Paketkästen von Renz

Paketkasten von Renz

Die Firma Erwin Renz wurde 1925 gegründet und hat ihren Firmensitz in Kirchberg (Schwaben). Zur Renz-Unternehmensgruppe gehören außerdem die Firmen MEFA (Dänemark) und SLB, Safety Letterbox Company (Großbritannien). Renz ist eigenen Angaben zufolge europäischer Marktführer auf dem Gebiet der Briefkastenanlagen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Mechanisches Renz-Schloss oder elektronisches Schloss mit Parcellock
  2. Renz-Paketkästen inklusive Versicherung
  3. Renz-Paketkästen für Einfamilienhäuser
  4. Große Anlagen mit mehreren Paketfächern
  5. Bezugsquellen für Renz-Paketkästen

Mechanisches Renz-Schloss oder elektronisches Schloss mit Parcellock

Bei der Wahl eines Paketkastens ist entscheidend, welche Paketdienste Zugriff auf den Kasten erhalten, wie einfach der Zugriff ist und wie störanfällig das Schloss ist. Die Paketda-Redaktion empfiehlt für Renz-Paketkästen den Paketdienst-unabhängigen Renz-Schließmechanismus. Weil dieser rein mechanisch funktioniert, hält ihn die Paketda-Redaktion für robuster als ein elektronisches Schloss.

Mechanisches Schloss: Renz hat ein eigenes, patentiertes Schließverfahren für seine Paketkästen entwickelt. Hierbei kann die Tür des Kastens einmalig vom Zusteller geöffnet werden, sofern das Fach leer ist. Sobald ein Paket eingelegt und die Tür zugedrückt wurde, kann nur noch der Empfänger den Paketkästen öffnen - und zwar mit einem herkömmlichen Schlüssel. Zu beachten ist, dass nicht mehrere Paketdienste kurz nacheinander den Paketkasten beliefern können, eben weil sich die Tür nur 1x öffnen lässt und danach eine Leerung durch den Kunden erfolgen muss. Einen anderen Mechanismus, der das Einlegen mehrerer Sendungen nacheinander ermöglicht, bieten die Paketkästen von Max Knobloch und Paketkästen von MEFA. Die Firma MEFA gehört zur Renz-Gruppe.

Parcellock-System: Das elektronisch gesteuerte Parcellock-System wurde von Hermes, GLS und DPD als Konkurrenz zum DHL-Paketkasten entworfen. Renz stattet bisher eine Paketkastenanlage für Mehrfamilienhäuser damit aus. Die Firma Burg-Wächter bietet auch kleinere Paketboxen mit Parcellock an. Parcellock ist ein offenes System, das prinzipiell alle Paketdienste nutzen dürfen.

DHL verweigerte sich in der Vergangenheit einer Kooperation mit Parcellock, weil DHL lieber seine eigenen Paketkästen verkaufen wollte. Weil DHL im Februar 2019 den Verkauf eigener DHL-Paketkästen gestoppt hat, könnte sich DHL in Zukunft vielleicht aufgeschlossener für Parcellock zeigen.

Die Parcellock-Elektronik gewährt nur solchen Paketdiensten Zugang zum Paketkasten, die der Empfänger vorher freigeschaltet hat. Weil alle Öffnungen mitgeloggt werden, können mehrere Pakete von unterschiedlichen Paketdiensten eingelegt werden, ohne dass der Kasten zwischendurch vom Empfänger geleert werden muss. Auch das Einlegen von Retourenpaketen ist möglich. Nach Ansicht der Paketda-Redaktion hat das Parcellock-System keinen entscheidenden Vorteil gegenüber dem neutralen Renz-Paketschloss.

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Renz-Paketkästen inklusive Versicherung

Ein Alleinstellungsmerkmal der Renz-Paketkästen ist eine Versicherung, die kostenlos dazugegeben wird. Falls innerhalb von 2 Jahren ab Lieferdatum des Paketkastens ein Schaden an einem Paket auftritt, greift die Versicherung und ersetzt den Schaden (siehe Herstellerwebsite). Versichert sind Schäden bis € 600 pro Fall durch Einbruch, Vandalismus sowie Feuer- und Sturmschäden. Wichtig: Die Versicherung deckt nicht den Schaden am Paketkasten ab sondern den Schaden an den darin befindlichen Paketen. Als Kunde muss man seinen Renz-Paketkasten online registrieren, um die Versicherung zu aktivieren. Stand: 11/2016.

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Renz-Paketkästen für Einfamilienhäuser

Paketkästen von Renz

Renz bietet wohl eine der größten Modellpaletten für Paketkästen. Zudem sind etliche Individualisierungen möglich, indem man die Paketkästen z.B. mit Briefkästen und Klingelanlagen kombiniert. Während eine Familie im Einfamilienhaus vermutlich mit einem Paketfach auskommt, sind bei einem Zweifamilienhaus Modelle mit zwei Paketfächern ratsam. Je nach Paketaufkommen und Bewohneranzahl kann man sich bei Renz die beste Lösung zusammenstellen.

