Postleitzahlen in Deutschland mit PLZ-Suche

Egal ob Brief, Paket oder Euro-Palette: Wer etwas zu verschicken hat, kommt um Postleitzahlen nicht herum. Und auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens kommen Postleitzahlen zum Einsatz. Zum Beispiel in der Marktforschung, wenn Sie an der Kasse eines Kaufhauses nach Ihrer PLZ gefragt werden, oder wenn Ihr Pizzadienst um die PLZ bittet, um zu prüfen, ob Ihr Ort beliefert wird.

Das in Deutschland verwendete System fünfstelliger Postleitzahlen wurde am 1. Juli 1993 eingeführt. Mit einer großen Werbekampagne und dem Maskottchen "Rolf" (eine sprechende Hand mit fünf Fingern) wurde die Bevölkerung auf die fünfstelligen Postleitzahlen vorbereitet. Außerdem wurde ein dickes Postleitzahlen-Buch herausgegeben, in dem jeder Bürger die neuen PLZ nachschlagen konnte. Darüber hinaus bot die Deutsche Post einen Adress-Service an. Man konnte hierbei die alten Anschriften von Verwandten und Freunden bei der Post einreichen und erhielt sie in einem Notizbüchlein gebunden zurück - natürlich mit den neuen, fünfstelligen Postleitzahlen.


Standard-Postleitzahlen für die Postzustellung

Jene Postleitzahlen, die im alltäglichen Briefverkehr für die Adressierung von Sendungen an Haushalte und Gewerbebetriebe unter Angabe von Straße und Hausnummer verwendet werden, bezeichnet man als Zustell-Postleitzahlen. Zustell-Postleitzahlen umfassen eine Gruppe von Zustellbezirken, deren Größe sich nach verschiedenen Faktoren wie Bebauung und Sendungsmenge bemisst. Die Deutsche Post hat die Postleitzahlen also in erster Linie nicht an bestehenden Grenzen ausgerichtet sondern danach, wie die Postzusteller die Post am effektivsten verteilen können. Es kommt hierbei auf möglichst kurze Wege an und dass die in einem Gebiet zu verteilende Menge nicht übermäßig groß ist.

Die meisten Orte (Städte, Gemeinden) haben für ihren Zustellbereich nur eine einzige zustellbezogene Postleitzahl. Kleine Orte und Dörfer haben für alle Auslieferungsarten in der Regel nur eine Postleitzahl. In solchen Orten unternimmt die Deutsche Post i.d.R. keine besondere Eingangsverteilung. Sehr kleine Orte haben überdies keine eigene PLZ sondern werden mit dem Zustellbereich eines benachbarten größeren Ortes zusammengefasst und verwenden auch dessen Postleitzahl.

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Reserve-Postleitzahlen

Schon bei der Planung des fünfstelligen PLZ-Systems 1993 hat die Deutsche Post sog. "Reserve-Postleitzahlen" berücksichtigt. Diese sollen bei künftigen Veränderungen eingesetzt werden (z.B. Gebietsreformen, Zuschnitt neuer Zustellbezirke o.ä.). Grundsätzlich wurde für jede erstvergebene Postleitzahl mindestens eine Reserve-Postleitzahl eingerichtet. Zusätzlich hat die Post in Ballungsräumen (Großstädten) weitere Reserve-Postleitzahlen in oder zwischen den bestehenden Zahlenfolgen reserviert. Insgesamt ermöglicht die Postleitzahl-Reserve bundesweit an jedem Ort Zuwächse von mehr als 100%.


Großempfänger PLZ

Firmenkunden der Deutschen Post, die täglich große Sendungsmengen erhalten (z.B. Versicherungen, Krankenkassen, Versandhäuser, etc.), können eine sog. Großempfänger-PLZ nutzen. Die Postleitzahl gilt dann ausschließlich für diesen einen Kunden.

Mit einer Einzel-Großempfänger-PLZ adressierte Post gelangt auf direktem Wege zum Empfangskunden, weil die Sortieranlagen die PLZ automatisch erkennen und entsprechend gesondert behandeln. Daneben gibt es auch Gruppen-Großempfänger, diese teilen sich eine PLZ für große Sendungsströme mit anderen Großempfängern. In einer Gruppe von Großempfängern werden max. 54 Empfänger zusammengefasst.

Nicht alle Großempfänger sind übrigens in der PLZ-Auskunft zu finden, weil der Eintrag ins Verzeichnis nur mit Zustimmung des Großempfängers erfolgt.