Geld, Schmuck und Wertvolles versichert verschicken

Langfinger gibt es überall: Im Supermarkt, im Freibad, in der Fußgängerzone und auch in Brief- und Paketzentren. Deshalb sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie Geld, Gutscheine oder Wertsachen per Brief oder Paket verschicken.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Wertsachen sicher beim Empfänger ankommt. Logistiker nennen wertvolle Güter übrigens Valoren (sprich: Walohren).

Infografik zum Wertversand mit Versicherungsgrenzen
Infografik Vollbild


Inhaltsverzeichnis

  1. Unterschied zwischen Valoren der Klassen I und II
  2. DHL Paket: Deutschland | International
  3. Deutsche Post Einschreiben & Wertbrief: Deutschland | International
  4. Detailinfos zum Wertbrief
  5. Geld ins Ausland schicken
  6. Haftungsgrenzen von DPD, Hermes, GLS
  7. Wertkurier für Schmuck, Münzen & Co. über 500 Euro
  8. Verpackungstipp: Unscheinbar und stabil


Unterschied zwischen Valoren der Klassen I und II

Wer mit einem Paketdienst etwas Wertvolles verschicken will, stößt schnell auf die Unterscheidung zwischen "Valoren der Klasse I" und "Valoren der Klasse II". Was bedeutet das?

  • Zu Valoren der Klasse I zählen Wertpapiere wie Flugtickets, Pfandbriefe und Sparbüche. Außerdem hochwertige Gegenstände wie Computer, Tablets, Smartphones, Fotokameras, Luxusprodukte und ähnliches.
  • Valoren der Klasse II sind z.B. Gutscheine, Kreditkarten, Briefmarken, Bargeld, Edelmetalle, Edelsteine, Uhren und Schmuck.

Eine ausführliche Liste mit beispielhaften Gegenständen der Valoren Klasse I und II finden Sie hier als PDF bei dhl.de.

↑ zum Inhaltsverzeichnis


DHL Paket Deutschland

Pakete sind bei DHL standardmäßig bis 500 Euro versichert.

Innerhalb Deutschlands können grundsätzlich keine Valoren der Klasse II im Wert von mehr als 500 Euro verschickt werden. Dafür ist keine Höherversicherung möglich. Eine Höherversicherung kann nur für Valoren der Klasse I hinzugebucht werden. Das kostet 6 Euro Aufpreis für 2.500 Euro Haftung bzw. 18 Euro für 25.000 Euro Haftung. Details hier bei dhl.de.

Stellen Sie sicher, dass der Paketinhalt die Versicherungsgrenze nicht übersteigt. DHL und andere Paketdienste verweigern nach Erfahrungen der Paketda-Redaktion in solchen Fällen die Haftung. Es werden dann nicht mal 500 Euro erstattet sondern 0 Euro. Wenn Sie Produkte verschicken, die teurer als 500 Euro sind, buchen Sie eine DHL-Höherversicherung oder beauftragen den Versand per Wertkurier.

↑ zum Inhaltsverzeichnis


DHL Paket International

Im internationalen Versand unterscheidet DHL die Versandarten "DHL Paket International" und "DHL Parcel Connect".

  • Mit DHL Paket International ist evtl. eine Höherversicherung bis 25.000 Euro buchbar (es kommt auf die Warenart an)
  • Mit DHL Parcel Connect ist laut AGB eigentlich keine Höheversicherung möglich. In der Praxis aber schon.

Die Versandart DHL Parcel Connect gibt es in Ländern, in denen DHL eigene Zustellnetze betreibt oder mit Partnerunternehmen eng kooperiert. DHL Paket International gibt es in allen anderen Ländern, in denen DHL keine eigenen Zustellnetze betreibt, so dass Pakete an die jeweilige staatliche Postgesellschaft im Zielland übergeben werden (Beispiel: USPS in den USA).