Die Paketda-Redaktion empfiehlt: Lassen Sie sich bei der Kaufentscheidung nicht zu sehr vom Design der Paketkästen beeinflussen. Wählen Sie lieber das für Sie geeignete Modell anhand der Paketfachgrößen. Denn nichts wäre ärgerlicher, als einen zu kleinen Paketkasten aufzustellen und deshalb große Pakete trotzdem in der Postfiliale abholen zu müssen. Überlegen Sie, ob Sie eher große oder kleine Pakete empfangen und wie viele Pakete pro Tag. Schätzen Sie entsprechend den benötigten Stauraum ab.

Wenn Sie den Aufstellort für Ihren neuen Paketkästen festlegen, bedenken Sie den notwendigen Freiraum für die Öffnungsklappe. Renz-Paketkästen öffnen üblicherweise nach vorn mittels seitlich schwingender Klappe. Bei Neubauten empfiehlt es sich, Briefkasten- und Paketkastenanlage zu kombinieren. Bei Altbauten kann der Paketkasten auch separat aufgestellt werden, zum Beispiel im Vorgarten, am Gartenzaun oder per Wandmontage. Das Aufstellen an einem regengeschützten Ort wird empfohlen.

Die komplette Modellpalette finden Sie hier auf der RENZ-Website.

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Große Anlagen mit mehreren Paketfächern

Paketkasten-Anlage mit mehreren Fächern

In Mehrfamilienhäusern sind Paketkasten-Anlagen bislang kaum verbreitet. Denn einerseits erfordern solche Anlagen ein Investment des Eigentümers von mehreren tausend Euro. Und andererseits muss ausreichend Platz im Hausflur vorhanden sein. Sofern eine zusätzliche Überdachung gebaut wird, können Renz-Paketkasten-Anlagen aber auch im Außenbereich aufgestellt werden.

Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei den bekannten DHL-Packstationen: Paketzusteller legen Sendungen in ein freies Fach ein und wählen auf einem Display den Namen des Empfängers aus. Der Empfänger wird daraufhin per E-Mail / SMS über das neue Paket informiert und kann es mit einem Code aus dem Paketkasten abholen. Die RENZ-Paketkastenanlagen verfügen über eine digitale Steuerung, die jeder Paketdienst benutzen kann. Es gibt also keine Beschränkung auf DHL.

Renz hat zwei unterschiedliche Steuersysteme entwickelt: Ein kleines Modell für die Verwaltung von bis zu 30 Fächern. Und ein "Plus"-Modell für bis zu 500 Brief-/Paketkästen. Beide Systeme haben gemeinsam, dass man sie bequem über ein Webportal verwalten kann. Das ist wichtig, um z.B. neue Bewohner hinzuzufügen oder deren Benachrichtigungswege zu ändern (falls sich z.B. die E-Mail-Adresse eines Empfängers ändert). Einen Überblick der technischen Details finden Sie auf der Renz-Website.

Falls Sie das oben erwähnte Parcellock-System zur Steuerung der Zugangsberechtigungen bevorzugen, können Sie Paketkasten-Anlagen von Renz auch damit ausstatten lassen. Mehr Infos unter parcellock.de.

Paketkasten-Anlagen von Renz eignen sich auch für weitere Anwendungszwecke. Sie können zum Beispiel in Unternehmen aufgestellt werden, deren Mitarbeiter sich häufig private Pakete ins Büro schicken lassen. Indem die Pakete zentral in einer Paketkasten-Anlage hinterlegt werden, entfällt der Paket-Verteilaufwand innerhalb der Firma. Stattdessen kann sich jeder Mitarbeiter seine Pakete zur beliebigen Uhrzeit selbst aus der Anlage abholen.

Mehr Informationen zu Paketkasten-Anlagen finden Sie auf der Renz-Website. Als Alternative sollten Sie sich auch die Paketkasten-Anlagen der Firma Max Knobloch anschauen.

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Bezugsquellen für Renz-Paketkästen

Produkte von Renz werden über den Fachhandel vertrieben. Es gibt kaum Onlineshops, die Renz-Paketkästen führen. Das mag auch damit zu tun haben, dass sich die Varianten so zahlreich kombinieren lassen (mit Briefkasten, Klingelanlage, verschiedene Größen, Farben usw.). Eventuell haben Sie Glück und finden bei eBay einen gebrauchten Renz-Paketkasten. Ansonsten bleibt der Neukauf bei einem Fachhändler in Ihrer Nähe. Auf der Website von Renz können Sie die Händlersuche nutzen.

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