DHL erweitert Paketzentrum Aschheim für 100 Mio. Euro

3D-Modell des neuen DHL-Paketzentrums Aschheim
Das DHL-Paketzentrum Aschheim wird kräftig ausgebaut: Mit einer Sortierkapazitäten von 72.000 Paketen pro Stunde soll es noch größer werden als die bisherigen Mega-Paketzentren Obertshausen und Bochum (dortige Leistung: 50.000). Die Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus ist ab 2022 geplant.

Das neue Paketzentrum wird angrenzend an das bereits bestehende Aschheimer DHL-Paketzentrum gebaut. Durch die Verbindung beider Standorte über einen Tunnel für Lkw entsteht damit der größte Paket-Standort in Deutschland. Eine derartige Kombination zweier Paketzentren ist in Deutschland bislang einzigartig.

In Aschheim können ab 2022 bis zu 72.000 Pakete pro Stunde sortiert werden. Deutsche Post DHL investiert eigenen Angaben zufolge etwas mehr als 100 Millionen Euro ("niedriger dreistelliger Millionenbetrag"). Quelle: Pressemitteilung.

"Mit dem neuen Paketzentrum schaffen wir in einem weiterhin stark wachsenden Paketmarkt dringend benötigte zusätzliche Sortierkapazitäten für die Versorgung der Menschen im Großraum München sowie in weiten Teilen Oberbayerns. Wir setzen dabei nicht nur auf modernste Sortiertechnik, sondern auch auf ein durchweg nachhaltiges Baukonzept", erklärt Post-Vorstandsmitglied Tobias Meyer. Zudem schafft das Unternehmen rund 500 neue Arbeitsplätze.

Das neue Gebäude entsteht auf einem 67.000 Quadratmeter großen Areal. Die Sortierkapazität des neuen Paketzentrums umfasst 40.000 Pakete pro Stunde. Die Anbindung an das bestehende Paketzentrum, in dem bis zu 32.000 Sendungen pro Stunde sortiert werden können, erfolgt durch einen Tunnel unter der Klausnerstraße mit gemeinsam genutzter Einfahrt und Parkfläche.



So berichtete Paketda im Oktober 2019

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Exotischer Umbau bei DHL in Aschheim und neues Paketzentrum in Bayern

Im Gemeinderat Aschheim stellten Vertreter von Deutsche Post DHL Erweiterungspläne für das Paketzentrum Aschheim vor. Weil das Paketzentrum an seine Kapazitätsgrenze stoßen wird, ist langfristig der Neubau eines Paketzentrums zwischen Nürnberg und München geplant. Ein Standort wurde noch nicht gefunden; er soll idealerweise in der Nähe der Autobahn A9 liegen. Mit einer Inbetriebnahme ist nicht vor 2022 zu rechnen.

Bis dahin wird DHL ca. 70 Millionen Euro in das Paketzentrum Aschheim investieren, um die Kapazität zu erweitern und mehr Parkplätze für LKW und Container zu schaffen. Die Süddeutsche schreibt, es werde ein vor ca. 5 Jahren gebautes Gebäude abgerissen, um Platz zu schaffen. Möglicherweise handelt es sich dabei um die Ende 2013 eingeweihte Zustellbasis neben dem Paketzentrum.

Ein 3D-Entwurf bei www.merkur.de zeigt, dass neben dem Paketzentrum ein neues, zweistöckiges Gebäude errichtet werden könnte.

Die 3D-Grafik lässt erahnen, dass die Zustellbasis möglicherweise auf die neue Sortierhalle draufgesetzt wird! Die Pakete müssten also ein Stockwerk nach oben transportiert werden, um dort in Zustellfahrzeuge verladen zu werden. Die Zustellfahrzeuge gelangen über ein Parkdeck zum Obergeschoss. Das Parkdeck bietet außerdem Stellplätze für LKW. In trockenen Tüchern sind diese Pläne allerdings noch nicht.


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