In dieser Pressemitteiung vom September 2017 listet DHL alle Länder auf, in denen "DHL Parcel Connect" gilt: Großbritannien, Spanien, Portugal, Russland, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Österreich, Schweden, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Slowenien, Irland, Rumänien, Kroatien und Bulgarien. Seit 01.06.2018 außerdem Luxemburg. Liste ohne Gewähr!

Wenn Sie Pakete in andere Länder als die zuvor genannten verschicken, können Sie im Regelfall eine Höherversicherung bis 25.000 Euro abschließen. Für welche Waren das in Frage kommt, lesen Sie bitte im Infoblatt zulässige Inhalte/Wertgegenstände auf der DHL-Website nach.

Praxistipp: In der DHL-Onlinefrankierung ist eine Höherversicherung auch für solche Länder buchbar, die laut DHL-AGB wegen Parcel-Connect-Versandart eigentlich ausgeschlossen sind. Klicken Sie in der DHL-Onlinefrankierung auf "Services ergänzen" und prüfen, ob die Höherversicherung auswählbar ist.

↑ zum Inhaltsverzeichnis


Einschreiben & Wertbrief Deutschland

Einschreiben und Einwurf-Einschreiben
Innerdeutsche Einwurf-Einschreiben kosten 2,15 Euro Aufpreis zum Standardporto (Stand 11/2018). Die Haftungsgrenze liegt bei 20 Euro. Bei Einwurf-Einschreiben bestätigt der Postbote die korrekte Zustellung in den Briefkasten des Empfängers. Es gibt keine Empfängerunterschrift.

Innerdeutsche Standard-Einschreiben kosten 2,50 Euro Aufpreis zum Standardporto (Stand 11/2018). Die Haftungsgrenze liegt bei 25 Euro. Der Postbote stellt Standard-Einschreiben gegen Empfängerunterschrift zu.

In beiden Einschreibe-Arten ist die Haftung für folgende Inhalte ausgeschlossen: "Geld oder andere Zahlungsmittel, Edelmetalle, Schmuck, Uhren, Edelsteine, Kunstgegenstände, Antiquitäten, Unikate oder sonstige Kostbarkeiten". Außerdem keine Haftung für Wertpapiere, Gutscheine, Tickets, etc. die im Verlustfall nicht gesperrt und erneut ausgestellt werden können.

Erlaubte Sendungsinhalte sind: "Briefmarken, Warengutscheine, einzelne Fahrkarten und einzelne Eintrittskarten", sofern die Wertgrenze von 20 bzw. 25 Euro nicht überschritten wird. Quelle: Deutsche Post AGB Brief National, Stand 11/2018.

Die Paketda-Redaktion empfiehlt: Um etwas Wertvolles zu verschicken, sind Einschreiben nur zweite Wahl. Wählen sie lieber die Versandart Wertbrief.

Wert National
Das Porto für einen innerdeutschen Wertbrief (Wert National) kostet 4,30 Euro Aufpreis zum Standardporto (Stand 11/2018).

Dafür erhalten Sie eine Haftung von maximal 100 Euro (für Bargeld) bzw. maximal 500 Euro beim Versand von Sachwerten wie z.B. Schmuck. Wertbriefe werden ausschließlich gegen Unterschrift zugestellt und bieten dem Absender eine Sendungsverfolgung; also ganz ähnlich wie bei einem Einschreiben. Beachten Sie die Detailinfos zum Wertbrief.

↑ zum Inhaltsverzeichnis


Einschreiben & Wertbrief International

Einschreiben International
Internationale Einschreiben sind bis ungefähr 35-40 Euro versichert; genauer gesagt bis 30 SZR. SZR ist eine internationale Verrechnungseinheit und bedeutet "Sonderziehungsrechte". Auf der Website www.xe.com können Sie 30 SZR zum Tageskurs in Euro umrechnen. Erfahrungsgemäß schwankt der Wert zwischen 35 und 40 Euro.

