Warnung vor gefälschten E-Mails von DHL oder vom Zoll: nichts mit Paysafecard, Kreditkarte oder SMS bezahlen

Im Paketda-Forum meldeten sich Nutzer, die per E-Mail eine Zahlungsaufforderung von zoll@dhl.de erhalten haben. Dabei handelt es sich um eine Betrugsabsicht. Wer die nachfolgende E-Mail erhalten hat, sollte keine Paysafecard kaufen und sie nicht an dhl@postoffice-fees.com senden. Es handelt sich wie gesagt um Betrug.

Die betrügerische Mail hat den Betreff "Benachrichtigungen: Zoll-Kundendienst" und folgenden Wortlaut:

Sehr geehrter Kunde,

Ihr DHL-Paket: Nr. RD46840P1996942, versandt am 05.10.2020, wird bearbeitet. Damit wir Ihr Paket liefern können, werden dem Importeur die Mehrwertsteuerkosten erneut in Rechnung gestellt.

Nach den geltenden Zollbestimmungen ist jede Einfuhr aus einem Land außerhalb der Europäischen Gemeinschaft mit einem Handelswert von mehr als 22 EUR unabhängig von der Art der Waren steuerpflichtig *.

* Artikel 134-I und II-1 ° des CGI: GESETZ Nr. 2012-1510 vom 03. Mai 2017 - Art. 68 (V) Die Validierung des Paysafecard-Guthabens für die Zahlung von Zollgebühren ist gültig.

Um die Zustellung Ihres Pakets für Ihre Heimatadresse zu ermöglichen, bitten wir Sie, Ihre nicht bezahlten Zollgebühren zu regulieren, indem Sie die folgenden Schritte ausführen, um die Zustellung Ihres Pakets abzuschließen:

1. Kaufen Sie einen Paysafecard PIN-Code online (50 EUR)
2. Senden Sie den PIN-Code (16 Ziffern) an folgende Adresse: dhl@postoffice-fees.com

Grüße,
Zoll Kundendienst


Außerdem können weiterhin SMS und E-Mails im Umlauf sein, die unter Vorspiegelung falscher Sendungsnummern zur Zahlung von Geld auffordern.

In den betrügerischen E-Mails werden beispielsweise folgende Paketnummern genannt, die nicht existieren:

  • DE555117817013827425
  • 20710411661127369
  • AS272040094DE
  • IH8KU92DE
  • DE9712458389
  • DE3428632-2
  • DE-HKM32013
  • DH2656178213
  • HERMES2020

Betrügerisch sind außerdem E-Mails mit der Betreffzeile "Ihr Paket wird zurückgesandt." und dem Absender "DHL International GmbH" in der Fußzeile.

Wie onlinewarnungen.de berichtet, steckt hinter den E-Mails oft eine Abofalle.

Unter dem Vorwand, dass ein Paket von DHL "im Verteilerzentrum angehalten" wurde, werden die SMS-Empfänger zur Zahlung von 2 Euro aufgefordert. Dazu wird den Betrugsopfern eine gefälschte DHL-Sendungsverfolgung präsentiert. Nach der Zahlung soll das Paket weitertransportiert werden - in Wahrheit gibt es aber gar kein Paket mit der genannten Paketnummer.

Laut onlinewarnungen.de schließen Nutzer, die 2 Euro bezahlen, zunächst ein Probeabo ab, das sich nach 5 Tagen in ein Abo für 70 Euro verwandelt. Betroffene Kunden sollten sich während der Probeabo-Phase an den Kundenservice des Mobilfunkanbieters wenden, um das Abo zu kündigen. Wer die 5-Tage-Frist verpasst hat, muss evtl. mit Hilfe eines Anwalts und/oder der Polizei gegen den Betrug vorgehen.


Wie Sie Fake-E-Mails von DHL, Hermes und anderen Paketdiensten erkennen

Betrüger erfinden ständig neue Maschen, neue E-Mails und neue Fake-Paketnummern. Wenn Sie eine E-Mail eines Paketdienstes erhalten, können Sie sie mit drei einfachen Schritten auf Echtheit prüfen:

  • Erwarten Sie überhaupt ein Paket von diesem Paketdienst? Falls nicht: Fake-Mail
  • Funktioniert die in der E-Mail genannte Sendungsnummer auf der Website des Paketdienstes? Falls nicht: Fake-Mail
  • Werden Sie aufgefordert, online Geld zu bezahlen, persönliche Daten einzugeben oder einen E-Mail-Anhang zu öffnen? Falls ja: Fake-Mail


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