht der Empfänger beauftragen. Bitte geben Sie DHL 2-3 Wochen Zeit zur Bearbeitung. Sollte keine Reaktion erfolgen, gehen Sie so vor, wie hier beschrieben: Richtig reklamieren bei Paketdiensten

DHL | 00340433958425348256

Ich habe schon eine Beschwerde bei DHL aufgegeben und auch schon alle Beschwerdemöglickeiten bei der Verbraucherzentrale und anderen staatlichen Institutionen genutzt. Leider bewegt sich in Rüdersdorf nichts. Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit an das Paket zu kommen? Da das Paket verschickt ist, will der Absender mir auch nicht das Geld erstatten. Somit habe ich keine Ware und kein Geld. | Anonym am 28.08.2017 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Ist der Absender des Pakets (also der Verkäufer der Ware) eine Firma oder eine Privatperson? Wenn es eine Firma ist, muss Ihnen der Kaufpreis erstattet werden. Denn Firmen tragen das volle Transportrisiko bis zum Kunden. Eine Firma kann nicht sagen "wir haben das Paket an DHL übergeben" und sich damit aus der Verantwortung ziehen. Das geht aus Paragraf 475 Abs. 2 BGB hervor. Siehe auch http://blog-it-recht.de/2013/11/08/wer-traegt-das-transportrisiko-die-entscheidung-des-bgh-zu-versandrisiko-und-gefahruebergangsklauseln-allgemeinen-geschaeftsbedingungen/

Wenn der Absender hingegen eine Privatperson ist, dann gilt Paragraf 447 BGB und der Empfänger trägt das Transportrisiko. Der Absender ist jedoch verpflichtet, eine Nachforschung bei DHL zu beauftragen. Das geht online unter http://bit.ly/1Jvi0vD

Die Nachforschung dauert erfahrungsgemäß mehrere Wochen. Sollte das Paket von DHL nicht wiedergefunden werden, ist DHL gegenüber dem Absender schadenersatzpflichtig.

DHL

Ich habe eine Paket Retoure mit beigefügten Rücksendungsaufkleber DHL an Vodafone/Kabel Deutschl. geschickt, dass angeblich nicht angekommen ist. Nun wurde mir die Ware nach ca. 7 Monate berechnet. Leider habe ich den Posteinlieferungsschein nicht mehr ,sondern nur den Stichcode Abschnitt vom Retoure Label. Kann man trotzdem feststellen ob das Paket beim Empfänger übernommen wurde?? | Anonym am 14.06.2017 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Auf dem Strichcode-Abschnitt steht wahrscheinlich die Paketnummer der Retoure, oder? Damit ließe sich mit etwas Aufwand vermutlich der Transportweg des Pakets herausfinden.

Problem: Nach etwa 6 Monaten werden die Daten aus der öffentlichen DHL-Sendungsverfolgung gelöscht. Versuchen Sie deshalb, über den Kundenservice von Vodafone/Kabel Deutschland oder von DHL etwas in Erfahrung zu bringen. Man soll dort im Archiv nachschauen, ob Sendungsdaten zum Paket vorhanden sind.

Lassen Sie sich von der Hotline nicht abwimmeln und ggf. zu einem anderen Mitarbeiter weiterverbinden, der mehr Ahnung hat.

Es wäre auch zu überlegen, ob Sie den Einlieferungsbeleg für die Retoure wirklich 7 Monate hätten aufheben müssen. Nach so langer Zeit rechnet doch niemand mehr damit, dass Vodafone plötzlich um die Ecke kommt und sagt, die Rücksendung sei nicht angekommen.

Übrigens: Sofern in den Sendungsdaten erkennbar wäre, dass Sie das Paket abgeschickt haben, läge das Verlustrisiko für das PAket bei Vodafone / Kabel Deutschland. Sie als Kunde müssen lediglich das Abschicken beweisen können. Deshalb ist es wichtig, dass jemand die archivierten Sendungsdaten herausfindt.

Und im ersten Schritt müssen Sie klären, ob sich anhand des Strichcodes vom Retourenschein die Paketnummer ermitteln lässt. Falls unter dem Strichcode Zahlen stehen, können Sie uns diese gern nennen und wir prüfen, ob sie dem Schema einer DHL-Paketnummer entsprechen.

DHL | 129936938886

Habe ein versichertes Paket mit DHL verschickt dass nie beim Empfänger ankam. Pakete sind bei DHL bis 500 € versichert. Damit ich den Wert des Inhalts des Paketes von der Post erhalte, muss ich Ihnen eine Rechnung o.ä. (über den Inhalt des Pakets) zusenden. Es reicht nicht wenn ich schreibe was der Artikel der drin war gekostet hat ,stimmt das überhaupt ,bin ich verpflichtet nachzuweisen was drin war ,reicht es nicht aus wenn ich den Wert und Inhalt angebe ! Welche Rechnung muss ich Dhl versenden diese wo ich den Artikel gekauft hatte und somit den Besitz bestätige oder eine Rechnung die ich aufstelle zwischen mir und den Empfänger ? Was ist nun zu tun wenn ich keine Rechnung besitze und diese somit auch nicht an DHL senden kann? Wie sieht das rechtlich aus? und wie ist es wenn ich die Ware einfach ein Freund geschickt habe ohne das es ein Kauf oder Verkauf statt gefunden hat wie beweise ich den Wert ! Danke im voraus mfg Vielen Dank bereits im Vorraus, | Susane am 22.04.2017 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Wir können und dürfen keine Rechtsberatung durchführen, diese erhalten Sie z.B. von einer Verbraucherzentrale: Standorte von Verbraucherzentralen

Aber Sie haben ja eher allgemeine Fragen gestellt, deshalb folgende allgemeine Infos dazu: Ja, Sie müssen DHL mit Belegen nachweisen, welchen Wert der Paketinhalt hatte. Sonst wäre dem Versicherungsbetrug Tür und Tor geöffnet, weil nicht jeder ehrlich ist und zu hohe Warenwerte angeben würde.

Wenn Sie gar keinen Beleg auftreiben können, muss man den Warenwert evtl. mit Vergleichspreisen belegen, die ähnliche Artikel z.B. auf eBay erzielen. Ideal wäre es auch, wenn Sie den versendeten Gegenstand zuvor fotografiert hätten, um dessen Zustand zu beweisen (neu/gebraucht).

Wenn Sie ein Paket an einen Freund verschickt hätten, also als Geschenk an den Freund, dann müssten Sie den Warenwert anhand der Kaufrechnung für den Gegenstand nachweisen. Also die Rechnung oder Quittung, als Sie den Gegenstand eingekauft haben.

Wichtig zu wissen: Wenn der verschickte Gegenstand z.B. 3 Jahre alt war, wird DHL erfahrungsgemäß nicht den vollen Warenwert von damals erstatten sondern einen aktuellen, geringeren Zeitwert (bedingt durch die Abnutzung in den 3 Jahren).