In internationalen Einschreiben sollten Sie grundsätzlich keine Wertsachen verschicken, weil die AGB der Deutschen Post sehr restriktiv sind. Allenfalls "Briefmarken, Warengutscheine und andere geringwertige Valoren II. Klasse (z. B. Modeschmuck und Werbeartikel)" bis zum Wert von 30 SZR sind erlaubt (vgl. AGB Brief International der Deutschen Post, Stand 3/2018).

Lesen Sie bei Interesse auch: Einschreiben kommt zu spät an: Kunde verklagt Deutsche Post erfolgreich

Wert International
Das Porto für einen Wertbrief ins Ausland kostet 4,50 Euro Aufpreis zum Standardporto (Stand 11/2018). Darin enthalten ist eine Haftung bis 100 Euro.

Die Haftung kann in 100-Euro-Schritten für jeweils 2,50 Euro Aufpreis erhöht werden. Die Haftungshöchstgrenze beträgt 500 Euro. Per Wert International dürfen ausschließlich Sachwerte verschickt werden und kein Bargeld. Beachten Sie weitere Detailinfos zum Wertbrief.

↑ zum Inhaltsverzeichnis




Detailinfos zum Wertbrief

Seit 2014 bietet die Deutsche Post die Versandart »Wertbrief« an. Auf der Website der Deutschen Post finden Sie Details zum Wertbrief National und Wertbrief International

Der Wertbrief wurde eingeführt, weil der Post-Standardbrief keine Haftung im Verlustfall bietet, wenn man Eintrittskarten, Gutscheine, Briefmarken, Geldscheine, Münzen oder Bargeld verschicken möchte.

Bei Wertbriefen ist es verboten, durch den äußeren Anschein den Eindruck eines wertvollen Briefes zu erwecken. Es darf auch nicht die Versandart "Wert" oder "Wertbrief" auf dem Umschlag vermerkt sein. Solche Sendungen nimmt die Post nicht an bzw. falls es doch passiert, dann ohne jeglichen Haftungsanspruch im Verlustfall. Eine Ausnahme ist lediglich das Anbringen einer Zollinhaltserklärung bei Sendungen ins Nicht-EU-Ausland. Auf dem Formular ist eine korrekte Wertangabe für die Verzollung im Zielland notwendig.

Wenn Sie einen Brief als "Wert National" versenden, müssen Sie sich vor dem Abschicken entscheiden, ob die Haftung für 100 Euro Bargeld oder 500 Euro Sachwert gelten soll. Es ist nicht erlaubt, Bargeld und Sachwerte im gleichen Umschlag zu versichern. Sie müssen sich für eines entscheiden. Sachwerte sind sog. Valoren II. Klasse, also z.B. auch Gutscheine und Tickets.

Bei der Versandart "Wert International" ist der Bargeldversand generell ausgeschlossen. Erlaubt sind nur Sachgüter wie z.B. Gutscheine, Eintrittskarten, Schecks, Schmuck, usw.

Für Onlinehändler oder regelmäßige eBay-Verkäufer ist noch wichtig zu wissen, dass Sie maximal 5 Wertbriefe pro Tag verschicken dürfen. Außerdem darf ein einzelner Empfänger max. 1 Wertbrief pro Tag von Ihnen erhalten. Falls Sie dagegen verstoßen, erlischt jegliche Haftung.

Wertbriefe müssen immer am Schalter einer Filiale aufgegeben und bezahlt werden. Eine Frankierung per Briefmarke oder Internetmarke ist nicht möglich. Überschreiten Sie die Wertgrenzen von 100 Euro bzw. 500 Euro nicht, weil das einen kompletten Verlust der Haftung zur Folge hätte.

↑ zum Inhaltsverzeichnis

Bargeldversand via Wertbrief

Geld ins Ausland schicken

Der Versand von Bargeld ins Ausland ist mit der Deutschen Post nicht möglich. Zumindest nicht versichert. Unbenommen bleibt es Ihnen, Bargeld per Standardbrief zu verschicken, dann allerdings ohne Haftung im Verlustfall.

