Nachsendeauftrag buchen für Briefe & Pakete

Wichtiger Tipp: Im Internet gibt es viele Anbieter, die für Nachsendeaufträge überteuerte Preise verlangen.
► Buchen Sie den Nachsendeauftrag zum Normalpreis direkt bei der Deutschen Post: www.nachsendeauftrag.de

Es ist nicht möglich, Nachsendeaufträge bei Hermes, DPD, GLS oder UPS einzurichten. Manche private Briefdienste (Stadtbote, Citypost) ermöglichen Nachsendeaufträge. In der Praxis kann man darauf aber verzichten, weil die meisten Briefe mit der Deutschen Post kommen.


Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein Nachsendeauftrag?
  2. Was ist eine Umzugsmitteilung?
  3. Kann ich auch Pakete nachsenden lassen?
  4. Vorsicht vor Abzockern bei Nachsendeaufträgen
  5. Temporäre Nachsendung beauftragen
  6. Nachsendeauftrag stornieren


Was ist ein Nachsendeauftrag?

Wer umzieht, braucht meistens einen Nachsendeauftrag. Falls jemand Post an Ihre alte Anschrift schickt, wird sie automatisch an die neue Anschrift weitergeleitet. Die Nachsendung ist auch ins Ausland möglich.

Absender nachgeschickter Briefe werden von der Deutschen Post in der Regel nicht über Ihre neue Anschrift informiert. Ein Nachsendeauftrag nimmt Ihnen leider nicht die Arbeit ab, alle Firmen, Verwandte und Freunde über Ihre neue Anschrift zu informieren. Zum Beispiel Behörden, Stadtwerke, Telefon- und Handyanbieter, (Sport-) Verein, Versicherung, Bank, Paypal, Kabelbetreiber, Payback und andere Bonuskartenanbieter.

Ein Nachsendeauftrag verschafft Ihnen die Gewissheit, dass Briefe auch dann ankommen, wenn Sie vergessen haben, jemandem Ihre neue Anschrift mitzuteilen.

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Was ist eine Umzugsmitteilung?

Die Umzugsmitteilung ist ein kostenloser Service der Deutschen Post, der entweder zusammen mit einem Nachsendeauftrag aktiviert werden kann, oder separat auf der Website www.umziehen.de. So unterscheiden sich Nachsendeauftrag und Umzugsmitteilung:

  • Nachsendeauftrag (kostenpflichtig): Sie beauftragen die Deutsche Post, Sendungen von der alten an die neue Anschrift weiterzuleiten.
  • Umzugsmitteilung (kostenlos): Sie erlauben der Deutschen Post, Ihre neue Anschrift an Firmen weiterzugeben.*

Es besteht keine Pflicht, beim Beauftragen einer Nachsendung auch die Umzugsmitteilung zu aktivieren. Ganz im Gegenteil: Wenn Sie Werbepost an der neuen Anschrift verhindern wollen, gestatten Sie der Deutschen Post die Weitergabe Ihrer Anschrift am besten nicht. In diesem Fall müssen Sie selber alle Firmen kontaktieren, die Ihre neue Adresse kennen sollen.

* Die Weitergabe erfolgt nicht wahllos an x-beliebige Firmen, sondern nur an solche, die Ihre alte Anschrift kennen. Lesen Sie bei Bedarf unseren ergänzenden Artikel Nachsendeauftrag und Umzugsmitteilung: Kunden hinterfragen Datenschutz.

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Kann ich auch Pakete nachsenden lassen?

Ein Nachsendeauftrag gilt im Normalfall nur für Briefe, Warensendungen, Einschreiben und Päckchen, sofern die Zustellung durch einen Briefträger der Deutschen Post erfolgt. Päckchen sind ein Sonderfall, weil die Zustellung auch durch einen DHL-Boten erfolgen kann (in Regionen, in denen Briefe und Pakete von getrennten Zustellern gelieferten werden).

Das Nachschicken von DHL-Sendungen an die neue Anschrift muss als Zusatzleistung extra beauftragt werden und kostet eine Extra-Gebühr pro Sendung. Per Stand 8/2021 beträgt diese Extragebühr 6,99 Euro.

Bei Paketen von DHL Express funktioniert die Nachsendung nicht. Falls ein Expresspaket an die alte Anschrift geschickt wurde, rufen Sie bitte direkt beim Kundenservice von DHL Express an zwecks Adresskorrektur.

Die Nachsendung funktioniert außerdem nicht bei Kundenzeitschriften, Tageszeitungen, Wochenzeitungen, etc. Weitere Einschränkungen bestehen, wenn die Nachsendeanschrift im Ausland liegt. Über die genauen Bedingungen können Sie sich auf der Post-Website shop.deutschepost.de informieren.

Wichtig zu wissen: Hat ein Absender auf dem Briefumschlag den Vermerk "Nicht nachsenden" oder "Bei Umzug mit neuer Anschrift zurück" notiert, darf die Deutsche Post den Brief nicht nachsenden. Der Brief geht an den Absender zurück.