Wenn Sie ein Paket an jemanden geschickt haben, der einen Gegenstand z.B. über eBay von Ihnen gekauft hat, dann dient als Beleg ein Ausdruck oder Screenshot der eBay-Auktion sowie ein Beleg über die Zahlung des Käufers (Paypal, Überweisung, etc.). Der ursprüngliche Wert des Gegenstands, als Sie ihn früher mal gekauft haben, spielt in diesem Fall keine Rolle sondern der vom Käufer über eBay bezahlte Kaufbetrag.

DHL

Hallo paketda-Team. Folgendes ist passiert: Ich habe beim Provider einen neuen DSL-Vertrag abgeschlossen und mir sollte die entsprechende Hardware zugesendet werden. Ich bekam eine SMS das mein Paket wohl abgegeben worden sei aber im Briefkasten fand ich keinen Zettel. Nun schaute ich beim Link nach den ich per SMS bekam und sah wo mein Paket abgegeben worden war. Mein Nachbar. Nur dieser teilte mir mit das am selben Tag ca 1 Stunde später das Paket "im Auftrag für uns" abgeholt worden ist. Derjenige hat sogar den Paketschein abgegeben. der sieht auch ziemlich zerknittert aus, wahrscheinlich als er ihn aus dem Briefkasten zog. Ich möchte wissen, wenn meine Nachbarn dafür aufkommen müssen ob Sie eine Möglichkeit haben, dass über die Versicherung laufen zu lassen. Oder meine Hausrat wegen Paketscheindiebstahl ? Denn die Geräte waren ziemlich teuer und trotz dem Fakt das die Nachbarn ohne Ausweisvorlage das Paket weitergegeben haben, möchte ich helfen, dass Sie nicht alles alleine bezahlen müssen. Zu mal wunder ich mich wieso solch ein großes Paket mit teuren Inhalt beim Nachbarn überhaupt abgegeben wird. | Anonym am 21.01.2017 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Vorab ein Hinweis: Paketda ist nur ein allgemeines Verbraucherportal. Wir sind nicht der Kundenservice Ihres Paketdienstes.

Der Paketdienst haftet für den Diebstahl des Pakets wahrscheinlich nicht. Ihrer Schilderung ist ja zu entnehmen, dass die Benachrichtigungskarten in Ihrem Haus in die Briefkästen eingeworfen werden und nicht öffentlich an die Tür geklebt werden. Somit hat der Postbote richtig gehandelt. Und auch Ihr Nachbar hat wohl korrekt gehandelt, weil er das Paket ja gegen Benachrichtigungskarte herausgab. Er konnte wohl davon ausgehen, dass die Benachrichtigungskarte nur derjenige hat, für den das Paket bestimmt ist.

Derjenige, der die Karte aus dem Postkasten herausgefummelt hat, ist der Übeltäter. Aber man wird ihn kaum schnappen (versuchsweise könnten Sie die Benachrichtigungkarte ja als Köder auslegen und gucken, ob der Täterr nochmal vorbeikommt).

Dies ist nur eine unverbindliche Einschätzung der Paketda-Redaktion. Wir können und dürfen keine Rechtsberatung leisten. Das können zum Beispiel die Verbraucherzentralen: Standorte von Verbraucherzentralen

Reklamieren Sie unbedingt beim Absender des Pakets, also dem Provider. Die Chancen stehen gut, dass der Provider Ersatz liefern muss. Denn die Rechtslage ist wohl so, dass die Abgabe von Paketen bei Nachbarn nicht als Zustellung gilt. Wenn das Paket also beim Nachbarn verloren geht, haftet der Absender (wenn es sich um eine Firma handelt). Lesen Sie mehr unter http://shopbetreiber-blog.de/2008/09/17/haften-paketversender-wenn-pakete-beim-nachbarn-abgegeben-werden-und-verschwinden/

DHL

Am Mi8ttwoch wurde ich vom Versandhändler darüber benachichtigt, das meine Lieferung versendet wurde. Laut DHL Sendungsverfolgung wurde es am Donnerstag an "eine andere anwesende Person" zugestellt. Ich war den ganzen Tag zu hause und habe auf das Paket gewartet, niemand hat geklingel. Beim genauen Betrachen der Sendungsverfolgung stand dann etwas von zustellung an Briefkasten!!! Leider war der Briefkasten leer und die nachfrage bei Nachbarn brachte keinen Erfolg. Ich habe dieses dem Versandhändler mitgeteilt und dieser scheint mir nicht zu glauben. Jedenfalls möchte er einen Eidestättliche erklärung von mir. Ist so ein vorgehen okay? | Anonym am 13.12.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: War die bestellte Ware denn so klein, dass das Paket in den Briefkasten hineingepasst hätte? Wenn es sich z.B. um ein Buch handelt, das viel zu dick für den Briefkastenschlitz ist, dann ergibt sich von selbst, dass keine Briefkastenzustellung möglich war. Das Paket hätte dann persönlich zugestellt werden müssen. Das gilt auch, wenn das Paket nur zum Teil in den Briefkatzenschlitz hineinpasst und mit dem anderen Teil herausguckt. Sowas ist nicht erlaubt wegen Diebstahlgefahr. Sie können dem Versandhändler die Eidesstattliche Erklärung geben, wenn die Sendung so klein war, dass sie in den Briefkasten hineingepasst hätte. Allerdings liegt die Beweislast normalerweise beim Verkäufer. Er muss die ordnungsgemäße Zustellung beim Kunden beweisen. Lesen Sie ergänzend bitte unseren Ratgeber unter http://www.paketda.de/recht/briefkasten-verlust.php

DHL

Folgendes ist passiert: Ein Paket wurde vom DHL Paketboten auf die Briefkästen in einen Hausflur eines 14 Parteienhaus gelegt. Inhalt: Mein Ultrabook, anfang des Jahres gekauft (über 1000 EUR) mit meinen kompletten Daten inkl. Bildern. Angegeben hat Der Bote gegenüber DHL, dass er es in den Briefkasten gelegt hat. Aber das Paket passt von den Dimensionen nicht rein und Nachbarn haben das Paket auf dem Briefkasten gesehen. Das Paket lag dort 4 Tage (ich war im Urlaub) und dann war es weg. DHL hat bereits die Zahlung an mich von 500 EUR zugesichert. Meine Frage ist jetzt aber: Kann ich mehr fordern als die 500 EUR? Der Fahrer hat grob fahrlässig gehandelt und ich versichere nicht, dass man ein Päckchen einfach irgendwo hingelegt wird, so dass Fremde drankommen. Der Laptop hat zudem nicht nur materiellen Wert, sondern vor allem immateriellen Wert (Verlust von persönlichen Bildern). Zudem musste ich nun alle Zugänge für sämtliche Portale und Konten ändern. Kann ich irgendwas tun? Danke im voraus | Anonym am 28.07.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Das ist ja ein schlimmer Fall... Immerhin streitet DHL den Sachverhalt nicht ab. Das ist schonmal die halbe Miete. Jetzt geht es darum, nicht bloß 500 Euro Schadenersatz zu bekommen sondern 1000 Euro.

