Achtung: Seit den neuen US-Zollvorschriften vom August 2025 ist der Warenversand in die USA stark eingeschränkt.
Mit DHL Päckchen und DHL Paket können Privatkunden derzeit nur noch private Geschenkpakete bis 100 US-Dollar Warenwert in die USA schicken. Handelsware, verkaufte Gegenstände und Geschenke über 100 US-Dollar sind mit DHL-Standardversand für Privatkunden derzeit nicht möglich. Dafür müssen Kurierdienste wie DHL Express, UPS oder FedEx genutzt werden.
Eine seltene Ausnahme besteht bei briefähnlichen Sendungen der Versandart UPS Mail Innovations. Einige Versandhändler in den USA nutzen diese Versandart; die Zustellung in Deutschland erfolgt hierbei durch die Deutsche Post.
Seit dem 29.08.2025 gelten in den USA neue Zollvorschriften. Die frühere 800-Dollar-Freigrenze für viele Warenimporte wurde abgeschafft. Ausgenommen bleiben im postalischen Versand im Wesentlichen nur noch private Geschenkpakete bis 100 US-Dollar Warenwert sowie reine Dokumentensendungen.
Für Privatkunden bedeutet das: Mit DHL Päckchen und DHL Paket können derzeit nur noch eindeutig als Geschenk gekennzeichnete private Sendungen bis 100 US-Dollar in die USA verschickt werden. Handelsware, eBay-Verkäufe und Geschenke mit höherem Wert sind mit DHL-Standardversand für Privatkunden aktuell nicht möglich.
Eine Ausnahme gilt für DHL-Geschäftskunden. Seit dem 25.09.2025 können DHL-Vertragskunden wieder Standardpakete in die USA versenden. Für Privatkunden bleibt der Standardversand stark eingeschränkt.
Wer derzeit Waren oder höherwertige Geschenke in die USA schicken möchte, muss auf Kurierdienste wie DHL Express, UPS oder FedEx ausweichen. Dabei können allerdings deutlich höhere Versandkosten und zusätzliche Verzollungsentgelte entstehen.
Mehrere ausländische Postgesellschaften haben inzwischen Verfahren eingeführt, bei denen Einfuhrabgaben bereits beim Versand berechnet und im Voraus bezahlt werden. Solche Systeme werden häufig als DDP-Verfahren bezeichnet: Delivered Duty Paid.
DHL hat für Privatkunden in Deutschland bislang keine Lösung für den postalischen Standardversand in die USA bereitgestellt. Privatkunden können zwar ohne Einschränkungen mit DHL Express in die USA versenden, doch das Porto ist viel teurer als bei DHL-Standardpaketen.
Expresspakete können Sie in der DHL-Onlinefrankierung buchen, indem Sie dort im oberen Seitenbereich von "Standard" auf "Express" wechseln. Achtung: Beim Expressversand (egal ob mit DHL, Fedex oder UPS), müssen Sie Ihrem Paket eine Handelsrechnung beifügen. Bei Geschenkpaketen erstellen Sie bitte eine sog. Proforma-Handelsrechnung.
Beim Versand in die USA sind viele Waren verboten oder problematisch. DHL verbietet außerdem Gefahrgut in Auslandspaketen. Dazu gehören unter anderem Akkus, Batterien sowie Geräte mit eingebauten Akkus.
Problematisch oder verboten sind insbesondere:
Wenn Sie Zweifel haben, ob die Einfuhr eines bestimmten Produkts erlaubt ist, packen Sie es besser nicht ins Paket. Eine einzige unzulässige Ware kann dazu führen, dass die gesamte Sendung zurückgeschickt oder beschlagnahmt wird.
Lesen Sie ergänzend:
Ein Standardbrief bis 20 Gramm von Deutschland in die USA kostet 1,25 Euro. Ein Kompaktbrief bis 50 Gramm kostet 1,80 Euro, ein Großbrief bis 500 Gramm 3,30 Euro und ein Maxibrief bis 1 kg 6,50 Euro. Stand: 1/2026.
Seit 2019 gilt bei der Deutschen Post ein Verbot des Warenversands in Auslandsbriefen. In Briefen dürfen nur Dokumente verschickt werden.
Ein DHL-Päckchen M in die USA bis 2 kg kostet 22,49 Euro. Ein DHL-Paket bis 5 kg kostet 47,99 Euro, ein 10-kg-Paket 77,99 Euro und ein 20-kg-Paket 142,99 Euro. Stand: 01/2026.
