Paketkasten-Vergleich & Ratgeber

Der Briefkasten für Pakete nennt sich Paketkasten und kann eines oder mehrere Pakete entgegennehmen und sicher aufbewahren. Sozusagen die private Packstation für zu Hause.

Die Paketda-Redaktion hat diesen Marktüberblick unabhängig und neutral recherchiert, ohne Einfluss der Paketkasten-Hersteller. Weil der Markt für Paketkästen stark in Bewegung ist, kommen oft neue Hersteller und Modelle hinzu. Für Vollständigkeit und Aktualität der Infos können wir deshalb nicht haften.

Inhaltsverzeichnis

  1. Klassische Paketkästen, freistehend oder zur Wandmontage
  2. Faltbare Paketkästen und Pakettaschen
  3. Paketkasten-Anlagen für Mehrfamilienhäuser
  4. Steuerungstechnik von PAKETIN und Parcellock
  5. Montage und Sicherheit eines Paketkastens

Klassische Paketkästen, freistehend oder zur Wandmontage

Legende: Das Symbol beschreibt den Öffnungsmechanismus des Paketkastens. Mechanische Schlösser sind preiswerter und häufig wartungsärmer als elektronisch gesteuerte Schlösser.
Das Symbol beschreibt, ob ein Paketkasten am gleichen Tag mehrere Pakete unterschiedlicher Paketdienste aufnehmen kann. Mechanische Schlösser haben oft den Nachteil, dass die Kästen nach dem ersten Verschließen für nachfolgende Paketdienste nicht mehr zugänglich sind (bis sie vom Besitzer geleert wurden). Eine Ausnahme bilden Rutschmechanismen, bei denen Pakete über eine Art Falltür in den Paketkasten gelangen.


DHL Paketkasten
∼ ab € 100
2 Größen
Elektronisch mit NFC-Schlüsselchip (nur DHL-Pakete)
Ja

eBoxx von Burg Wächter
∼ ab € 200
6 Größen
Einrastverschluss oder elektronisch mit Parcellock
Mehrfach-Einlage nur mit Parcellock

Paketkästen von ME-FA
∼ ab € 200
4 Größen
Paketrutsche
Mehrfach-Aufnahme bei Modellen mit Rutsche.

Brizebox: Erfolgsmodell aus UK
∼ ab € 230
3 Größen (kein XXL)
Mechanisch mit Falltür
Ja

Biohort: Kunststoff-Paketbox
∼ ab € 330
1 Größe (XXL)
Vorhängeschloss.
Nein

Paketkästen von HEIBI
∼ ab € 500
4 Größen
Paketrutsche oder elektronisch mit Parcellock
Ja

Renz Paketkasten-Modelle
∼ ab € 500
enorme Größenvielfalt
Mechanisch oder digital (Renz-App beinhaltet DHL & Parcellock)
Bei digital gesteuerten Kästen

B-Box: Die Design-Paketbox
∼ ab € 675
2 Größen oder Sonderanfertigung
Mechanisch
Nein

Paul Wolff: Sichtbeton-Paketkästen
∼ ab € 900
2 Größen mit 1-4 Fächern
PAKETIN-Steuerung (Smartphone)
Ja, mit PAKETIN-Modul.

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Faltbare Paketkästen und Pakettaschen

Wem ein Paketkasten an der Hauswand oder im Vorgarten zu sperrig ist, sollte sich diese faltbaren Alternativen anschauen. Sie nehmen weniger Platz weg als eine fest installierte Paketbox. Das ist vor allem für Wenigbesteller interessant.

Paketsafe: Ausrollbarer Paketsack
∼ € 180
1 Größe (für Pakete bis ca. 70x40x30cm)
Vorhängeschloss
Keine Mehrfacheinlage unterschiedlicher Paketdienste

»anytime-box«: Faltbar und aus Edelstahl
∼ € 330
1 Größe (für Pakete bis ca. 52x38x34cm)
Mechanisch
Keine Mehrfacheinlage unterschiedlicher Paketdienste

SacPac: Kann auch kühlen
unbekannt, weil noch keine Serienfertigung
2 Größen
Mechanisch
Keine Mehrfacheinlage unterschiedlicher Paketdienste

Paketbutler: Pakettasche mit Elektronik
Kauf: € 249. Miete: € 7,99 mtl.
1 Größe (für Pakete bis ca. 50x30x70cm)
Steuerung per App
Mehrfacheinlage nur möglich bei DHL-Paketen.
paketbutler.com

Huckepackbox: wird an die Tür gehangen
ab € 249 (kann individualisiert werden, dann teurer)
1 Größe (für Pakete bis ca. 40x40x60cm )
Mechanisches Schloss
Keine Mehrfacheinlage
huckepackbox.de

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Paketkasten-Anlagen für Mehrfamilienhäuser

Paketkasten-Anlagen können schnell € 10.000 und mehr kosten. Solche Investments nehmen üblicherweise nur Wohnungsbaugesellschaften auf sich, um den Mietern ihrer Immobilien einen Mehrwert zu verschaffen. Auch für große Unternehmen kann sich eine Paketkasten-Anlage lohnen: Mitarbeiter, die sich private Pakete an den Arbeitsplatz bestellen, können ihre Sendungen direkt aus der Anlage abholen. Dadurch werden Angestellte im Sekretariat bzw. in der Poststelle entlastet.