Das Zauberwort könnte in diesem Fall Paragraf 435 HGB sein. Siehe https://dejure.org/gesetze/HGB/435.html

Ein Verweis darauf findet sich auch in Abschnitt 6.2 der DHL-Paket-AGB: https://www.dhl.de/content/dam/dhlde/downloads/paket/agb-regelung/dhl-agb-europaket-052016.pdf

Demnach gilt die Haftungsgrenze von 500 Euro nicht, wenn der Mitarbeiter vorsätzlich odr leichtfertig gehandelt hat. Und das liegt in diesem Fall wohl vor. Es ist sehr gut, dass Nachbarn das Paket auf dem Briefkasten gesehen haben. Das sind wichtige Zeugen.

Schicken Sie ein Einschreiben an DHL mit Aufforderung zur Zahlen von 1000 Euro Schadenersatz binnen 20 Tagen. Schildern Sie in dem Brief nochmal kurz den Fall, verweisen auf 435 HGB und die Nachbarn als Zeugen.

Dann mal gucken, wie DHL reagiert. Wenn DHL weiterhin nur 500 Euro Schadenersatz zahlt, sollten Sie die 1000 Euro per gerichtlichem Mahnbescheid von DHL einfordern. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber unter http://www.paketda.de/recht/reklamieren-mahnen.php

Paketda.de leistet keine Rechtsberatung. Holen Sie sich am besten auch Unterstützung von einer Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe.

DHL

Mir wurde eine teure Gitarre während dem DHL Transport von Stuttgart nach Berlin gestohlen. Es handelt sich hierbei um einen Tausch. Der Sender hat die Gitarre versichert geschickt. Bei der Packetabgabe bei der Post wog das Packet 9 kg, dass kann anhand des Belegs nachgewiesen werden. Das Packet kam bei mir leer an. Ich habe es unter Zeugen und mit einem Handy gefilmt geöffnet, da uns aufgefallen ist, dass das Packet unsauber und mit zwei verschiedenen Klebebändern verklebt und zudem viel zu leicht für eine E - Gitarre war. Das Packet war bei Ankunft leer. Ich habe Diebstahl bei der Polizei angemeldet und eine Anzeige diesbezüglich am Laufen, und bei DHL einen Diebstahl /Verlust gemeldet. DHL bezieht sich nur auf den Versender, dass sie ausschließlich mit ihm kommunizieren und ihm verpflichtet sind, da er die Versicherung abgeschlossen hat. Der Sender hat einen Diebstahl bei DHL gemeldet und den Gegenwert der Versicherung angemeldet. Angeblich kam laut Sender dabei aber noch nichts heraus und es wurde kein Gegenwert der Gitarre erstattet von DHL. Das war bereits im März und es ist noch nichts dabei herum gegkommen. Meine Gitarre die ich im Tausch für die nun leider gestohlene Gitarre dem Sender geschickt habe, kam ohne Probleme an. Der Sender besitzt nun meine Gitarre und die Diebstahlmeldung an DHL. Meine Frage ist, nun: Ist der Sender nun mir verpflichtet, entweder meine Gitarre zurück zu senden oder einen Gegenwert zu bezahlen und könnte ich ihn hinsichtlich darauf verklagen? Oder soll ich rechtlichen Beistand im Umgang mit DHL suchen um mehr Druck aufzubauen, oder liegt wirklich alles in der Hand des Sender? Vielen Dank im Voraus. | Anonym am 13.07.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: War es ein privates Tauschgeschäft oder von Händler an Privatkunde? Wenn es ein Tauschgeschäft zwischen zwei Privatpersonen war, trägt der jeweilige Empfänger das Transportrisiko. Wenn der Absender die Gitarre ordnungsgemäß verschickt hat, ist er erstmal aus der Haftung raus. Sie können Ihre Gitarre nicht zurückfordern. Aber Sie haben Anspruch auf den Schadenersatz, den DHL an den Absender für den Verlust zahlen muss.

Es ist nicht ganz korrekt, dass DHL nur mit dem Absender kommunizieren darf. Laut Paragraf 421 Abs. 1 HGB können entweder Absender oder Empfänger den Schadenersatz bei DHL geltend machen. Wenn der Absender das jetzt in die Hand genommen hat, sollte es auch dort bleiben.

Der Absender muss dafür sorgen, dass DHL die Sache nicht verschläft und wirklich Schadenersatz bezahlt. Sonst macht sich der Absender ggf. selbst schadenersatzpflichtig. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber unter http://www.paketda.de/recht/nachforschung.php#weigerung

Wir empfehlen, dass der Absender ein Einschreiben an DHL schickt und den Sachverhalt nochmals darstellt. Beizulegen sind eine Kopie des Einlieferungsbelegs sowie ein Wertnachweis über den Zeitwert der verlorenen Gitarre (ggf. Vergleichspreis über eBay ermitteln). Der Absender sollte auch auf das Beweisvideo hinweisen, das Sie gemacht haben.

Abschließend sollte DHL eine Zahlungsfrist von 20 Tagen gesetzt werden. Der Diebstahl ist ja ganz offensichtlich, so dass eine längere Aufklärungsfrist für DHL nicht angemessen erscheint.

Lesen Sie unseren Ratgeber zu diesem Thema unter http://www.paketda.de/recht/reklamieren-mahnen.php

Vorerst brauchen Sie keinen Rechtsanwalt. Der Absender sollte das Einschreiben an DHL schicken und die 20-Tage-Frist abwarten. Wenn DHL dann nicht zahlt oder irgendwelche Ausreden findet, am besten einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen. Wenn DHL im Gerichtsverfahren unterliegt, muss DHL auch die Rechtsanwaltskosten bezahlen.

Die Beweislage ist sehr gut, weil Ihren Angaben zufolge ja das Versandgewicht von 9kg bewiesen werden kann und es außerdem ein Video vom Auspacken gibt. So umsichtig handeln nur wenige Personen. Deshalb dürfte es DHL schwer haben, Gegenargumente oder Ausflüchte zu finden. Lassen Sie sich nicht von DHL hinhalten oder mit einem reduzierten Schadenersatz abspeisen. Wenn die 20 Tage verstrichen sind, gehen Sie (bzw. der Absender) gerichtlich gegen DHL vor.

