Zollrechner für Auslandspakete

Meine voraussichtlichen Zollgebühren*

Warenwert 90,00 Euro
Gebührensatz 19 % Einfuhrumsatzsteuer
Zu bezahlen = 17,10 Euro*

Zusatzkosten:


* Alle Angaben Stand 6/2018 und ohne Gewähr

Wie wurde gerechnet?

Ihr Paket wird pauschal mit 19% Einfuhrumsatzsteuer belegt. Dieser Satz entspricht der deutschen Mehrwertsteuer. Nur in wenigen Ausnahmefällen (z.B. Bücher und Lebensmittel) gilt der ermäßigte Steuersatz von 7%. Detaillierte Infos hier auf der Website des Zolls




Zollrechner Titelbild

Was darf ich nicht importieren?

Folgende Produkte verursachen bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern Probleme und werden oft vom Zoll abgefangen:

  • Lebensmittel tierischen Ursprungs, z.B. Fleisch, Fisch, Milch. Auch Honig ist problematisch.
  • Kosmetik, die nicht der EU-Kosmetikverordnung entspricht. Es muss z.B. ein EU-Firmensitz des Herstellers auf der Verpackung stehen.
  • Produkte ohne CE-Kennzeichnung, insbesondere Spielzeug und Technik
  • Waffen und Munition. Im Ausland erhältliche Waffen können in Deutschland verboten sein (z.B. Schlagringe).
  • Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine
  • Zigaretten dürfen aus EU-Ländern nur importiert werden, wenn sie eine deutsche Steuerbanderole haben. Sonst wird Tabaksteuer fällig.

► Hinweis: Der Zoll schafft es nicht, sämtliche Auslandspakete zu kontrollieren. Es kann passieren, dass Sie 10 Kosmetik-Bestellungen problemlos erhalten haben und erst beim 11. Mal zufällig eine Zollkontrolle stattfindet.

Ob bei der Bestellung verbotener Produkte oder gefälschter Markenware ein Bußgeld droht, lässt sich im Voraus nicht sagen. Bei Plagiaten hängt es vom Markeninhaber ab, ob er Produktfälschungen hart verfolgt und deren Käufer beispielsweise anzeigt. Das passiert üblicherweise, wenn der Empfänger die Produkte in großer Stückzahl bestellt und danach weiterverkaufen will. Lesen Sie dazu auch: Rechtsanwalt Solmecke erklärt Rechtslage bei China-Bestellungen.



€ 6,00 Auslagepauschale von Deutsche Post DHL

Auslandssendungen, für die in Deutschland Einfuhrabgaben fällig werden, werden von Deutsche Post DHL mit zusätzlichen 6 Euro Gebühren belegt. Das ist die sogenannte Auslagepauschale.

  • Die 6 Euro werden fällig, wenn Deutsche Post DHL die Sendung zur Hausanschrift des Empfängers liefert.
  • Die 6 Euro werden nicht fällig, wenn das Paket beim örtlichen Zollamt hinterlegt wird.

Schema zur Zoll-Auslagepauschale der Deutschen Post

► Die Auslagepauschale wird nicht bei Sendungen von DHL Express erhoben. DHL Express berechnet stattdessen eine Kapitalbereitstellungsprovision für die Zollabwicklung in Höhe von mindestens € 14,88 inkl. USt.

Sonderfall EMS-Pakete: Die Versandart "EMS" ist in Deutschland kaum bekannt, weil sie hierzulande nicht angeboten wird. Im Ausland abgeschickte EMS-Pakete werden in Deutschland von DHL Express zugestellt. Hierbei wird jedoch die 6-Euro-Auslagepauschale angewendet und nicht die teurere Kapitalbereitstellungsprovision. EMS-Pakete erkennen Sie am Sendungsstatus "Sendung wurde im Import an DHL Express übergeben".

► Theoretisch kann man die AUslagenpauschale vermeiden, indem man sich als sog. Selbstverzoller registriert. Dann liefert Deutsche Post DHL alle Sendungen zum örtlichen Zollamt und nicht an die Hausanschrift. In der Praxis berichten uns Nutzer jedoch, dass das kaum funktioniert.

Die Registrierung als Selbstverzoller erfolgt formlos per E-Mail die Deutsche Post: Selbstverzoller@deutschepost.de (Quelle: www.zoll.de).


€ 28,50 Zusatzgebühren bei der Postverzollung

Zollinhaltserklräung an einem Paket

In einigen Fällen berechnet die Deutsche Post eine zusätzliche Gebühr von 28,50 Euro für ausländische, zollpflichtige Pakete. Diese Gebühr betrifft die sogenannte Postverzollung.

► Wurde ein zollpflichtiges Paket vom Absender nicht deklariert oder mit einem falschen Wert oder falscher Inhaltsangabe deklariert (vgl. Zollinhaltserklärung), dann fordert der deutsche Zoll vom Empfänger Unterlagen an, aus denen Produktbezeichnung und Kaufbetrag hervorgehen. Also z.B. ein Paypal-Zahlungsbeleg und eine Verkaufsrechnung.

Diese Unterlagen muss der Empfänger beim Zoll vorlegen; entweder persönlich oder per E-Mail.

Werden die Unterlagen per E-Mail eingereicht, berechnet die Deutsche Post 28,50 Euro Gebühr für diese sogenannte Postverzollung. Denn die Deutsche Post übernimmt für den Empfänger den Service, das Paket mitsamt der Unterlagen dem Zoll vorzulegen. Wenn der Empfänger selber beim Zoll erscheint, wird die Postverzollungs-Gebühr nicht berechnet. Der Empfänger muss aber trotzdem die Zollgebühren (Einfuhrumsatzsteuer) beim Zollamt bezahlen, sonst wird das Paket nicht herausgegeben.

Der Empfänger wird mit einem Schreiben darüber informiert, falls er ein Paket beim Zollamt in seiner Nähe abholen soll. Dieses Schreiben muss unbedingt zum Zoll mitgebracht werden, weil darin eine sogenannte PÜB-Nummer enthalten ist (Paketübergabe-Nummer). Nur mit der PÜB-Nummer kann der Zoll das Paket im Lager heraussuchen. Anhand der DHL-Sendungsnummer ist das nicht möglich.

Wichtig zu wissen: Wenn die Postverzollung in Anspruch genommen wird, decken die 28,50 Euro nicht die Zollgebühren ab. Die 28,50 Euro kommen auf die Zollgebühren obendrauf. Kassiert wird der Gesamtbetrag, wenn der DHL-Zusteller dem Empfänger das Paket nach Hause bringt. Dies erfolgt nach Abschluss der Postverzollung.

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