Wichtig: Diese Preise bedeuten nicht, dass jede Sendungsart derzeit tatsächlich für Privatkunden buchbar ist. Wegen der US-Zollregeln können DHL Päckchen und DHL Paket für Privatkunden derzeit nur für private Geschenkpakete bis 100 US-Dollar genutzt werden.
UPS-Pakete sind nach Praxiserfahrungen der Paketda-Redaktion häufig schneller als DHL-Standardpakete, aber teurer. Für wichtige Sendungen ist UPS Expedited oft eine sinnvolle Option. DHL Express und FedEx sind ebenfalls möglich, aber meist deutlich teurer.
Hermes, DPD und GLS bieten für Privatkunden keinen Paketversand in die USA an.
Tipp: Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Paketdienstes nicht nur den Preis. Beim Versand mit Deutsche Post DHL wird die Sendung in den USA an USPS übergeben. Bei UPS bleibt das Paket dagegen im UPS-Netzwerk. Dadurch gibt es weniger Übergabeschnittstellen und ein einheitliches Tracking.
| Versandart | Typische Laufzeit | Hinweis |
|---|---|---|
| DHL Paket Standard | ca. 2 bis 3 Wochen | Derzeit für Privatkunden nur als Geschenk bis 100 USD möglich |
| DHL Express | ca. 1 Woche | Schnell, aber deutlich teurer |
| UPS Expedited | ca. 1 Woche | Nach Paketda-Erfahrung oft zuverlässiger als postalischer Versand |
| Briefe und Einschreiben | ca. 1 bis 2 Wochen | In der Praxis auch länger möglich |
| Weihnachtssaison | bis 4 Wochen oder länger | Besonders ab Ende November Verzögerungen einplanen |
Bei USA-Paketen entstehen Verzögerungen häufig an den Übergabeschnittstellen zwischen DHL und USPS sowie bei der Zollabfertigung. In Spitzenzeiten vor Weihnachten kann der Export erheblich länger dauern.
Auf Briefen in die USA ist ein blauer Priority-Aufkleber empfehlenswert. Den Aufkleber gibt es kostenlos in Postfilialen oder hier zum Ausdrucken. Bei Paketen ist kein Priority-Aufkleber notwendig.
Für alle Pakete und Päckchen mit Wareninhalt in die USA ist eine Zollinhaltserklärung Pflicht. Kaufen Sie den Paketschein am besten per Onlinefrankierung. Dann werden Sie durch die Erstellung der notwendigen Zollformulare geführt.
In der Zollinhaltserklärung müssen alle Waren einzeln aufgeführt werden. Außerdem müssen Warenwert, Menge, Gewicht und Beschreibung korrekt angegeben werden.
Zusätzlich ist bei jeder Warenposition das Ursprungsland erforderlich. Gemeint ist das Herstellungsland der Ware, häufig erkennbar an Angaben wie „Made in Germany“ oder „Made in China“.
DHL empfiehlt außerdem die Angabe der Zolltarifnummer. Bei Handelswaren ist die Zolltarifnummer verpflichtend, bei privaten Geschenkpaketen nicht immer, aber empfehlenswert.
Bei Verkäufen und gewerblichen Sendungen ist zusätzlich eine Handelsrechnung erforderlich. Derzeit sind solche Sendungen mit DHL Päckchen und DHL Paket für Privatkunden in die USA jedoch nicht möglich.
Bei Geschenken oder privaten Gegenständen ohne Geldfluss kann eine Proformarechnung sinnvoll oder je nach Versanddienst erforderlich sein. Sie dient nur Zollzwecken und dokumentiert den geschätzten Warenwert.
Lesen Sie dazu:
Ab 1.000 Euro Warenwert verlangt der deutsche Zoll eine elektronische Ausfuhranmeldung mit Ausfuhrbegleitdokument.
Bei Geschenkpaketen in die USA muss der Warenwert auf der Zollinhaltserklärung angegeben werden. Der Empfänger kann diesen Wert deshalb grundsätzlich sehen.
Derzeit gilt: Private Geschenkpakete können mit DHL Päckchen und DHL Paket nur bis zu einem Warenwert von 100 US-Dollar in die USA verschickt werden. Die Sendung muss eindeutig als Geschenk gekennzeichnet sein.
Es ist nicht erlaubt, eine größere Sendung künstlich auf mehrere kleine Pakete aufzuteilen, um unter der 100-Dollar-Grenze zu bleiben.
Für Geschenksendungen über 100 US-Dollar oder für Handelsware müssen Kurierdienste wie DHL Express, UPS oder FedEx verwendet werden. Dabei können zusätzlich hohe Verzollungsentgelte entstehen, sogenannte Brokerage Fees.