Wenn der Absender sich nicht traut, gerichtlich gegen DHL vorzugehen, sollten Sie das übernehmen. Dann am besten mit Anwalt. Sie und der Absender müssen DHL dann mitteilen, dass der Absender nicht länger Schadenersatz fordert sondern stattdessen der Empfänger unter Bezugnahme auf Paragraf 421 Abs. 1 HGB.

https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__421.html

DHL | 543953216564

Hatte schon vor einigen Tagen hier geschrieben.Es stellt sich jetzt im Internet heraus das die Ankauffirma Ankauf-alles.de eine Betrugsfirma ist.Diese Firma von der ich den Retoureaufkleber habe wird sich auch bestimmt nicht mit DHL in Verbindung setzen.Wie verhalte ich mich jetzt richtig gegenüber DHL.Bekomme ich trotzdem Schadensersatz von DHL für mein Paket?.Da es mir ja zusteht.Schließlich ist es über DHL verloren gegangen. | Eva am 08.07.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Ja, es ist über DHL verloren gegangen und somit muss DHL auch Schadenersatz bezahlen. Sie müssen ein Einschreiben an DHL schicken. Fordern Sie DHL darin auf, binnen 14 Tagen Schadenersatz für den Verlust des Pakets zu zahlen.

Schildern Sie, dass die Ankauffirma betrügerisch ist und deren Website abgeschaltet ist und sich dort niemand meldet. Deshalb möchten Sie selbst den Schadenersatz ausgezahlt bekommen. Verweisen Sie auf Paragraf 424 HGB, wonach ein Paket als verloren gilt, wenn es 20 Tage nach dem Abschicken nicht zugestellt wurde.

Und verweisen Sie auf Paragraf 421 Absatz 1 HGB, wonach entweder Absender oder Empfänger den Schadenersatz von DHL fordern können. DHL kann sich nicht damit herausreden, dass man nur Schadenersatz an die Ankauffirma zahlt. Das ist gegen das Gesetz.

Legen Sie einen Beleg für den Wert des Handys der Reklamation bei. Verschicken Sie wie gesagt alles als Einschreiben, um einen Nachweis für die Zustellung zu haben. Anschrift: DHL Paket GmbH, Kundenservice, Weidestr. 122d, 22083 Hamburg

Lassen Sie sich außerdem bei einer Verbraucherzentrale oder einem Rechtsanwalt beraten, nachdem DHL auf das Einschreiben reagiert hat und vermutlich nicht bezahlen will.

DHL | 357099835043

Hallo, ich habe privat über Ebay einen CD-Player verkauft und am 15.06. auch (mit DHL) verschickt. Ausweislich der Sendungsverfolgung wurde das Paket am 16.06. im Start Paketzentrum bearbeitet. Danach ist nichts mehr passiert. Ich habe daraufhin am 22.06. einen Nachforschungsauftrag gestellt, dessen Annahme und Bearbeitung von DHL auch per Antwortmail bestätigt wurde. Mehr ist allerdings nicht passiert. Am 30.06. habe ich telefonisch nachgefragt und man sagte mir, normalerweise dauere die Bearbeitung 2 Wochen. Diese insgesamt 2 Wochen sind nun auch vorbei, ohne dass ich irgendeine Information oder Sachstandsnachricht erhalten hätte. Ich wollte deshalb morgen erneut anrufen. Bevor ich mich aber wieder in die unendlichen Weiten der Warteschleife begebe, wollte ich einmal fragen, welche weitere Vorgehensweise zu empfehlen ist. Gibt es irgendwelche Fristen oder kann DHL diese Suche unendlich lange betreiben? Der Käufer ist verständlicherweise nicht besonders erfreut und will von dem Kaufvertrag zurücktreten. Viele Grüße | Herbert am 08.07.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Bei privaten eBay-Verkäufen trägt der Käufer das Verlustrisiko. Sprich: Der Käufer muss solange warten, bis DHL an Sie als Absender Schadenersatz für den Verlust gezahlt hat. Erst dann bekommt der Käufer von Ihnen das Geld zurück.

Kommunizieren Sie mit DHL ab sofort am besten nicht mehr telefonisch sondern per Brief. Am besten per Einschreiben. Setzen Sie eine Reaktionsfrist von 14 Tagen. Innerhalb der Frist soll DHL entweder das Paket wiederfinden oder Schadenersatz auszahlen. Drohen Sie damit, anschließend sofort einen gerichtlichen Mahnbescheid zu erwirken, wenn DHL nicht reagiert oder Sie weiter hinhalten will.

Ratgeber zum Thema siehe hier: http://www.paketda.de/recht/reklamieren-mahnen.php

Laut Paragraf 424 HGB gilt ein Paket 20 Tage nach dem Abschicken als verloren, falls es nicht zugestellt wurde. Sie haben also Anspruch auf Schadenersatz wegen Verlust. DHL kann sich mit seinen eigenen AGB und anderen Fristen nicht herausreden.

DHL | 00340434150733612084

Laut sendungsstatus wurde das Paket abgegeben an andere anwesende Personen: Briefkasten. Leider War mein Briefkasten leer. Wie gehe ich hier am besten weiter vor? | Anonym am 07.07.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Bitte lesen Sie unseren Ratgeber unter http://www.paketda.de/recht/briefkasten-verlust.php#paket-nicht-auffindbar

Klären Sie mit dem Absender die Größe des Pakets. Wenn überhaupt, wäre der Briefkasten-Einwurf nur erlaubt gewesen, wenn die Sendung vollständig hineinpasst. Wenn die Sendung zu groß für den Briefkasten war und ggf. herauslugte, könnten Fremde sie klauen. In diesem Fall hätte DHL unzulässig gehandelt und wäre dem Absender gegenüber schadenersatzpflichtig.

DHL | CY730976561DE

Hallo, ich habe vor über einem Monat ein Paket nach Österreich geschickt, wo es leider nie angekommen ist. Auf meine Nachfragen, wurde mir zunächst gesagt, ich müsste nach Österreich telefonieren, da DHL Deutschland dafür nicht zuständig ist. Nachdem ich viel Geld dafür ausgegeben habe und nichts rauskam, durfte ich einen Nachforschungsauftrag einreichen. Dieser wird nun seit ein paar Wochen sporadisch bearbeitet. Teilweise musste ich Formulare mehrfach ausgefüllt hinschicken. Jetzt bekam ich wieder eine email, dass der Empfänger ein Formular ausfüllen muss, ohne das die Bearbeitung nicht weiter gehen kann. Den Empfänger kenne ich aber nur sporadisch und habe keinen wirklichen Kontakt zu der Person. Als ich telefonisch nachfragen wollte, was ich mache, wenn ich das Formular nicht ausgefüllt bekomme, wurde am anderen Ende einfach aufgelegt. Langsam komme ich mir etwas veräppelt vor und weiß nicht mehr, was ich machen soll. Wie kann ich die Nachforschungen vorrantreiben und warum passiert da ewig nichts? Ich bin langsam wirklich verzweifelt. Ich hoffe es gibt irgendwelche Tips, wie ich weiter vorgehen kann. | Antonia am 24.06.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: DHL will Sie offensichtlich abwimmeln und keinen Schadenersatz bezahlen. Sehr ärgerlich. Lesen Sie unseren Ratgeber unter http://www.paketda.de/recht/reklamieren-mahnen.php für Tipps, wie man DHL unter Druck setzt.

