Ratgeber zur Registrierung als Selbstverzoller

Als Selbstverzoller muss man alle Postpakete beim örtlichen Zollamt abholen

Wie registriere ich mich als Selbstverzoller?

Klicken Sie auf diese Seite bei dhl.de und füllen das Formular aus. In der Box oben im Formular bitte "Registrierung als Selbstverzoller" auswählen.



Was bedeutet Selbstverzollung?

Selbstverzollung bedeutet, dass alle zollpflichtigen Auslandssendungen von Deutsche Post DHL beim örtlichen Zollamt in der Nähe des Empfängers hinterlegt werden. Vorteil: Die Auslagepauschale der Deutschen Post in Höhe von 6 Euro entfällt.

Als Selbstverzoller bekommen Sie Auslandssendungen nicht mehr nach Hause geliefert, so dass die Deutsche Post DHL mit der Zollabfertigung nichts mehr zu tun hat. Deshalb werden keine 6 Euro Gebühren berechnet.

Weiterhin zur Hausanschrift geliefert werden Sendungen unterhalb der Zollfreigrenze (45 Euro bei privaten Geschenkpaketen) und sogenannte IOSS-Pakete. Für letztere übernimmt der Absender die Zahlung der Einfuhrabgaben.

► Die Registrierung als Selbstverzoller lohnt sich, wenn die Fahrtkosten zu Ihrem nächstgelegenen (Haupt-) Zollamt günstiger sind als die 6 Euro Postgebühren. Eine Suchfunktion für Zollämter in Ihrer Gegend gibt es hier auf zoll.de. Weil nichts jedes Zollamt Postsendungen abfertigt, rufen Sie dort ggf. kurz an, um sich nach dieser Möglichkeit zu erkundigen.

Das Selbstverzoller-Verfahren funktioniert nur für Briefe, Päckchen und Pakete die von Deutsche Post DHL als Standardsendung befördert werden. Bei Paketen von DHL Express funktioniert die Selbstverzollung nicht.

Bei anderen Paketdiensten wie UPS, FedEx, DPD, Hermes oder GLS ist nach Erfahrung der Paketda-Redaktion ebenfalls keine Selbstverzollung möglich. Eine Ausnahme besteht, wenn die Zollabfertigung über den Dienstleister GdSK (www.gdsk.de) erfolgt. Bei der GdSK-Selbstverzollung wird das Paket jedoch nicht zum Zollamt in Ihrer Nähe gebracht, sondern verbleibt im Paketzentrum. Deshalb raten wir Privatkunden davon an. Würde der Zoll z.B. eine Beschau der Ware anordnen, müssten Sie zum Paketzentrum reisen, was unverhältnismäßig aufwändig und teuer wäre.



Probleme mit der Selbstverzollung

Nutzer berichten uns regelmäßig, dass die Registrierung als Selbstverzoller von der Deutschen Post nicht beachtet wird.

Wahrscheinlich hat das praktische Gründe, denn die Deutsche Post muss die Adresse jeder Sendung aus einem Nicht-EU-Land gegen die Datenbank mit registrierten Selbstverzollern abgleichen. Angesichts zehntausender Auslandssendungen pro Tag erscheint das in der Praxis schwierig bis unmöglich.

Viele Auslands-Sendungen werden im IPZ Frankfurt auch einfach durchgewunken, also vom Zoll und der Deutschen Post gar nicht genauer angeguckt.

Hinzu kommen unterschiedliche Adress-Schreibweisen und Probleme ausländischer Versender mit ä, ö, ü, ß. Ist der Empfänger auf dem Paketetikett nicht so geschrieben wie bei der Selbstverzoller-Registrierung angegeben, kann es bei der Post Zuordnungsprobleme geben.

Unklar ist, warum die Deutsche Post die Registrierung als Selbstverzoller überhaupt anbietet, wenn das Verfahren so unzuverlässig funktioniert.

Immerhin ist es möglich, die 6-Euro-Auslagepauschale von DHL erstattet zu bekommen, wenn sie irrtümlich kassiert wurde. Nutzen Sie dafür bitte dieses Formular auf dhl.de und wählen in der oberen Box "Problem mit der Selbstverzollung" aus. Tragen Sie außerdem die Sendungsnummer ein und als Begründung, dass die Sendung an der Hausanschrift zugestellt wurde, anstatt beim Zollamt hinterlegt zu werden.


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