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Neue, blaue Nachentgelt-Aufkleber der Deutschen Post

Nachentgelt-Aufkleber der Deutschen Post
Die Deutsche Post führt ein neues Label ein, das auf unzureichend frankierte Briefsendungen geklebt wird. Der Nachentgelt-Aufkleber soll den sogenannten Blaustift ersetzen, mit dem bislang das einzuziehende Nachentgelt auf Briefen vermerkt wurde.

Die Aufkleber mit dem blauen Dreieck sind aufmerksamkeitsstärker als handschriftliche Blaustift-Vermerke. Zusteller/innen können das Kassieren des Nachentgelts nicht mehr so leicht übersehen.

Aus Paketda vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass jeder Nachentgelt-Aufkleber eine individuelle Sendungsnummer hat. Sie dient hauptsächlich zu Abrechnungszwecken, kann aber auch zur teilweisen Sendungsverfolgung genutzt werden.

Normalerweise schickt die Deutsche Post unzureichend frankierte Briefe an den Absender zurück (mit gelbem Aufkleber). Befindet sich kein Absender auf dem Umschlag, wird hingegen versucht, das Nachporto beim Empfänger zu kassieren.

Die Nachentgelt-Aufkleber werden direkt im Briefzentrum aufgeklebt. Falls eine Unterfrankierung nicht im Briefzentrum bemerkt wird, sondern erst vom Zusteller in der Zielregion, wird weiterhin der Blaustift verwendet.

Hat ein/e Zusteller/in einen Brief mit Nachentgelt-Aufkleber in Ihren Briefkasten eingeworfen, ohne das Geld zu kassieren, brauchen Sie nachträglich nichts bezahlen und sich auch nirgendwo melden. Es handelt sich um einen Irrtum, der keinem auffällt. Zumindest sind uns bei Paketda keine derartigen Fälle bekannt.

Nachentgelt-Aufkleber
Blaustift Klassisches Nachentgelt mit Blaustift auf dem Briefumschlag vermerkt.



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Achtung: Strafgebühr

Zusätzlich zum fehlenden Porto verlangt die Deutsche Post vom Empfänger ein Einziehungsentgelt. Man kann es als Strafporto ansehen, mit dem der höhere Bearbeitungsaufwand abgegolten wird.

Das Einziehungsentgelt beträgt ...

  • für Postkarten, Standard- und Kompaktbriefe: 70 Cent
  • für Groß- und Maxibriefe, BüWa: 2 Euro

Preisangaben Stand 2021. Quelle: www.deutschepost.de/preise (PDF)

Empfänger sind übrigens nicht verpflichtet, Sendungen mit Nachentgelt anzunehmen. Bei einer Annahmeverweigerung werden Briefe ohne Absender zum Servicecenter Briefermittlung gebracht. Kann kein Absender ermittelt werden, oder verweigert der Absender die Annahme, wird die Sendung vernichtet oder versteigert.


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