Das Vertragsverhältnis besteht mit DHL Deutschland. Ihr alleiniger Vertragspartner ist DHL Paket GmbH, Kundenservice, 22795 Hamburg. Schicken Sie dorthin ein Einschreiben und fordern Schadenersatz binnen 14 Tagen. Anderenfalls machen Sie kurzen Prozess und klagen das Geld ein. Kostet zwar Rechtsanwaltsgebühren, aber die muss DHL zahlen, wenn DHL im Rechtsstreit unterliegt.

So frech, wie sich DHL Ihnen gegenüber bisher verhalten hat, sollten Sie am besten hart vorgehen. Also nicht weiter vertrösten lassen. Das Paket ist entsprechend Paragraf 424 Abs. 1 HGB als verloren anzusehen. Also ist DHL schadenersatzpflichtig.

DHL | 263466165206

Seit 11.01.2016 ist mein Paket verschwunden und die Fa. will jetzt von mir das Geld erstattet bekommen. Da ich über einen Retourenschein die Ware zurück gesendet habe, kann ich selbst keine Auskunft von DHL erwarten (siehe § 357 BGB). Komme ich ohne Schaden (Zahlung der zurückgeschickten Ware) aus diesem Fall heraus? | Anonym am 21.06.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Hat die Firma denn schon versucht, Auskunft von DHL zu erhalten? Wurde eine Nachforschung eingeleitet bzw. erfolglos abgeschlossen? Dann ist DHL zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet. Entweder an den Absender oder Empfänger.

Wenn der Versandhändler das Problem mit DHL nicht klären kann oder will (was sehr traurig wäre), müssen Sie selbst gegen DHL vorgehen. Das ist durchaus möglich unter Berufung auf Paragraph 421 HGB. Demnach kann entweder der Absender oder der Empfänger im Schadenfall gegen den Paketdienst Ansprüche geltend machen.

Berufen Sie sich auf diesen Paragraphen und schicken eine Reklamation mit Schadenersatzforderung an: DHL Paket GmbH, Kundenservice, 22795 Hamburg

Schildern Sie in dem Brief auch, dass der Versandhändler bisher keinen Schadenersatz bei DHL geltend gemacht hat und dies auch nicht mehr tun wird (sofern zutreffend).

Weil der Fall ja lange zurückliegt, haben Sie hoffentlich den Einlieferungsbeleg für die Retoure noch und idealerweise einen Screenshot der damaligen Sendungsverfolgung, die die Nichtzustellung dokumentiert. Aber eigentlich ist DHL ja in der Beweispflicht und muss einen Ablieferbeleg fürs Paket vorlegen können. Sofern DHL das nicht kann, haftet DHL für den Verlust.

DHL | JJD1405057421923

Ich habe vor 7 Tagen ein versichertes Paket bei der Post versendet. Laut Sendungsverfolgung ist es von mir in der Filiale eingeliefert worden - jedoch ist seitdem nichts mehr passiert. Bei Nachfrage in der Filiale wurde mir recht unfreundlich gesagt dass bei Ihnen immer alles weg geht und sie mir nicht helfen können. Ich müsste beim Kundenservice anrufen. Nach über 30Min Wartezeit hat der Mitarbeiter meine "Beschwerde" (wie er es nannte) weitergeleitet und meinte in 2 Tagen wäre das Paket beim Empfänger. Dies ist natürlich nicht geschehen, sondernd er selbe status quo laut Online-Verfolgung. Jetzt müsste ich einen Nachforschungsantrag stellen. Das Problem ist nur, dass ich keine Belege für das habe, was im Paket war. Es ist ein Geburtstagsgeschenk für meine Mama gewesen. Ich habe ziemlich viele unterschiedliche Sachen drin, die ich über einen längeren Zeitraum zusammengesammelt habe. Und von keinem einzigen habe ich noch die Rechnung. Ich bin ja nicht davon ausgegangen, dass ich diese noch brauchen könnte. Wie stehen nun meine Chancen den Wert erstattet zu bekommen? | Anonym am 18.06.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Sie können versuchen, die aktuellen Preise für die Paketinhalte bei eBay herauszufinden. Vielleicht lässt sich DHL davon überzeugen. Aber wahrscheinlich ist, dass DHL wegen fehlender Belege nicht den vollen Wert des Pakets erstattet. Wenn es ganz schlecht läuft, leistet DHL Schadenersatz aufgrund des Paketgewichts. Dann wird das Paketgewicht mit einem bestimmten Faktor (steht im Gesetz) multipliziert und heraus kommt meistens ein niedriger Euro-Betrag. Details dazu hier: http://www.paketda.de/recht/paket-beschaedigt.php#zuwenig-schadenersatz

In jedem Fall bekommen Sie natürlich das Paketporto erstattet. Hoffentlich haben Sie den Einlieferungsbeleg aufbewahrt.

Hier können Sie online eine Nachforschung beauftragen: http://bit.ly/1Jvi0vD

Laden Sie als Wertnachweis eine Liste mit den einzelnen Paketinhalten hoch sowie dem aktuellen Marktpreis von eBay. Nehmen Sie eher den günstigsten eBay-Preis und nicht den höchsten. So ist die Chance höher, dass DHL Ihre Liste akzeptiert. Schreiben Sie auch dazu, ob die Sachen gebraucht oder neu waren. Das beeinflusst ebenfalls den Preis.

DHL | JJD1405031240041

Das Paket ist ohne Inhalt geliefert worden, kann man das Einlieferungs Gewicht feststellen? eigentlich sollte sich in dem Paket ein Handy befinden, es wurde jedoch nur der leere Karton mit 4 Kopfhörerstöpseln geliefert. | Michael Stock am 29.01.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: DHL wiegt die Pakete im Start-Paketzentrum. Also nicht in der Filiale, aber in Ihrem Fall im Paketzentrum Eutingen im Gäu.

Wichtig: Sie müssen sofort eine Schadenanzeige in einer Postfiliale aufgeben (am besten eine große Filiale mit Postbank-Finanzcenter). Die Schadenanzeige muss bei DHL spätestens 7 Tage nach Zustellung des Pakets eingegangen sein, sonst besteht kein Schadenersatzanspruch mehr.