Tipp der Paketda-Redaktion: Wenn Sie jemandem im Ausland Geld senden möchten, nutzen Sie dafür Zahlungsdienste wie z.B. Paypal, Western Union, Moneygram oder Transferwise, und schicken dem Empfänger separat eine Glückwunschkarte per Post oder ein Telegramm. So kann kein Geld auf dem Postweg geklaut werden.

↑ zum Inhaltsverzeichnis




Haftungsgrenzen von DPD, Hermes, GLS (Stand 11/2018, ohne Gewähr)

DPD
DPD-Pakete sind bis 520 Euro versichert. Nur Geschäftskunden können auf Wunsch eine Höherversicherung bis max. 13.000 Euro vereinbaren. Laut den AGB von DPD ist die Haftung für "Geld, Wertpapiere, Kredit-, Bank- oder Debit-Karten, Telefonkarten oder vergleichbare Wertzertifikate" ausgeschlossen. Erlaubt bis 520 Euro sind: "Edelmetalle, Schmuck, Edelsteine, echte Perlen, Pelze, Teppiche, Uhren, Antiquitäten, Kunstgegenstände, Gutscheine und Eintrittskarten".

Hermes
Die Haftung bei Hermes richtet sich nach der Versandart: Für Päckchen beträgt die Haftung bei Verlust max. 50 Euro. Für Hermes-Pakete beträgt die Haftungssumme 500 Euro und für Reisegepäck (Koffertransport) 1000 Euro. Eine Höherversicherung ist bei Hermes nicht möglich. Laut den AGB von Hermes sind vom Versand ausgeschlossen: Geld und andere gültige Zahlungsmittel sowie "Kunstwerke, Antiquitäten, Briefmarken als Sammlerobjekte, übertragbare Handelspapiere, Wertpapiere, Edelmetalle, Edelsteine, Industriediamanten".

GLS
GLS wirbt auf seiner Website mit einer Haftungssumme von 750 Euro für Standardpakete. Achtung, Falle! In den GLS-AGB gibt es eine Klausel, wonach u.a. "wertvolle Güter (z. B. Uhren) im Wert von über € 500,- pro Paket" vom Versand ausgeschlossen sind. Durch diese versteckte Klausel wird die Haftung von 750 Euro erheblich eingeschränkt. Komplett ausgeschlossen ist die Haftung für: Edelmetalle und -steine, echter Schmuck und echte Perlen, Kunst- und Sammlergegenstände, Antiquitäten, Telefonkarten und Prepaid-Karten, Geld und geldwerte Dokumente (z. B. Briefmarken, Wertpapiere, Wechsel, Sparbücher) sowie "Güter, die zwar selbst nur einen geringen Wert besitzen, durch deren Verlust oder Beschädigung aber hohe Folgeschäden entstehen können (z. B. Datenträger mit sensiblen Informationen)".

Privatkunden habe keine Möglichkeit, GLS-Pakete höher zu versichern. Geschäftskunden, die regelmäßig mit GLS verschicken, können den AddOnInsuranceService als Höherversicherung buchen. Eigenen Angaben zufolge liegt die Schadens- und Verlustquote der GLS Gruppe "seit Jahren konstant niedrig bei 0,01 Prozent" (Quelle).

Beachten Sie, dass Paketdienste im Verlustfall manchmal den Wert des Paketinhalts anzweifeln bzw. herabsetzen wollen. Sie müssen deshalb mit Belegen (Kaufquittung) den Wert nachweisen können – ansonsten wird geschätzt. Außerdem erstatten die Paketdienste nur den Zeitwert. Haben Sie z.B. ein teures Smartphone bei eBay verkauft, und es geht beim Transport verloren, wird Ihnen nicht der Neupreis von der Kaufquittung erstattet, sondern nur der momentane Zeitwert. Der Zeitwert bezeichnet den aktuellen Tagespreis einer Ware; darin berücksichtigt ist der Wertverfall (wie beim Gebrauchtwagenkauf). Mehr Infos in unserem Ratgeber »Paket beschädigt, aber Paketdienst zahlt keinen Schadensersatz«.