► Die Paketda-Redaktion empfiehlt: Ändern Sie sofort nach einem Umzug Ihre Lieferanschrift bei allen Onlineshops, die Ihnen in den Sinn kommen. Warten Sie mit der Adressänderung nicht bis zur nächsten Bestellung. Man klickt sich aus Gewohnheit durch den Bestellprozess, die alte Anschrift kommt einem vertraut vor - und ruckzuck wird das Paket falsch verschickt, ohne dass es einem auffällt.

Damit weder Briefe noch Pakete an der alten Anschrift zugestellt werden, entfernen Sie beim Auszug Ihren Namen vom Briefkasten und Klingelschild. So verhindern Sie, dass Lieferungen versehentlich beim Nachmieter landen, falls dieser seinen eigenen Namen nicht rechtzeitig anbringt.

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Briefumschlag auf einem Tisch

Vorsicht vor Abzockern bei Nachsendeaufträgen

Wer bei Google "Nachsendeauftrag" oder ein ähnliches Stichwort eingibt, bekommt etliche bezahlte Werbeanzeigen angezeigt. Als Otto Normalkunde kann man kaum unterscheiden, welches Angebot vertrauenswürdig ist und warum es überhaupt so viele Anbieter für Nachsendeaufträge gibt!?

Der Grund: Geschäftemacher bieten im Internet eigene Nachsende-Services an, die gern mal 20 Euro teurer sind als der Original-Nachsendeservice der Deutschen Post. Die Nachahmer begründen dies mit einem höheren Leistungsumfang, weil sie zusätzlich zur Deutschen Post auch private Briefdienste (z.B. Citypost) über Umzugsanschriften informieren. In der Praxis ist dieser Nutzen aber umstritten, weil die meisten Menschen kaum Post von privaten Briefdiensten bekommen.

Die Paketda-Redaktion empfiehlt: Buchen Sie den Nachsendeauftrag auf der Website der Deutschen Post unter www.nachsendeauftrag.de. Der Service ist dort in aller Regel am günstigsten.

Wenn Sie regelmäßig Sendungen erhalten, die von einem privaten Briefdienst zugestellt werden, informieren Sie diesen Briefdienst separat über Ihre neue Anschrift (z.B. mit dem Nachsendeformular von PIN Mail). Oder noch besser: Informieren Sie die Absender über Ihre neue Anschrift, so dass Nachsendungen unnötig werden.

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Temporäre Nachsendung beauftragen

Das Hinterherschicken von Post an eine neue Anschrift ist nicht bloß für Umzüge interessant. Wer längere Zeit im Urlaub, auf Kur oder im Ausland weilt, kann sich die Post dorthin ebenfalls nachsenden lassen.

Die Deutsche Post ermöglicht einen Buchungszeitraum von 12 oder 24 Monaten (1 oder 2 Jahre). Der 6-Monats-Nachsendeauftrag wurde in 2019 abgeschafft.

Der Kunde kann taggenau festlegen, wann ein Nachsendeauftrag beginnen und enden soll. Die Buchung muss mindestens 5 Werktage vor Beginn der Nachsendung erfolgen. (Alle Infos Stand 8/2021)

Tipp: Anstatt einer Nachsendung können Sie Briefe auch einscannen lassen, um Ihre tägliche Post digital zu erhalten. Bei der Deutschen Post heißt dieses Angebot E-POSTSCAN. Infos finden Sie unter www.epostscan.de.

Weitere Anbieter sind zum Beispiel: www.digitalkasten.de, www.dropscan.de und www.getcaya.com.

Wenn Sie einen solchen Anbieter beauftragen, beauftragen Sie eine Nachsendung an die Anschrift des Anbieters. Dort wird Ihre Post eingescannt und in einem Onlinepostfach zur Ansicht bereitgestellt. Die Originalbriefe werden auf Wunsch aufbewahrt und Ihnen auf Anforderung als Paket zugeschickt.

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Nachsendeauftrag stornieren

Wenn Sie einen Nachsendeauftrag online im Shop der Deutschen Post erteilt haben, so können Sie sich an den Kundenservice der Post wenden, um den Nachsendeauftrag zu stornieren. Das Kontaktformular finden Sie hier.

Nachsendeauftrage, die nicht online erteilt wurden, können bei der Deutschen Post über den klassischen Kundenservice geändert oder storniert werden. Die Kontaktdaten finden Sie hier.

Um einen Nachsendeauftrag zu verlängern, erteilen Sie einfach einen entsprechenden Auftrag online bei shop.deutschepost.de.

Gleiches gilt, wenn ein bestehender Nachsendeauftrag auf eine andere Zieladresse geändert werden soll. Hierzu ist die Stornierung des alten Auftrags notwendig und die anschließende Bestellung eines neuen Nachsendeauftrags.

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Stornierung eines Nachsendeauftrags


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