Paketkasten-Anlagen sind außerdem für Supermärkte und Einzelhändler interessant, die über einen eigenen Onlineshop verfügen. Sie können ihren Kunden mittels Abholstation eine 24h-Abholung von Onlinebestellungen ermöglichen. Auch Parcellock wird im Laufe des Jahres 2018 in dieses Marktsegment einsteigen und entsprechende Steuerungssoftware anbieten (Paketda berichtete darüber).

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Steuerungstechnik von PAKETIN und Parcellock

Die Unternehmen PAKETIN und Parcellock verstehen sich als reine Technik-Anbieter. Ihre Steuerungstechnik kann in Paketkästen anderer Hersteller eingebaut werden, um das Einlegen und Entnehmen von Sendungen digital zu steuern. Auf den Websites von PAKETIN und Parcellock finden Sie Links zu Paketkästen, die mit der jeweiligen Technik ausgestattet sind.

Parcellock
Parcellock ist eine von Hermes, GLS und DPD entwickelte Technik, die es Paketdiensten und anderen Lieferanten erlaubt, Paketkästen zu öffnen. Funktioniert auch bei Lieferungen von DHL.

Paketkästen mit Parcellock-System gibt es von Renz, Burg-Wächter und Heibi. Sie sind etwa € 200 teurer gegenüber Paketkästen mit mechanischem Schloss.

PAKETIN
PAKETIN ist eine Smartphone-Steuerung für alle Paketkästen mit elektrischem Türöffner. Auch Garagentore oder Abstellräume lassen sich so öffnen.

Nachteile: Netzanschluss oder Solarmodul notwendig. Zusteller brauchen Smartphone mit PAKETIN-App. PAKETIN zum Nachrüsten kostet ca. € 150 + lfd. Servicepauschale. Es gibt auch fertige Paketkästen mit PAKETIN-Modul.

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Montage und Sicherheit eines Paketkastens

Paketkästen werden entweder freistehend (auf einem Standfuß) aufgestellt oder hängend an einer Hauswand. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf eines Paketkastens, ob das Material zur Montage beiliegt. Beim DHL-Paketkasten können Sie sogar einen Montageservice mitbuchen.

Der Hersteller ME-FA bietet für seine Paketkästen ein sogenanntes Easy-Mounting-Set an. Dafür werden kein Betonfundament und keine Bohrmaschine benötigt. Stattdessen wird der Paketkasten-Ständer mit Bodenspießen verankert. Diese Spieße sind massive Eisenstangen und nicht mit Zeltheringen zu verwechseln, so dass ein Herausziehen der Bodenspieße mit bloßen Händen nicht möglich ist (diebstahlsicher). Das Easy-Mounting-Set muss separat bei ME-FA-Paketkästen mitbestellt werden. Bei Paketkästen anderer Hersteller erfolgt das Aufstellen durch Andübeln des Metallkastens an die Wand oder auf ein Fundament.

Bei der Standortwahl sollten Sie keinen entlegenen Winkel wählen sondern den Paketkasten dort aufstellen, wo er für den Zusteller gut einsehbar und zugänglich ist. Falls ein Zusteller nämlich neu in Ihrem Bezirk ist und Ihren Paketkasten nicht findet, besteht die Gefahr, dass ein Paket irrtümlicherweise an eine Postfiliale oder einen Paketshop umgeleitet wird. Zu empfehlen ist außerdem eine Kombination aus Paketkasten und Briefkasten, so sparen Sie sich zwei unterschiedliche Anlagen und können Brief- und Paketempfang bündeln. Die unterschiedlichen Modelle stellen wir Ihnen nachfolgend genauer vor.

Ein Diebstahlrisiko besteht beim Paketkasten kaum, weil die Sendungen nur per Schlüssel oder elektronischem Schloss vom Empfänger entnommen werden können. Zudem sind die Pakete in Paketkästen vor Wind und Regen geschützt. Wird ein Paketkasten aufgebrochen und ein Paket gestohlen, deckt den Schaden ggf. die Hausratversichrung ab. Erkundigen Sie sich dazu bei Ihrer Versicherung. Einige Paketkästen beinhalten auch eine Versicherung durch den Hersteller, z.B. bei den Modellen von DHL und Renz.

Um Pakete in einer Paketbox empfangen zu können, müssen Sie i.d.R. jedem einzelnen Paketdienst eine Abstellerlaubnis erteilen. Ausgenommen hiervon ist lediglich der DHL-Paketkasten, weil dieser nur mit Paketen funktioniert, die von DHL geliefert werden und nicht von DPD, Hermes, usw. Die Formulare zur Abstellerlaubnis liegen dem Paketkasten meistens bei, ansonsten können Sie sich auch beim Zusteller erkundigen oder hier bei Paketda.de.

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