↑ zum Inhaltsverzeichnis


Wertkurier für Schmuck, Münzen & Co. über 500 Euro

Der Versand von Wertgegenständen der Valoren-Klasse 2 (wie Gold, Silber, Platin, Uhren, Schmuck, Edelsteine, Gemälde und Kunstgegenstände) über 500 Euro innerhalb Deutschlands gestaltet sich oft schwierig. Für Privatkunden besteht i.d.R. keine Möglichkeit, bei den üblichen Paketdiensten eine Höherversicherung abzuschließen.

Es gibt jedoch auf Wertversand spezialisierte Kurierdienste, wie beispielsweise die INTEX GmbH (www.intex-paketdienst.de). Deren Valorenversand wollen wir an dieser Stelle näher vorstellen und zugleich darauf hinweisen, dass INTEX diese Empfehlung nicht "erkauft" oder beeinflusst hat.

Weitere Anbieter sind z.B. wertgutkurier.de und gallewerttransporte.de. Ausschließlich für Geschäftskunden verfügbar ist der Anbieter bertram-juwelierservice.de.

INTEX verfügt in einigen Regionen Deutschlands über eigene Servicestationen und arbeitet im übrigen Bundesgebiet mit dort ansässigen lokalen Kurierunternehmen zusammen. Darüber hinaus ermöglicht INTEX den Wertversand in einige europäische und außereuropäische Ländern wie z.B. die USA.

Weil INTEX keine Paketshops betreibt, werden Wertsendungen grundsätzlich beim Absender abgeholt. Gegen Aufpreis kann dafür ein 2-Stunden-Zeitfenster gebucht werden. Erfolglose Abholversuche werden mit 10 Euro berechnet.

Mit INTEX ist ein deutschlandweiter, europaweiter und sogar weltweiter Wertversand in viele Länder möglich. Innerhalb Deutschlands und nach Belgien kann der zu versichernde Warenwert in Stufen bis 25.000 Euro gewählt werden. Beim Valorenversand in andere Länder beträgt die Haftungsgrenze max. 10.000 Euro. Beachten Sie beim Versand ins Nicht-EU-Ausland die Zollformalitäten sowie mögliche Zusatzkosten für den Empfänger aufgrund von Einfuhrabgaben und Verzollungsgebühren in seinem Land.

Auf der Website von INTEX gibt es einen Preiskalkulator. Beispiel: Ein nationales 3-kg-Paket mt einer Transportversicherung von 5.000 Euro kostet knapp 30 Euro Porto. Teurer wird es bei der Zubuchung von Zeitfenstern für die Abholung bzw. Zustellung. Privatkunden können Transportaufträge bei INTEX online per Paypal oder Sofortüberweisung bezahlen.

Der Versand von Kunstgegenständen, Antiquitäten und Bargeld ist mit INTEX nicht möglich. Ausgeschlossen sind auch Zahlungskarten (z.B. Kreditkarten), historische Sammlermünzen sowie Münzen, deren Materialwert niedriger ist als der Nominalwert (soweit die Münzen gültiges Zahlungsmittel sind).

