Zollrechner für Auslandspakete

Zollrechner Titelbild

Wer in einem Land außerhalb der EU einkauft oder auch, wer ein Geschenkpaket aus dem Nicht-EU-Ausland bekommt, muss mit dem deutschen Zoll rechnen.

Der Paketda-Zollrechner hilft Ihnen bei einer ersten Einschätzung, wie teuer Zoll und Steuern für Sie wahrscheinlich werden. Weil es je nach Art der importierten Waren unterschiedliche Steuersätze gibt, sind die Angaben des Paketda-Zollrechners unverbindlich und ohne Gewähr. Auf der Internetseite des Zolls finden sie bei Bedarf weiterführende Infos.

Tipp: Auch mit der Smartphone-App des Zolls lassen sich Einfuhrabgaben leicht ausrechnen. Suchen Sie im Appstore nach "Zoll und Post".


Zoll und Einfuhrsteuern berechnen





€ 6,00 Auslagepauschale von Deutsche Post DHL

Auslandssendungen, die in Deutschland zollpflichtig sind, werden seit März 2018 mit zusätzlichen 6 Euro Gebühren belegt. Das gilt, sofern die Sendung mit Deutsche Post (Brief/Päckchen) oder DHL (Standardpaket oder EMS-Paket) transportiert wird. Das trifft auf die meisten Auslandssendungen zu, die im Absenderland mit der dortigen Staatspost abgeschickt wurden (z.B. USPS in den USA, La Poste in Frankreich oder Swiss Post in der Schweiz). Mehr Infos zur Auslagepauschale hier.

Schema zur Zoll-Auslagepauschale der Deutschen Post

Die Auslagepauschale wird nicht bei Sendungen von DHL Express erhoben. Denn DHL Express berechnet schon seit Jahren eine sogenannte Kapitalbereitstellungsprovision für die Zollabwicklung in Höhe von mindestens € 14,88 inkl. USt.

Sonderfall EMS-Pakete: Die Versandart "EMS" ist in Deutschland kaum bekannt, weil sie hierzulande nicht angeboten wird. Im Ausland abgeschickte EMS-Pakete werden in Deutschland von DHL Express zugestellt. Hierbei wird jedoch die 6-Euro-Auslagepauschale angewendet und nicht die teurere Kapitalbereitstellungsprovision. EMS-Pakete erkennen Sie am Sendungsstatus "Sendung wurde im Import an DHL Express übergeben".


€ 28,50 Zusatzgebühren bei der Postverzollung

Zollinhaltserklräung an einem Paket

In einigen Fällen berechnet die Deutsche Post eine zusätzliche Gebühr von 28,50 Euro für ausländische, zollpflichtige Pakete. Diese Gebühr betrifft die sogenannte Postverzollung.

Wenn ein zollpflichtiges Paket vom Absender nicht deklariert wurde oder mit einem falschen Wert oder falscher Inhaltsangabe deklariert wurde (vgl. Zollinhaltserklärung), dann fordert der deutsche Zoll vom Empfänger Unterlagen an, aus denen Produktbezeichnung und Kaufbetrag hervorgehen. Also z.B. ein Paypal-Zahlungsbeleg oder eine Rechnung, sofern der Absender ein professioneller Versandhändler ist.

Diese Unterlagen muss der Empfänger beim Zoll vorlegen; entweder persönlich oder per E-Mail. Werden die Unterlagen per E-Mail eingereicht, berechnet die Deutsche Post 28,50 Euro Gebühr für diese sogenannte Postverzollung. Denn die Deutsche Post übernimmt für den Empfänger den Service, das Paket mitsamt der Unterlagen dem Zoll vorzulegen. Wenn der Empfänger selber beim Zoll erscheint, wird die Postverzollungs-Gebühr nicht berechnet. Der Empfänger muss aber trotzdem die Zollgebühren (Einfuhrumsatzsteuer) beim Zollamt bezahlen, sonst wird das Paket nicht herausgegeben.

Der Empfänger wird mit einem Schreiben darüber informiert, falls er ein Paket beim Zollamt in seiner Nähe abholen soll. Dieses Schreiben muss unbedingt zum Zoll mitgebracht werden, weil darin eine sogenannte PÜB-Nummer enthalten ist (Paketübergabe-Nummer). Nur mit der PÜB-Nummer kann der Zoll das Paket im Lager heraussuchen. Anhand der DHL-Sendungsnummer ist das nicht möglich.

Wichtig zu wissen: Wenn die Postverzollung in Anspruch genommen wird, decken die 28,50 Euro nicht die Zollgebühren ab. Die 28,50 Euro kommen auf die Zollgebühren obendrauf. Kassiert wird der Gesamtbetrag, wenn der DHL-Zusteller dem Empfänger das Paket nach Hause bringt. Dies erfolgt nach Abschluss der Postverzollung.

Weiterlesen:
Ausführlicher Ratgeber zu Paket & Zoll

Pakete werden vom Zoll durchleutet

Ihre Fragen zum Zoll & Steuern