Dazu müssen Sie die Verpackung sowie den Inhalt plus ein Schadenformular in der Filiale abgeben. Das DHL-Schadenformular sowie Hinweise dazu finden Sie hier: http://www.paketda.de/logistik-paketversicherung.php#schadensformular

Informieren Sie den Absender darüber, dass Sie eine Schadenanzeige einreichen. Der Absender soll den Einlieferbeleg fürs Paket aufbewahren. Ideal wäre es, wenn der Absender das Paket unter Zeugen verpackt hat.

Bevor Sie das Paket zur Post bringen, machen Sie Beweisfotos von der Verpackung (innen und außen).

Nach 1-2 Wochen wird DHL mitteilen, ob Schadenersatz gezahlt wird oder nicht. Wahrscheinlich sträubt sich DHL dagegen.

Dann muss der Absender von DHL die Daten der Gewichtsmessung anfordern. Die Pakete werden bei DHL auch fotografiert, vielleicht liegen diese Infos ebenfalls noch vor.

Der Absender soll dann ein Einschreiben an den DHL-Kundenservice schicken und die Daten anfordern: DHL Paket GmbH, Kundenservice, Weidestr. 122d, 22083 Hamburg

Wenn DHL weiterhin hartnäckig bleibt und nicht zahlt, schalten Sie die Verbraucherzentrale ein unter www.paket-ärger.de

DHL

Hallo ich habe einen Handyvertrag geschlossen und mein Handy sollte in Dhl ankommen. Das Paket ist auch angekommen war aber leer. Mir wurde von einer Mitarbeiterin empfohlen ein Schadensersatzformular auszufüllen. Was passiert als nächstes ? Krieg ich mein Handy ? | Anonym am 11.01.2016 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Bitte informieren Sie sofort den Absender des Pakets, also den Verkäufer. Bewahren Sie die Verpackung auf - nichts wegwerfen. Machen Sie Beweisfotos von der Verpackung, die Sie dem Absender schicken. Vielleicht lässt sich erkennen, dass die Verpackung zwischendurch von Dritten geöffnet wurde?

Bei DHL muss innerhalb von 7 Tagen nach Sendungserhalt eine Schadenanzeige eingereicht werden. Dazu müssen Sie das leere Paket zusammen mit einem Formular in einer Postfiliale abgeben (am besten in einer größeren Filiale / kein Paketshop).

Das Formular gibt es hier: http://www.dhl.de/de/paket/hilfe-kundenservice/ich-moechte-ein-feedback-geben-neu/inhalt-fehlt/paket-paeckchen/schadensanzeige.html

Nähere Informationen finden Sie auch in unserem Ratgeber unter http://www.paketda.de/logistik-paketversicherung.php#schadensformular

Als privater Verbraucher sind Sie grundsätzlich in einer guten Position, wenn Sie das Handy von einem Händler gekauft haben und nicht von einer Privatperson. Wenn es ein Händler war, bitten Sie ihn um eine Ersatzlieferung.

Vermutlich müssen Sie eine eidesstattliche Versicherung abgeben, dass Sie das Handy wirklich nicht erhalten haben.

Tipp: Weisen Sie den Absender darauf hin, dass Pakete bei DHL gewogen und fotografiert werden. Der Absender soll diese Daten von DHL anfordern. Vielleicht lässt sich daraus ermitteln, an welcher Stelle im Transportprozess der Diebstahl stattfand.

DHL | -

Hallo, ich habe meine wertvollen Reitstiefel zum Einsetzten eines Reißverschlusses verschickt. Beim Rückversand durch den Dienstleister ist das Paket dann verloren gegangen. Nun habe ich das Gefühl, dass der Dienstleister sich nicht darum kümmert das Paket wieder zu beschaffen und vertröstet mich immer nur am Telefon. Das Paket ist nun seit über 2 Monaten nicht wieder aufgetaucht. Ein Nachforschungsantrag wurde gestellt, aber laut DHL fehlen noch Unterlagen. Ich fühle mich einfach nur machtlos und möchte gerne wissen wie ich weiter verfahren kann. Soll ich mit juristischen Maßnahmen drohen und wenn ja, wie kann ich diese untermauern? Hat der Dienstleister eine Bringschuld? Vielen Dank | Anonym am 30.12.2015 |

• Ex antwortet: Die entsprechenden Regelungen finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

• Paketda-Redaktion antwortet: Als Privatkunde genießen Sie gegenüber dem gewerblichen Dienstleister umfassende Verbraucherschutzrechte. Der Dienstleister muss Ihnen den Schaden ersetzen, wenn die Ware verloren gegangen ist. Es spielt keine Rolle, ob der Dienstleister seinerseits Schadenersatz von DHL bekommt oder ob DHL sich weigert.

Sie haben unabhängig davon gegenüber dem Dienstleister Anspruch auf Erstattung des Warenwertes. Allerdings nicht den Neupreis der Stiefel sondern den aktuellen Zeitwert.

Nach 2 Monaten kann man wohl davon ausgehen, dass das Paket nicht mehr auftaucht. Sie sollten dem Dienstleister schriftlich (per Fax oder Brief) eine Frist setzen, um Ihnen den Schaden zu erstatten. Zum Beispiel bis 14. Januar 2016.

Sie können ruhig schreiben, dass Sie nach Ablauf der Frist einen Rechtsanwalt einschalten, um den Schadenersatz einzuklagen.

Infos auch unter: https://www.verbraucherzentrale.de/Kundenrechte-bei-Fernabsatzvertraegen#verlorengegangeneware

Wir wissen nicht, in welchem Gesetz und Paragraphen die oben genannten Regelungen enthalten sind. Wenn Sie den Paragraphen im Brief an den Dienstleister erwähnen möchten, rufen Sie ggf. mal die Verbraucherzentrale an um nachzufragen.

DHL | JJD1405022742002

Hallo , ich habe ein Paket am 21.10.2015 mit DHL verschickt an die Firma ESG, D-76287 Rheinstetten . Da der Inhalt wertvoll war habe ich eine Versicherung bis 2500 Euro zusätzlich genommen und bezahlt. Mein Paket wurde im Laufe der Lieferung säuberlich aufgeschnittenund mit anderem Klebeband wieder verschlossen. Der Inhalt wurde gestohlen !. Die DHL redet sich raus das das Paket Valoren 2 als Inhalt hat und will mit nicht mal wenigstens die Versicherungssumme auszahlen ! Wenn ich ei Paket für 2500 Euro versichere was soll ich da mit denn schicken ?? Weihnachtsmänner aus Schokolade ? Die Versicherungssumme kassieren die aber dann ?Bei der Kripo hatte ich auch kein Erfolg, da ich der Meinung bin das die bei mir, da ich Privatpersonen bin eh keine Lust haben. Ist da was zu machen , ich wußte bis zu dem Tag nicht mal was Valoren 2 sind. | I.Klose am 29.12.2015 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Bitte gehen Sie mit diesem Fall zu einem Rechtsanwalt, da nur so eine verbindliche Einschätzung gegeben werden kann.