Wie funktioniert der Versand?
Der Abholfahrer bringt ein sogenanntes Safebag mit (z.B. Marke "Debasafe"). Das ist ein Plastikbeutel mit Sicherheitsverschluss, wie man ihn ähnlich von Duty-Free-Einkäufen an Flughäfen kennt. Der vom Absender verpackte Wertgegenstand wird in Gegenwart des Abholfahrers in das Safebag eingelegt und der Beutel verschlossen. Sollte der Gegenstand zu groß fürs Safebag sein (Safebag-Abmessungen hier), erfolgt der Versand in einem Karton. Der Karton muss mit Sicherheitsklebeband und/oder Siegeletiketten verschlossen werden. Der Zusteller bringt nur das Safebag mit. Für den Versand im versiegelten Karton müssen sich Kunden selbst um das Zubehör kümmern. Sicherheitsklebeband gibt es zum Beispiel bei Amazon oder bei eBay. Es funktioniert ähnlich wie die "Reduziert"-Etiketten auf abgelaufenen Supermarktprodukten. Sicherheitsklebeband lässt sich nicht beschädigungsfrei vom Karton ablösen.

Der Absender erhält von INTEX einen Frachtschein als PDF zugeschickt, der ausgedruckt und geteilt werden muss. Der obere Abschnitt wird ins Safebag eingesteckt, der untere Abschnitt wird vom Abholfahrer quittiert und verbleibt beim Absender. Die Zustellung beim Empfänger erfolgt grundsätzlich gegen Unterschrift. Auf Wunsch und gegen Aufpreis ist auch eine Identprüfung anhand des Ausweises des Empfängers möglich.




↑ zum Inhaltsverzeichnis



Verpackungstipp: Unscheinbar und stabil

Häufig werden Briefumschläge geklaut, die vom äußeren Anschein her auf Glückwunschpost schließen lassen. Auch Briefe oder Pakete, die mit Aufklebern zu Ostern oder Weihnachten verziert sind, lassen private Glückwunschkarten vermuten und könnten Diebe anziehen. Verzichten Sie deshalb auf äußere Verzierungen der Sendung.

Ihr Brief bzw. Paket sollte so unscheinbar wie möglich aussehen. Medienberichten zufolge weckt auch die Handschrift älterer Menschen das Interesse von Briefdieben. Denn hier ist die Quote von Geldsendungen besonders hoch. Idealerweise nutzen Sie einen am PC ausgedruckten Adressaufkleber.

Brief- und Paketdienste überwachen ihre Sortierzentren mit Videokameras, deshalb finden dort eher selten Diebstähle statt. Häufiger kommt es vor, dass Subunternehmer, die z.B. Briefkästen leeren, lange Finger machen. Manchmal liest man in Zeitungen auch von Briefträgern, die Berge geklauter Post in ihrer Wohnung bunkerten.

Weil Standardbriefe keine Sendungsverfolgung haben, sind Diebstähle schwierig aufzuklären. Die Deutsche Post nutzt dafür z.B. Fangbriefe, die von Konzerndetektiven an bestimmten Stellen im Postsystem eingeschleust werden und die Aufmerksamkeit von Dieben auf sich ziehen sollen. Wird ein Fangbrief gestohlen, lässt sich der Dieb relativ gut eingrenzen. Leichter sind Diebstähle von Paketen, Einschreiben und Wertbriefen aufklärbar. Diese Sendungen werden an mehreren Stellen im Transportprozess gescannt. Deshalb lassen sich Unterschlagungen durch Mitarbeiter gut nachvollziehen und aufdecken.

Achten Sie außerdem auf eine stabile Umverpackung. Bei schweren und/oder scharfkantigen Gegenständen (wie z.B. Münzen, Goldbarren oder Schmuck) ist eine Kartonverpackung empfehlenswert. Denn Luftpolsterumschläge können in den Sortiermaschinen leicht aufreißen.

Schmuck versenden

↑ zum Inhaltsverzeichnis


Abschließender Hinweis

Alle Angaben in diesem Ratgeber wurden im September 2018 recherchiert, dennoch kann die Paketda-Redaktion für die Richtigkeit keine Gewähr übernehmen. Bitte informieren Sie sich vor dem Versand auf der Internetseite des Brief- bzw. Paketdienstes über die aktuell gültigen Konditionen.








Ihre Fragen zum Thema Wertversand