4 vermischte Kurznachrichten


Display aus Packstation entfernt

Einige Packstationen mit Display werden von DHL in appgesteuerte Packstationen umgebaut. Das ist beispielsweise bei der Packstation 138 in der Amsterdamer Straße in Köln zu beobachten (Foto oben). Unklar ist, warum DHL diesen Rückbau vornimmt. Display, Scanner und Drucker wurden entfernt. Kunden müssen die Packstation fortan per App bedienen, was deutlich unkomfortabler ist.

Möglicherweise wandelt DHL ältere Packstationen in appgesteuerte Varianten um, weil deren Scanner keine QR-Codes lesen können. Zur Paketabholung und beim Paketversand (Sicherheitscode) muss der Kunde ja einen QR-Code scannen.

Vielen Dank an Luna für das Foto und die Informationen.



Anzeige


Polizei verhaftet Paketbetrüger

In Bergneustadt (Oberbergischen Kreis, NRW) hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die unter falscher Identität fünf Pakete annehmen wollten. Aus unbekannter Quelle hat die Polizei im Vorfeld von dem Betrugsversuch erfahren. Zivilbeamte begleiteten deshalb den Paketzusteller, als er am Dienstag mit Paketen, die wertvolle Smartphones enthielten, zur Anschrift in Bergneustadt fuhr.

Beim Zustellversuch erfolgte die Festnahme. Ein 56-jähriger Täter kam wegen fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß. Sein Komplize, ein 36-Jähriger ohne festen Wohnsitz, kam in Untersuchungshaft. Er hatte früher schon wegen gleichartiger Delikte in Haft gesessen.

Quelle: Polizeimeldung



DPD setzt GPS-Daten in Preisverhandlungen ein

Fährt ein DPD-Zusteller nicht die von DPD Predict vorgeschlagene Route, kann das seinen Chef teuer zu stehen kommen. DPD nutzt die via GPS aufgezeichnete Fahrtstrecke nämlich, um bessere Ergebnisse in Preisverhandlungen mit Subunternehmern zu erzielen.

Im Blog des Herstellers Trimble, dessen Routensoftware von DPD genutzt wird, heißt es:

Sobald die Route eines Fahrers für den Tag abgeschlossen ist, hat DPD die Möglichkeit, die tatsächlich gefahrene Route mit der vorausberechneten optimierten Route in einer leicht verständlichen Ansicht zu vergleichen, die schnell nach Fahrer, Depot und Zustellzeitfenstern aufgeschlüsselt werden kann. (...)

Die Software berechnet jede Route und optimiert sie, indem sie eine detaillierte Kartenansicht liefert und ein Overlay über jeden Stopp legt und Bereiche mit Verbesserungspotenzial hervorhebt.

DPD-Manager Matthias Dobrick wird im Blog mit den Worten zitiert, dass DPD die Fahrer nicht zwingt, "die optimierten Routen zu benutzen, das ist nicht unser Geschäft. Wir bieten dies den Depots an und sagen: 'Wenn Sie eine Route finden, die jeden Tag eine Stunde verliert, sollten Sie vielleicht mit diesem Fahrer [über die optimierte Route] sprechen, denn das könnte etwas Geld sparen.'"



Französische Post modernisiert Filialen

La Poste will in den nächsten 5 Jahren insgesamt 800 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Filialen investieren. Bis Ende 2022 werden die ersten 10 Filialen umgebaut, bis Ende 2024 folgen weitere 70 Filialen. Die "neue Generation der Postfilialen" nutzt La Poste auch zur Abwicklung von Bankgeschäften und dem Vertrieb von Smartphones inkl. hauseigener Tarife (La Poste Mobile).

An der Tür jeder Filiale soll künftig ein Empfangsmitarbeiter stehen, der an einer schwarzen Jacke erkennbar ist. Die Paketabholung soll ohne Ausweis funktionieren. La Poste führt dazu eine eigene, digitale Identitätssoftware ein.

Onlineshopper können ihre Bestellungen direkt in der Filiale öffnen und Verpackungen dort zur erneuten Nutzung zurücklassen. Außerdem soll es Umkleidekabinen geben und Pickup-Abholstationen (wie Packstationen). Dieses Konzept erinnert an den DPD-Store in Berlin.


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

✉ Paketda-News kostenlos abonnieren per Newsletter, bei Telegram oder bei Google News.