Elektronische Produkte mit eingebauten Akkus oder Batterien (z. B. Smartphones, E-Zigaretten, Kameras) gelten bei Lufttransport als Gefahrgut. Soll ein solches Produkt ins Ausland versandt werden, z.B. aufgrund einer Retoure oder eines eBay-Verkaufs, kann es durch die Exportkontrolle (Röntgen) entdeckt und gestoppt werden.
Empfehlung von Paketda:
Wenn möglich, entfernen Sie Akkus vor dem Versand. Der Empfänger sollte Ersatzakkus vor Ort kaufen.
Wichtig bei DHL:
Beispielhafte Gefahrgüter sind Akkus, Batterien, Parfum (wegen Alkohol), Spraydosen.
Offizielle Infoseite: www.deutschepost.de/brief-international/gefahrgut
Innerhalb Deutschlands erlaubt DHL bestimmte Mengen an Batterien im Paket.
Die vollständigen Regeln finden Sie im offiziellen DHL-PDF:
Wichtige Unterscheidungen:
Beispiel: Eine einzelne Powerbank ist gefährlicher als ein Gerät mit fest verbautem Akku.
Autobatterien:
DHL erlaubt sie nur eingeschränkt. UPS nur für Firmenkunden mit spezieller Gefahrgutlizenz.
Mehr dazu: UPS Gefahrgutrichtlinie
⚠️ Die meisten Paketdienste erlauben Privatkunden keinen Akkutransport per Luftpost.
🔗 www.paket-international.com / www.weltweitversenden.de
Dieser Anbieter ist auf den Versand von Gefahrgut spezialisiert, darunter auch Lithium-Ionen-Batterien und Geräte mit eingebauten Akkus. Die Webseite informiert für jeden einzelnen Versandtarif detailliert, in welcher Form Batterien zugelassen sind – beispielsweise in Geräten verbaut, mitgeliefert im Karton oder lose verpackt.
Besonders erwähnenswert: FedEx-Versand ist hier auch für Privatkunden zu vergleichsweise günstigen Preisen möglich – ein Angebot, das sonst nur selten zu finden ist.
📌 Hinweis: Der Dienst wurde von einem Paketda-Nutzer empfohlen, jedoch nicht redaktionell getestet oder bewertet. Rückmeldungen zur Servicequalität von paket-international.com / weltweitversenden.de können gern per E-Mail an info@paketda.de geschickt werden.
Kennzeichnen Sie Gefahrgutpakete bitte mit einem der folgenden Warnaufkleber.
Weitere Infos:
Für Batterien >100 Wh gelten andere Vorschriften. Diese dürfen meist nur mit Sondervertrag versendet werden (z. B. mit UPS als Geschäftskunde).
Im Sommer 2024 erhielten wir bei Paketda mehrere Rückmeldungen von UPS-Kunden, dass der Auslandsversand von Batterien und Akkus eingeschränkt wurde. Angeblich soll der Versand nur noch für Absender mit "geprüfter Kundennummer" möglich sein, also für gewerbliche Versender / Firmenkunden.
Inzwischen hat sich die Situation evtl. verbessert. Ein Privatkunde berichtete uns im März 2025 von einem erfolgreichen Paketversand in die USA. Er kennzeichnete das Paket mit dem Aufkleber UN 3481 (Lithium-Ionen-Batterie im Gerät). Nach 3-tägigem Aufenthalt im UPS-Paketzentrum Köln wurde das Paket exportiert und in den USA zugestellt.
Mit UPS ist der Versand von Akkus und Batterien generell nur möglich, sofern sie Bestandteil eines Geräts sind (z.B. Smartphone). Ablauf:
Wir empfehlen anstelle einer Direktbuchung bei ups.de lieber die Buchung beim Versandvermittler paket-international.com / weltweitversenden.de (siehe oben).
Bei uns melden sich regelmäßig Kunden, deren DHL-Pakete wegen Gefahrgut nicht exportiert wurden. Es ist erfahrungsgemäß schwierig, das Porto von DHL erstattet zu bekommen. Man kann argumentieren, dass DHL die Transportleistung großteils nicht erbracht hat, weil das Paket ja innerhalb Deutschlands gestoppt wurde. Davon lässt sich der DHL-Kundenservice aber wahrscheinlich nicht beeindrucken.
Als Betroffene/r können Sie versuchen, eine Rückerstattung zu erhalten, indem Sie ein Schlichtungsverfahren bei der Bundesnetzagentur beantragen. Oder Sie machen den Fall in Medien öffentlich, z.B. regionale Tageszeitung, um dadurch Druck auf DHL auszuüben.
Im Sommer 2022 berichtete bild.de über eine Kundin, die versehentlich einen Karton mit Gefahrgutsymbol verwendete, obwohl sie nur harmlose Geschenke in die USA schickte. Aufgrund des Gefahrgutsymbols stoppte DHL den Export. 90 Euro Porto bekam die Kundin erst erstattet, nachdem sie sich an Bild.de wandte.
Alle Informationen in diesem Artikel sind nach bestem Wissen zusammengestellt, jedoch ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Aktualität. Je nach Produkt, Zielland, Transportart (Luft/Land/See) gelten unterschiedliche Regeln.
👉 Bitte kontaktieren Sie im Zweifelsfall den Kundenservice Ihres Paketdienstes.