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Gelber Aufkleber auf Brief wegen fehlendem Porto

Inhaltsverzeichnis

  1. Was bedeutet ein gelber Aufkleber auf meinem Brief?
  2. Neues Verfahren 2024
  3. Altes Verfahren
  4. Was droht bei gefälschten Marken?
  5. Fragen von Nutzern


Was bedeutet ein gelber Aufkleber auf meinem Brief?

Die Deutsche Post verwendet zwei unterschiedlich gelbe Aufkleber (siehe nachfolgende Grafik).

  • Der kleine, gelbe Aufkleber mit Matrixcode wird zur Sortierung von Briefen mit unleserlicher Anschrift verwendet und ist harmlos.
  • Der große, gelbe Aufkleber weist auf eine unzureichende Frankierung hin. Der Absender hat zu wenig Porto aufgeklebt.

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, was zu tun ist, wenn Sie einen falsch frankierten Brief versendet haben und ihn mit einem großen, gelben Aufkleber zurückerhalten.

Zwei gelbe Aufkleber der Deutschen Post

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Neues Verfahren seit September 2024

Hat Ihnen die Deutsche Post einen unzureichend frankierten Brief zurückgesandt, so müssen Sie den Brief komplett neu verpacken und neu frankieren. Die Briefmarken auf dem zurückgeschickten Kuvert sind verbraucht und können nicht erneut verwendet werden.

Ist auf einem unzureichend frankierten Brief kein Absender angegeben, versucht die Post, vom Empfänger Nachporto zu verlangen. Mehr dazu in diesem Ratgeber.

So sieht das neue, gelbe Label seit September 2024 aus. In Fettschrift ist angegeben, mit welcher Portostufe Ihr Brief korrekt frankiert werden muss. Das aktuelle Briefporto finden Sie hier.

Gelber Aufkleber wegen falscher Frankierung

Der QR-Code verlinkt auf eine Website der Deutschen Post mit ausführlichen Informationen zu möglichen Rücksendegründen: deutschepost.de/rueckgabegrund.

Häufige Rücksendegründe sind:

  • Überschreitung von Maximalmaß oder Höchstgewicht. Infos in unserer Portotabelle.
  • Zu wenig Porto auf quadratischen Briefen. Weil sie höheren Sortieraufwand verursachen, verlangt die Post Großbrief-Porto (1,80 Euro) für quadratische Briefe.
  • Briefumschläge in kräftigen Farben müssen als Kompaktbrief für 1,10 Euro verschickt werden. Bei Standardbriefen (0,95 Euro) sind nur Weiß und Pastellfarben erlaubt.

Wie tolerant ist die Post? Gerüchteweise soll es bei der Deutschen Post eine Toleranzschwelle von 1-2 Gramm geben. Überschreitet Ihr Brief das Höchstgewicht nur leicht, droht vermutlich keine Rücksendung. Hierzu liegen uns jedoch keine genaueren Erkenntnisse vor.

Das erhöhte Porto für farbige Briefumschläge lässt sich vermeiden, indem Sie weiße Adressaufkleber verwenden. Dann ist die Anschrift von den Sortiermaschinen automatisch lesbar.

Tipp: Auf deutschepost.de können Sie sich eine Formatschablone bestellen, um die korrekte Portostufe für Briefsendungen zu ermitteln. Bei der Dicke ist zu beachten, dass Briefe nicht gequetscht werden dürfen, um durch die Schablone zu passen.

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Hinweise:

Sie brauchen das Briefporto nicht exakt passend aufkleben. Das sogenannte Überfrankieren ist erlaubt. Anstatt einer 85-Cent-Briefmarke dürfen Sie freiwillig auch 86, 90, 100 Cent oder mehr aufkleben.

Anderes Beispiel: Falls Sie nur eine 70-Cent-Marke haben und mehr Porto benötigen, können Sie den Differenzbetrag in einer Postfiliale nachzahlen. Dort wird ein Ergänzungslabel mit dem fehlenden Betrag aufgeklebt.

Verwenden Sie bitte keine Internetmarken, um damit klassische Briefmarken zu ergänzen. Diese sogenannte Mischfrankierung ist verboten.


Altes Verfahren

Bis Ende August 2024 blieben Briefmarken auf unzureichend frankierten Briefen gültig. Der Absender erhielt die Sendung mit einem gelben Hinweis-Aufkleber zurück, konnte das fehlende Porto mit zusätzlichen Briefmarken ergänzen und den Brief erneut absenden.

Seit September 2024 funktioniert das nicht mehr. Ein unzureichend frankierter Brief muss komplett neu verpackt und neu frankiert werden.

Unverändert bleibt diese Regel: Befindet sich auf dem Brief keine Absenderadresse, versucht die Deutsche Post, das Porto vom Empfänger zu kassieren.

Altes Label mit Hinweis auf unzureichendes Porto
Brief mit zu wenig Porto und gelbem Aufkleber

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Was droht bei absichtlich unfrankierten Briefen oder gefälschten Marken?

Durch ungestempelte, abgelöste und wiederverwendete Briefmarken entstehen Postgesellschaften hohe Einnahmeverluste. Außerdem gibt es professionelle Briefmarkenfälscher, die Ware bei eBay anbieten.

Kaufen Sie Briefmarken nur in offiziellen Postfilialen oder im Onlineshop auf deutschepost.de. Problematisch sind auch Betrugsversuche mit Kriegsgefangenenpost.

Hat die Deutsche Post den Eindruck, dass eine Sendung vorsätzlich nicht frankiert wurde oder ungültig frankiert wurde, kann eine Strafe in Höhe von 50,00 Euro berechnet werden. Das ist ein sogenanntes "Erhöhtes Einziehungsentgelt" bzw. pauschalierter Schadenersatz. Quelle: www.deutschepost.de/preise.

Seit 2020 setzt die Deutsche Post in Sortierzentrum außerdem eine neue Technologie ein, um doppelt verwendete Briefmarken zu identifizieren. Grundlage der Technik ist eine Erkennung des Papiermusters, das für jede Marke individuell ist - ähnlich einem Fingerabdruck. Mehr dazu in unserem Artikel Portoverlust: So erkennt die Post gebrauchte Briefmarken.

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