Trans-o-flex legt Börsengang auf Eis


Im September teilte Trans-o-flex mit, noch im laufenden Jahr 2021 an die Börse zu gehen. Kurze Zeit später gab DPD bekannt, mit 90 Millionen Euro bei Trans-o-flex einzusteigen. Aber nur, wenn der Börsengang gelingt. Und danach sieht es aktuell nicht mehr aus.

Die Rhein-Neckar-Zeitung erfuhr von einer Trans-o-flex-Sprecherin, dass alle Vorbereitungen für den Börsengang getroffen seien, aber man habe "noch nicht den geeigneten Moment gesehen". Offenbar gelingt es Trans-o-flex nicht, genügend Investoren zu finden, die Aktien des Unternehmens zum gewünschten Preis kaufen wollen.

Die Pressesprecherin sagte zur Zeitung, dass der Börsengang nur eine von mehreren Optionen sei, "um unser Wachstum weiter zu beschleunigen". Das klingt so, als könne das Vorhaben sogar komplett abgesagt werden.

Übrigens: Im Januar 2021 ging das polnische Unternehmen InPost an die Börse (Paketda berichtete). Am 29.01. wurde die Aktie mit 19,80 Euro gehandelt. Jetzt im November 2021 liegt der Kurs bei nur noch 10,40 Euro. Also fast halbiert.



Trans-o-flex geht an die Börse und DPD investiert 90 Mio. Euro

So berichtete Paketda am 4. Oktober 2021

Trans-o-flex hat offiziell mitgeteilt, dass Geopost, die Mutter des Paketdienstes DPD, den Kauf von Aktien im Wert von 90 Millionen Euro beabsichtigt. Trans-o-flex möchte noch im laufenden Jahr 2021 an die Börse gehen.

Weil Geopost so viel Geld in Trans-o-flex investiert, darf zukünftig ein Mitglied des Aufsichtsrats von Trans-o-flex durch Geopost bestimmt werden. Boris Winkelmann, Chef von GeoPost / DPD wird mit folgenden Worten zitiert:

"Trans-o-flex genießt unseren höchsten Respekt als einer der wichtigsten Akteure in der aktiv temperaturgeführten Logistik in Deutschland. Wir glauben, dass die starke Expertise von trans-o-flex für Speziallogistik-Lösungen, das einzigartige Geschäftsmodell, die starke Erfolgsgeschichte und ein klarer Weg für ein beschleunigtes Wachstum eine hervorragende Kombination sind. Das Investment ist Teil unserer Strategie 2025 Together and beyond und spiegelt unser Ziel, unsere Position im europäischen Markt für Healthcare-Logistik zu stärken, wider. Wir freuen uns auf eine engere Zusammenarbeit und sehen viele Möglichkeiten, die Expansion von trans-o-flex über Deutschland hinaus zu unterstützen."


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Trans-o-flex könnte an die Börse gehen

So berichtete Paketda im August 2021

Aktien von Logistikunternehmen haben von Corona und verstärktem Onlineshopping profitiert (Paketda berichtete). Das günstige Umfeld will der Paketdienst Trans-o-flex möglicherweise nutzen, um an die Börse zu gehen. Dann werden Unternehmensanteile an fremde Investoren und Privatanleger verkauft, und mit dem eigenommenen Geld kann Trans-o-flex den Betrieb ausbauen.

Das Handelsblatt meint, Trans-o-flex könnte schon im September an der Börse gelistet werden. Geschätzter Wert: 1 bis 1,2 Mrd. Euro.

Im Februar 2021 hatte Trans-o-flex erstmal schwarze Zahlen vermeldet (Paketda berichtete). Zuvor soll das Unternehmen jahrelang Verluste angehäuft haben, berichtet das Handelsblatt.

In 2020 machte Trans-o-flex einen Umsatz in Höhe von 515 Millionen Euro. Das war eine Steigerung von 4% gegenüber dem Vorjahr. Andere Post- und Paketdienste konnten im Coronajahr stärker zulegen. Trans-o-flex ist jedoch nicht auf Privatkunden ausgerichtet, sondern hat sich auf Spezialtransporte fokussiert, wie z.B. gekühlte Medizin an Apotheken.


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