Schauen Sie auch mal unter: http://www.123recht.net/DHL-Paket-Wertnachweis-nicht-anerkannt,-Videoaufzeichnung-vorhanden-__f496853.html

Dort steht, dass Paketdienste bei Verschulden unbegrenzt haften und sich dies auch nicht durch AGB ausschließen lässt. Angeblich laut §309 Nr. 7b BGB

Wir bei Paketda.de haben keine ausreichenden juristischen Kenntnisse, um das zu beurteilen. Aber wenn ein DHL-Mitarbeiter ein Paket aufschneidet und den Inhalt entwendet, dann ist dieses Verhalten dem Arbeitgeber (DHL) vielleicht als grob fahrlässig anzulasten. Und dann wiederum könnten Ihre Aussichten auf Schadenersatz gut stehen. Aber wie gesagt: Bitten Sie einen Anwalt um Beratung.

DHL | jjd1405039953484

paket wurde am 23.12.2015 in schweinfurt an der posthauptstelle abgegeben es wurde mir zugesagt das es am24.12.2015 in westheim bei knetzgau ankommt es kamm aber erst heute am29.12.2015 an und der inhalt fehlte hatte als wertpaket versand | Anonym am 29.12.2015 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Beachten Sie unseren Ratgeber unter http://www.paketda.de/logistik-paketversicherung.php#

Stellen Sie SOFORT eine Schadenmeldung in der nächstgrößeren Postfiliale. Muss binnen 7 Tagen eingereicht werden. Nutzen Sie morgen den 30.12. als letztmöglichen Tag. Sonst ist Schadenersatz ausgeschlossen. Formular siehe hier: http://www.dhl.de/de/paket/hilfe-kundenservice/ich-moechte-ein-feedback-geben-neu/inhalt-fehlt/paket-paeckchen/schadensanzeige.html

Formular ausfüllen und damit zur Postfiliale gehen. Karton und Inhalt mitnehmen. Das wird dann von DHL begutachtet. DHL redet sich evtl. raus, dass die Ware von allein aus dem Paket gefallen ist. Hier lesen Sie, wie Sie den Diebstahl nachweisen können: http://www.paketda.de/news-diebstahl-weihnachtspakete.html

DHL | 316609815239

Hallo kann mir vielleicht hier jemand helfen wie ich an die Telefonnummer von der zentrale von dorsten komme!? Folgendes Problem das Paket ist laut DHL Verfolgung an einem Kiosk abgegeben worden jedoch habe ich weder eine benachrichtigungskarte noch sonst was erhalten. Ein Kiosk gibt es in meinem Haus auch nicht. Es ist bereits das 2. Paket was diesen Status hat. Das andere wurde am 8.12 verschickt am 9. 12 Amkiosk zugestellt und am 17.12. Erst bei mir angekommen . Wie kann das sein das die Pakete einfach irgendwo abgegeben werden Ort einige Tage liegen dann erst zugestellt werden. Hatte an sämtlichen Kiosk in der Umgebung nach gefragt leid ohne erfolg. Hat der DHL Bote überhaupt das Recht ohne Zustimmung das Paket außerhalb des Hauses Pakete abzugeben ohne benachrichtigung? | ailine am 19.12.2015 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Direkt in den Zustellbasen und Paketzentren gibt es keine Mitarbeiter für Kundensupport. Weil die Kunden dort nicht anrufen sollen, gibt es nur die zentrale DHL-Hotline in Bonn.

Wenn Sie als privater Kunde bei einem Versandhändler eingekauft haben, müssen Sie sich nicht selbst mit DHL herumplagen. Sie haben ja schon alles unternommen, um das Paket auszufindig zu machen. Mehr ist nicht zumutbar und auch nicht nötig. Der Absender muss beweisen, dass Sie die Ware bekommen haben. Ansonsten besteht Anspruch auf Geld zurück oder Ersatzlieferung.

DHL-Zusteller müssen den Empfänger benachrichtigen, wenn ein Paket woanders abgegeben wurde. In Ihrem Fall soll das Paket ja in der Nachbarschaft abgegeben worden sein. Verschiedenen Gerichtsurteilen zufolge bezieht sich die Nachbarschaft in Städten auf das gleiche Haus oder maximal noch auf das nächstliegende Haus. Auf dem Land kann die Nachbarschaft auch eine Straße weiter sein.

Jedenfalls muss der Empfänger wissen, wo genau das Paket abgegeben wurde. Ansonsten haftet DHL für den Verlust, sofern das Paket nicht auffindbar ist. Medienberichten zufolge wird Zustellern dieser Schaden mitunter vom Gehalt abgezogen.

Schadenersatz kann nur der Absender bei DHL geltend machen. Sie als Empfänger haben kein Vertragsverhältnis mit DHL.

Deshalb bitte wie folgt vorgehen: Den Absender informieren und bescheid sagen, dass die Lieferung unauffindbar ist. Setzen Sie eine Frist zur Nachlieferung oder Geldrückerstattung.

Der Absender muss sich mit DHL auseinander setzen und ggf. eine Nachforschung beauftragen und/oder Schadenersatz verlangen. Unabhängig davon, ob DHL Schadenersatz zahlt, haben Sie als Verbraucher das Recht auf Ersatzlieferung oder Geld zurück durch den Versender.

