Bitte freimachen falls Marke zur Hand: Porto sparen mit Werbeantworten

In Zeiten des Internets und der E-Mail sind Postkarten und Briefe ja immer seltener geworden. Doch häufig geht es einfach schneller, den Stand vom Wasserzähler auf eine Postkarte zu schreiben, als ihn erst umständlich in einem Online-Kundencenter einzugeben. Auch Mitteilungen an Ihre Krankenkasse, eine Info-Anforderung bei der Bausparkasse oder eine Anschriftenänderung an die Bank sind postalisch ruckzuck erledigt, weil es dafür oftmals vorgedruckte Postkarten, Formulare bzw. Briefhüllen gibt. Darauf ist die Empfängeranschrift schon vorgedruckt - und auch das Porto für die Frankierung können Sie sich meistens sparen. Wie sagen Ihnen, wie es funktioniert!

Inhaltsverzeichnis

  1. "Bitte ausreichend frankieren" können Sie sich sparen
  2. Voraussetzungen für Antwort-Karten und Antwortbriefe
  3. Richtlinien für Werbeantworten
  4. Spezielle Werbeantwort: Response Plus
  5. Internationale Werbeantwort

"Bitte ausreichend frankieren" können Sie sich sparen

Wenn Sie auf einer Gewinnspiel-Postkarte, auf einem Briefumschlag an ein Versandhaus oder bei ähnlicher Post den Vermerk "Bitte ausreichend frankieren" oder "Bitte freimachen" lesen, sollten Sie zweimal hinsehen. Denn wenn sich oberhalb der vorgedruckten Anschrift das unscheinbare Wörtchen "Antwort" befindet, brauchen Sie keine Briefmarke draufkleben! Gleiches gilt, wenn Sie den Hinweis "Bitte freimachen, falls Marke zur Hand" lesen. Sobald es sich um einen vorgedruckten Brief bzw. eine Postkarte handelt, die mit dem "Antwort"-Hinweis gekennzeichnet ist, trägt der Empfänger das Porto. Sie als Absender müssen also nichts bezahlen - selbst dann nicht, wenn es eine Aufforderung wie Bitte mit € 0,70 freimachen o.ä. gibt.

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Voraussetzungen für Antwort-Karten und Antwortbriefe

Voraussetzung für die "Funktion" von Antwortpost ist eine maschinenlesbare Anschrift. Die Deutsche Post hat Leitfäden und Richtlinien veröffentlicht, nach denen Antwortpost gestaltet sein muss. Die Adresse des Empfängers muss in Druckbuchstaben gedruckt sein und bestimmte Randabstände müssen eingehalten werden. Wird auch nur eine dieser Regeln verletzt, zahlt der Empfänger der Antwortpost ein erhöhtes Strafporto und nicht das ermäßigte Antwortporto.

Ihnen als Absender kann das egal sein, doch Sie sollten sich hüten, den Vermerk "Antwort" handschriftlich oder per Computer auf Briefpost nachträglich hinzuzufügen. Die Gefahr ist groß, dass der Empfänger doppeltes Porto wegen Nichteinhaltung der Maschinenlesbarkeit zahlen muss. Und damit würden Sie beim Empfänger sicherlich ein großes Ärgernis auslösen. - Wenn Sie allerdings ungefragt Werbepost erhalten, können Sie natürlich so vorgehen und dem Absender die Werbung retoursenden. Als "Rache" für die ungewollte Werbung muss er dann Strafporto bezahlen.

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Richtlinien für Werbeantworten

Die Deutsche Post hat auf dieser Internetseite die Richtlinien für Werbe-Antwortpostkarten und Werbe-Antwortbriefe zusammengestellt. Die wichtigsten Informationen bei der Gestaltung von Werbepost sind folgende:

  • Sie müssen ein Briefmarkenfeld einfügen mit dem Vermerkt "Entgelt zahlt Empfänger" o.ä.
  • Das Briefmarkenfeld muss eine Mindestlinienstärke von 0,4 Millimetern haben und mind. 1,7 hoch und 1,5 cm breit sind.
  • Es darf keine Fantasiebriefmarke aufgedruckt werden.
  • Bringen Sie oberhalb der Empfängeradresse den Vermerk "Deutsche Post [Posthorn-Logo] ANTWORT" an. Anderenfalls wird ein erhöhtes Nachentgelt erhoben.
  • Die Empfängeranschrift muss maschinenlesbar gedruckt sein ohne Leerzeilen.

Bitte beachten Sie, dass die Werbeantwort ein Produkt der Deutschen Post ist und von privaten Briefdiensten mitunter nicht befördert wird. Werfen Sie Antwortpost also nur in Briefkästen der Deutschen Post ein.

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Spezielle Werbeantwort: Response Plus

Mit der Versandform "RESPONSE PLUS" bietet die Deutsche Post für Unternehmen eine bequeme Abrechnungsform für Werbeantworten. Zunächst einmal brauchen Sendungen mit RESPONSE PLUS nicht frankiert werden, sondern werden vom Empfänger bezahlt. Bei einer Teilfrankierung (z.B. Postkarte wird mit 10 Cent frankiert), bezahlt der Empfänger die Differenz zum regulären Porto.

Weil bei RESPONSEPLUS-Sendungen ein sogenannter Matrixcode aufgedruckt ist (siehe Abbildung), wird im Briefzentrum automatisch mitgezählt, wie viele Sendungen frankiert oder unfrankiert sind. Der Empfänger erhält anschließend eine Abrechnung zugeschickt und eine exakte Auswertung der zurückgeschickten Werbeantworten. Deshalb ist Response Plus vor allem für große Mailing-Aktionen geeignet, um den Erfolg anhand der Anzahl zurückgeschickter Antworten auszuwerten.

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Internationale Werbeantwort

Internationale Werbeantwort

Die Werbeantwort International ist für länderübergreifendes Marketing ausgelegt. Will beispielsweise die Tourismusagentur Österreichs deutsche Urlauber umwerben, so kann mit einer Antwortpostkarte kostenfreies Infomaterial angefordert werden (siehe obiges Beispielfoto). Die Antwortpostkarte kann von Deutschland nach Österreich geschickt werden, ohne frankiert zu werden. Das Porto bezahlt der Empfänger im Zielland.

Gleiches funktioniert auch umgekehrt: Deutsche Unternehmen können internationalen Kunden eine kostenfreie Werbeantwort ermöglichen. Dabei müssen international gültige Gestaltungsvorschriften beachtet werden, die unter deutschepost.de einsehbar sind.

Das Produkt "Werbeantwort International" ist sowohl für Postkarten als auch für Briefe möglich, sofern das Maximalgewicht von 50 Gramm eingehalten wird. Die Höchstmaße der Sendung dürfen in Summe 90 cm nicht überschreiten (Länge + Breite + Höhe, keine Seite länger als 60cm).

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