Wichtig: Pakete in die USA sollten keinen Alkohol, keinen Tabak, keine E-Zigaretten, keine problematischen Nahrungsergänzungsmittel, kein Parfum und keine alkoholhaltigen Kosmetika enthalten.
Hinweis zur Paketversicherung: DHL-Pakete sind standardmäßig bis 500 Euro versichert. Eine Höherversicherung ist je nach Inhalt möglich, gilt aber nicht für alle Warenarten. Bargeld, Edelmetalle, Schmuck und andere Wertgegenstände unterliegen besonderen Beschränkungen.
Viele Nutzer möchten persönliche Gegenstände in die USA schicken, zum Beispiel Kleidung, Schuhe, Brillen oder Haushaltsgegenstände. Häufig geht es um Kinder im Schüleraustausch oder um persönliche Sachen, die nachgeschickt werden sollen.
Empfehlung: Notieren Sie auf der Zollinhaltserklärung den Zusatz: Personal effects of the recipient
Das bedeutet „persönliche Gegenstände des Empfängers“. Zusätzlich ist es hilfreich, wenn Absender und Empfänger denselben Nachnamen tragen, weil der US-Zoll dann eher ein Verwandtschaftsverhältnis vermutet.
Wenn Kaufquittungen vorhanden sind, die auf den Namen des Empfängers ausgestellt sind, können Kopien außen am Paket in einer transparenten Dokumententasche befestigt werden. Das ist aber in der Praxis nicht immer möglich.
Eine Paketda-Nutzerin berichtete, dass sie persönliche Gegenstände als „used personal items“ beziehungsweise „Luggage (used personal items for travelling)“ deklariert hat. Der Zoll öffnete nur die Klarsichthülle mit den Zollunterlagen, nicht das Paket selbst. Die Sendung kam nach 19 Tagen an der US-Westküste an.
Eine Gewähr für die Zollbehandlung kann Paketda nicht übernehmen. Die endgültige Entscheidung trifft der Zoll im Einzelfall.
Beim Versand mit Deutsche Post DHL wird die Sendung in den USA an USPS übergeben. Erfahrungsgemäß aktualisiert USPS die Sendungsverfolgung oft schneller als DHL.
Paketda empfiehlt deshalb, ab dem Eintreffen der Sendung in den USA zusätzlich die USPS-Sendungsverfolgung zu nutzen: USPS Tracking
Die deutsche Sendungsnummer bleibt während der gesamten Transportstrecke unverändert, zum Beispiel CY123456789DE für Pakete oder RM123456789DE für Einschreiben.
Gleiches gilt für Sendungen von Amerika nach Deutschland. US-Sendungsnummern im Format CX123456789US oder RX123456789US funktionieren bei dhl.de oder dhl.com.
An den Übergabestellen zwischen DHL und USPS entstehen oft Verzögerungen. Manchmal zeigt USPS bereits einen neuen Status, während bei DHL noch kein Update sichtbar ist – oder umgekehrt.
DHL-Pakete in die USA werden über das IPZ Frankfurt exportiert. Nach dem Status „Die Sendung wird ins Zielland transportiert und dort an die Zustellorganisation übergeben“ kann es mehrere Tage bis zum nächsten Status dauern. In Spitzenzeiten vor Weihnachten können USA-Pakete sogar deutlich länger im Export hängen.
Hinweis zur USPS-Meldung Moving Through Network / In Transit to Next Facility: Diese Meldung ist häufig kein echter Scan, sondern eine automatische Systemmeldung, wenn längere Zeit kein neuer Scan erfolgt ist. Erst wenn die Meldung länger als etwa eine Woche unverändert bleibt, ist erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll.
Einige Amazon-USA-Sendungen mit der Versandart „Prime International“ beginnen mit AW.... Diese Sendungen werden häufig über Asendia transportiert, obwohl bei Amazon teilweise andere Paketdienste angezeigt werden.
Paketda empfiehlt, Sendungen von Amazon USA nicht an Packstationen oder Postfilialen in Deutschland zu adressieren. Diese werden nämlich nur von DHL beliefert, während internationale Amazon-Sendungen auch an andere Paketdienste übergeben werden können. Sendungen, die von anderen Paketdiensten (wie z.B. DPD) befördert werden, können nicht an DHL-Packstationen und DHL-Filialen zugestellt werden.
USPS betreibt mehrere internationale Sortierzentren. Die Standortkürzel können in der Sendungsverfolgung auftauchen.
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