Tunnel in Aschheim / USA verschärft 2021 Zollanforderungen / UPS gibt in USA hohe Rabatte


Paketzentrum Aschheim bekommt Anbau mit Tunnelverbindung

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die Gemeinde Aschheim eine Erweiterung des dortigen DHL-Paketzentrums genehmigt hat. Um die Sortierkapazitäten zu erweitern, soll ein Neubau entstehen.

Eine Besonderheit ist, dass die alte und neue Sortierhalle durch einen großen Tunnel miteinander verbunden werden. Laut SZ handelt es sich um "einen etwa neun Meter hohen unterirdischen Tunnel für Lastwagen".

Außerdem werden am Paketzentrum neue Parkflächen geschaffen für LKW, Lieferwagen und Autos von Mitarbeitern. Quelle: www.sueddeutsche.de



USA lehnen ab 1.1.2021 Sendungen ohne korrekte Zolldaten ab

Zum 1. Januar 2021 wird die amerikanische Post USPS die Qualitätsschwelle ("quality threshold") für Zollinhaltserklärungen verschärfen. Ab diesem Datum werden laut parcelandpostaltechnologyinternational.com alle Auslandssendungen abgelehnt, die falsche oder unvollständige Zollinhaltserklärungen haben. Außerdem müssen die Zolldaten elektronisch an USPS übermittelt werden.

DHL erfasst schon seit Juli 2020 digitale Zolldaten für Pakete in die USA (Paketda berichtete). Ob eine Zollinhaltserklärung plausibel ausgefüllt ist, überprüft DHL jedoch nicht. Kunden sollten deshalb im eigenen Interesse darauf achten, spezifische Produktbezeichnungen anzugeben, also nicht bloß "Bekleidung" sondern besser "Pullover aus Wolle".

Im Fachmagazin parcelandpostaltechnologyinternational.com warnt ein Experte* vor den verschärften Einfuhrvorschriften:

"Ab dem 1. Januar wird von den Postgesellschaften ausnahmslos erwartet, dass sie vollständige und gültige Daten über alle eingehenden Postpakete in die USA liefern. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge bedeutet dies, dass wahrscheinlich mehrere hundert Millionen Pakete zurückgewiesen und in die Ursprungsländer zurückgeschickt werden. Ein solches Volumen wird nicht nur immense logistische Herausforderungen mit sich bringen, sondern auch ernsthafte Auswirkungen auf die Luftfrachtkapazität haben".

* Der Experte arbeitet für ein Unternehmen, das eine Zolldaten-Software vertreibt. Das Szenario mit 100 Millionen abgelehnter Pakete könnte er aus Eigeninteresse übertrieben dargestellt haben.

Im Postal Hub Podcast spricht eine andere Expertin über das gleiche Thema. Sie hält es für unwahrscheinlich, dass nicht-zollkonforme Sendungen vernichtet werden. Sendungen bei USPS oder bei Zollbehörden zu lagern, kommt mangels Lagerkapazitäten wahrscheinlich auch nicht in Frage.

Die Expertin wirft auch die Frage auf, ob Zollbehörden überhaupt in der Lage sein werden, unvollständige oder falsche Zolldeklarationen zu erkennen. Weil nicht alle Sendungen händisch kontrolliert werden können, muss es mit Software geschehen. Derartige Software muss neu entwickelt werden.



UPS gewährt US-Kunden hohen Rabatt

In Amerika hat UPS eine Rabattaktion gestartet. Kunden sparen 25% mit der Versandart UPS Ground Shipment (innerhalb der USA) und 45% auf Luftfracht-Sendungen. Der Luftfracht-Rabatt gilt innerhalb der USA und für Pakete nach Kanada und Mexiko. Quelle: PDF auf ups.com

Außerdem hat UPS in den USA eine Flatrate eingeführt, bei der nur die Paketgröße zählt. Die Entfernung zwischen Absender und Empfänger spielt keine Rolle. Das ist eine Neuheit, weil Sendungen von der Ostküste an die Westküste üblicherweise teurer sind als Sendungen zwischen zwei benachbarten US-Bundesstaaten. Quelle: Infoseite auf ups.com.


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