Bald bei Hermes: Pakete online umleiten, digitale Benachrichtigungen und 60-Minuten-Zeitfenster

Hermes bietet Kunden bald neue Services wie Paketumletung und digitale Benachrichtigungskarte
Hermes hat eine Reihe neuer Services für Paketempfänger angekündigt. Konkret ist für Mai 2018 das Umleiten von Hermes-Paketen geplant, ohne dass man als Kunde unter www.myhermes.de registriert sein muss. Dann kann endlich jedermann Hermes-Pakete z.B. an einen Paketshop oder an einen Nachbarn umleiten lassen, ohne beim Hermes-Kundenservice anzurufen.

Außerdem will Hermes in Zukunft eine digitale Benachrichtigungskarte "und weitere Push-Services" einführen. Was das genau bedeutet, hat Hermes noch im Unklaren gelassen. Vermutlich sind damit E-Mails gemeint, mit denen Kunden proaktiv über bestimmte Ereignisse informiert werden. Zum Beispiel bei fehlgeschlagenen Zustellversuchen oder dem berüchtigten Status Adressklärung.

Und damit nicht genug: Hermes hat offenbar so viele IT-Kapazitäten, dass "noch in 2018 kürzere Lieferzeitfenster" eingeführt werden sollen - und zwar auf 30 bis 60 Minuten. Bislang prognostiziert Hermes - wenn überhaupt - ein Lieferzeitfenster von mehreren Stunden. Eine Reduzierung auf 30 bis 60 Minuten wäre eine enorme Verbesserung und nahezu vergleichbar mit dem bisher marktführenden Livetracking von DPD.

Wettbewerber DPD punktet außerdem mit einem wichtigen Zusatzfeature: Das Lieferzeitfenster wird im Tagesverlauf umso genauer, je näher der Zusteller der Lieferanschrift kommt. Würde Hermes lediglich 1x morgens ein Lieferzeitfenster für z.B. 15-16 Uhr prognostizieren, wären darin mögliche Staus und sonstige Verzögerungen nicht enthalten. Solche Details sind von Hermes bislang jedoch nicht bekannt. Deshalb heißt es abwarten, wann und in welchem Umfang Hermes die neue Lieferzeitprognose anbieten wird. Dieser neue Service ist abhängig von einer "voll digitalisierten Tourenplanung", die Hermes bundesweit einführt.

Quelle: Hermes-Pressemitteilung

Nachtrag: In diesem Artikel bei welt.de werden noch weitere, digitale Services von Hermes beschrieben: Die Paketumleitung soll demnach sogar funktionieren, während sich das Paket im Zustellfahrzeug befindet. Die Position des Zustellfahrzeugs kann der Empfänger auf einer Karte verfolgen. Damit würde Hermes exakt die gleiche Funktionalität wie DPD anbieten.

Außerdem beabsichtigt Hermes, dass Pakete im Paketshop per Handy bezahlt werden können. Bislang akzeptiert Hermes nur Bargeld-Zahlungen. Für Hermes sind bargeldlose Zahlungen vermutlich so revolutionär, als wenn Otto.de plötzlich den Versand mit DHL ermöglichen würde.


Veröffentlicht am



  Ich will nichts verpassen und den Paketda-Newsletter erhalten | Neu: bei Telegram abonnieren
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse gem. Datenschutzerklärung von Paketda.de genutzt wird.

Mehr Paketdienst-News