DHL | 962243827766

Wo ist der Inhalt des Pakts ? Wir haben über ebay als Privatverkäufer eine Spielekonsole verkauft. Der Verkauf erfolgte im Originalkarton, allerdings haben wir den Originalkarton komplett mit braunem Packpapier umwickelt, damit nicht jeder sofort sieht, was sich im Paket befindet. Das Paket hatte ein Gewicht von ca. 3 – 3,5 kg, daher erfolgte nach Geldeingang vom Verkäufer die Online-Frankierung bis zu einem Gewicht von 5 kg. Am 24.11. haben wir das Paket in einer DHL-Filiale aufgegeben, zugestellt wurde es beim Empfänger am 26.11. Der Empfänger behauptete nun, er hätte lediglich den Originalkarton der Spielekonsole ohne Inhalt erhalten (also ein leeres Paket). Ich will die Frage, inwieweit der Empfänger eine gewisse Selbstverantwortung hat, wenn er einen leeren (und somit sehr leichten) Karton annimmt in der Erwartung, darin müsste eine Spielekonsole mit einem gewissen Gewicht sein, außen vor lassen. Daraufhin hat er die Rücksendung des leeren Kartons am 02.12. veranlasst, dieser kam am 04.12. bei uns wieder an. Hierbei ist mehr als auffällig, dass jemand auf dem Postweg unseren Online-Adressaufkleber vom braunen Packpapier (unsauber) entfernt hatte und diesen auf dem Originalkarton (der Spielekonsole) platzierte. Unsauber deswegen, da immer noch Fetzen des von uns verwendeten braunen Packpapiers zu erkennen sind. Der Käufer verlangt nun natürlich das von ihm gezahlte Geld zurück. Auf unsere Schadensmeldung bei DHL, welche wir mit Blick auf den versicherten Versand aufgegeben haben, bekamen wir den lapidaren Hinweis, dass der Verlust der Teile nicht von DHL verschuldet wurde und daher keine Erstattung erfolgen könne. Nun stellt sich die Frage, wie sollen wir als Verkäufer/Versender des Pakets beweisen, was wir verschickt haben und vor allem, wir können nicht beweisen, ob der Empfänger eventuell zwar die Ware erhalten hat und diese aus dem Karton selbst entnommen hat, um einen Teil des gezahlten Betrages jetzt nachträglich von uns zurückzufordern. Ich will beim besten Willen nichts unterstellen, aber man weiß ja nie. Wenn wir wenigstens beweisen könnten, dass unser Paket bei Einlieferung die bereits erwähnten ca. 3,5 kg Gewicht aufgewiesen hat und dieses dann auch so zugestellt wurde, würde das zumindest in der Argumentation gegenüber dem Empfänger weiterhelfen. Leider sind diesbezüglich auf dem Ausdruck der Sendungsverfolgung keine Daten angegeben. Wenn also bei Einlieferung das Gewicht gemessen und festgehalten wird, wie kommen wir an diese Information ran ? | Anonym am 17.12.2015 |

• Paketda-Redaktion antwortet: Am besten wäre die Beauftragung eines Rechtsanwalts. Oder die Verbraucherzentrale via www.paket-ärger.de Oder vielleicht kann auch eine Anzeige bei der Polizei helfen, um an die Gewichtsdaten aus den DHL-Systemen heranzukommen. Alle Pakete werden bei DHL gewogen und üblicherweisean verschiedenen Stellen fotografiert. Somit müsste nachvollziehbar sein, an welcher Stelle im Transportprozess sich das Aussehen des Kartons verändert hat. Bzw. wenn keine Veränderung sichtbar ist, dann könnte der Empfänger Schuld gewesen sein.

Die gute Nachricht für Sie ist, dass ein Privatverkäufer das Transportrisiko nicht trägt - sondern der Empfänger. Wenn Sie Zeugen haben, dass Sie das Paket ordnungsgemäß verpackt haben (mit Inhalt), dann hat der Empfänger schlechte Karten.

Wie Sie selbst schreiben, würden die Daten aus der DHL-Gewichtsmessung die Klärung erheblich vereinfachen. Wie viel Energie Sie in die Beschaffung der Daten investieren, müssen Sie selbst abschätzen. .... Der Empfänger kann Ihnen diese Arbeit leider nicht abnehmen, weil DHL die Daten (wenn überhaupt) nur an den Absender herausgibt. Weil nur der Absender das rechtliche Vertragsverhältnis mit DHL hat.

Wenn Ihnen ein Rechtsanwalt zu teuer ist, versuchen Sie es bei der Verbraucherzentrale oder fragen mal die Polizei, ob man dort eine Möglichkeit sieht, z.B. wegen Diebstahl zu ermitteln.

DHL

DHL Päckchen JJD14454004094313000083. Ich habe über Ebay ein Handy ersteigert. Das Päkchen ist ohne Inhalt bei mir angekommen. Die Versenderin kann glaubhaft klar machen das Sie das Handy wirklich ins Päckchen gelegt hat. Es scheint wohl so, das das Päckchen, irgendwo auf dem Versandweg geöffnet wurde, die Ware entwendet und dann wieder zugeklebt wurde. Außerdem war das Päckchen wohl 7 Tage unterwegs, weswegen die Versenderin wohl nichts mehr bei DHL ausrichten kann. Was muss ich nun tun? Die Versenderin hat das Handy nicht als Paket für 4,99€ versendet sondern sich einen € sparen wollen und es als Päckchen versand. Also dann wohl ohne Versicherung. Desweiteren hatte Sie auf dem Adressaufkleber HANDY stehen, was potentiellen Dieben ja wie eine Einladung vorkommen muss... Denn Verkaufspreis will sie mir zur Hälfte erstatten, aber cih sehe das nur bedingt ein. Da ich ja nicht die oben genannten Fehler gemacht habe. Kann es bei Diebstahl aus einem Paket trotzdem Schadenersatz von DHL geben? | Anonym am 27.10.2015 |

• Paketda-Redaktion antwortet: In der Sendungsnummer scheint ein Zahlendreher enthalten zu sein, denn sie wird bei www.dhl.de als ungültig abgewiesen. Aber wenn es ein Päckchen war, ist ohnehin keine Sendungsverfolgung möglich (und leider auch kein Versicherungsschutz vorhanden).

Ein Diebstahl erfolgt ja üblicherweise vorsätzlich. Und wenn ein Angestellter von DHL mit Vorsatz handelt, haftet DHL (gemäß Paragraph 6 der DHL AGB). Sie müssen diesen Vorsatz nachweisen können.

Bei Paketen ist es so, dass sie im Paketzentrum automatisch gemessen und gewogen werden. Wenn die Sendung mit Inhalt eingeliefert wurde und ohne Inhalt angekommen ist, müsste das also am Gewicht erkennbar sein. Allerdings wissen wir bei Paketda.de nicht genau, ob auch Päckchen gewogen werden. Im Zweifel eher nicht. Zudem müssten Sie irgendwie an diese Gewichtsdaten herankommen, sind also auf die Mitarbeit von DHL angewiesen.

Als Empfänger haben Sie kein Vertragsverhältnis mit DHL und daher schlechte Karte, irgendwelche Auskünfte von DHL zu bekommen. Vielversprechender ist es, wenn die Absenderin den Diebstahl anmeldet.

Blöd ist natürlich, dass die Absenderin groß HANDY aufs Paket geschrieben hat. DHL schließt die Beförderung nämlich aus, wenn Pakete schon vom äußeren Anschein her einen werthaltigen Eindruck erwecken.

Deshalb wird sich DHL wohl darauf berufen, dass das betreffende Paket mit der Aufschrift HANDY gar nicht hätte verschickt werden dürfen. Und für Dinge, die von der Beförderung ausgeschlossen sind, haftet DHL auch nicht bei Vorsatz seiner Mitarbetier.

Fazit: Schlechte Aussichten auf Schadenersatz durch DHL. Schadenersatz von der Absenderin zu verlangen könnte hingegen vielversprechend sein, denn sie hat das Paket nicht entsprechend der DHL AGB verpackt. Wenn es um viel Geld geht, dann sollten Sie ggf. einen Anwalt beauftragen.



Oft gefragte Themen

↑ zum Seitenanfang