DHL-Paketkasten: Nicht mehr erhältlich

► Im Februar 2019 hat Postchef Frank Appel den endgültigen Verkaufsstopp des DHL-Paketkastens mitgeteilt. Der Kasten ist nicht mehr bestellbar. Mehr Infos hier.

Hersteller anderer Paketkästen finden Sie im Paketkasten-Vergleich bei Paketda.


Der DHL-Paketkasten wurde im Jahr 2013 erstmals von DHL getestet und im Jahr 2014 folgte der reguläre Verkaufsstart. Es gab 2 Design-Varianten. Einerseits das Modell "Classic", Produzent war die Firma Renz, und andererseits das Modell "Modern" mit abgerundeten Ecken (siehe Foto rechts). Die "Modern"-Variante wurde von DHL in Zusammenarbeit mit der Firma Polygon GmbH aus Obertshausen entwickelt.

Der wohl größte Unterschied des DHL-Paketkastens zu Paketkästen anderer Hersteller war, dass der DHL-Kasten ausschließlich für DHL-Zusteller zugänglich war und kontaktlos mittels Chip geöffnet wurde.

In einer späteren Weiterentwicklung des Kastens konnte der DHL-Zusteller den Kasten auch via Handscanner / Handheld öffnen. Für DHL-Kunden gab es eine Smartphone-App, die zum Öffnen des Kastens geeignet war und den Batteriestand des Kastens anzeigte.


Warum brachte DHL einen eigenen Paketkasten auf den Markt?

Paketkästen gab vor dem Markteintritt von DHL schon seit vielen Jahren. Doch erst mit dem Engagement von DHL wurden Paketkästen einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Im Laufe der Jahre hat sich die Branche stark weiterentwickelt und zahlreiche mittelständische Unternehmen und Startups brachten eigene Paketkästen auf den Markt.

Ein großer Nachteil des DHL-Kastens war stets, dass Zusteller anderer Paketdienste (Hermes, DPD, GLS, UPS) dort keine Pakete einlegen konnten. Nur DHL-Boten verfügen über den RFID-Chip, um den DHL-Paketkasten zu öffnen.

Der DHL-Paketkasten verfügt nicht über ein "intelligentes" Schloss, wie bei den neutralen Paketkästen von Burg-Wächter, MEFA oder Heibi. Die Tür zum Paketkasten kann von außen nur geöffnet werden, wenn die entsprechende DHL-Chipkarte vom Zusteller oder vom Empfänger an das Schloss gehalten wird. Weil Zusteller anderer Paketdienste diese Chipkarte nicht haben, können Sie keine Pakete in den DHL-Paketkasten einlegen. Ein weiterer Grund ist die Frage der Haftung für die Paketzustellung. Zusammen mit dem Kauf oder der Miete eines DHL-Paketkastens erteilt der Kunde auch die Erlaubnis, dass Pakete ohne Unterschrift in den Paketkasten eingelegt werden dürfen. Diese Erlaubnis gilt jedoch nur gegenüber DHL, bei anderen Paketdiensten müssen Sie weiterhin Pakete gegen Unterschrift entgegennehmen.

Falls Sie also sehr viel im Versandhandel einkaufen, und nicht immer gewährleisten können, dass die Lieferung mit DHL ankommt, sollten Sie eher einen neutralen Paketkasten kaufen. Selbst wenn Sie nur bei Amazon einkaufen, kann es Ihnen passieren, dass ein Paket plötzlich mal mit Hermes ankommt. In solchen Fällen sind neutrale Paketkästen besser, weil sie von jedem Zusteller zu öffnen sind. Voraussetzung: Sie müssen vorher jedem Paketdienst eine sog. Abstellerlaubnis erteilt haben.


Auch für Retouren geeignet

Gegenüber neutralen Paketkästen anderer Hersteller hat der DHL-Paketkasten den Vorteil, dass Sie darüber auch Ihre Retourenpakete abholen lassen können. Denn die Tür kann vom DHL-Boten mit seiner Chipkarte geöffnet werden, so dass sich Retouren bis zur Abholung sicher in der Box deponieren lassen. Bei anderen Paketkästen funktioniert das nicht, weil die Tür stets von außen von jedermann geöffnet werden kann, so dass ein Diebstahlrisiko besteht.

Damit der DHL-Zusteller weiß, dass er ein Retourenpaket aus dem Paketkasten abholen soll, müssen Sie entweder online eine Abholung beauftragen, oder Sie warten einfach bis zur nächsten regulären Lieferung an den Paketkasten. Im Rahmen der Lieferung nimmt der Bote Ihre Retourenpakete wieder mit.

Der DHL-Paketkasten ist für den Empfang mehrerer Pakete auf einmal geeignet; entsprechenden Platz vorausgesetzt. Den Kasten gibt es in den Größen L und XL. Die ungefähren Maße des Innenraums sind beim Modell L: 55x45x25cm und beim Modell XL: 80x50x40cm.


► Der DHL-Paketkasten wird nicht mehr verkauft. Hersteller anderer Paketkästen finden Sie im Paketkasten-Vergleich bei Paketda.