München: Paketstationen bald Pflicht für Neubauten?

DHL Packstation für Mehrfamilienhäuser
Der Münchener Merkur schreibt über Absichten der CSU im Münchener Stadtrat, Paketstationen in neuen Wohngebieten verpflichtend vorzuschreiben.

Dem Zeitungsbericht zufolge soll die Pflicht nur für Neubauten gelten. Ob Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser gleichermaßen betroffen sein werden, ist unbekannt. Bislang handelt es sich ohnehin nur um einen Antrag der CSU, dessen Erfolgsaussichten ungewiss sind. Die Mehrheit im Stadtrat Münchens hat die SPD (Quelle: Wikipedia).

CSU-Fraktionschef und Zweiter Bürgermeister Manuel Pretzl sagte zum "Merkur", Paketboxen in Wohnanlagen könnten dazu beitragen, unnötige Zustellversuche und Abholfahrten zu reduzieren. Er erwähnte außerdem den Umweltaspekt und die Zeitersparnis für Paketempfänger, weil Sendungen nicht mehr im Paketshop abgeholt werden müssen.

Die Zeitung schreibt weiter, dass die Paketanlagen bei größeren Wohngebäuden dezentral angeordnet sein könnten, beispielsweise im Innenhof. Bei kleineren Gebäuden sollen die Boxen im Eingangsbereich stehen. Die CSU beantragt, dass die Stadtverwaltung mit den Paketdiensten über die Idee verhandeln soll. Antrag als PDF.

DHL brachte 2015 eine Packstation für Mehrfamilienhäuser auf den Markt (Paketda berichtete). Das System basierte auf dem Grundkonzept des DHL-Paketkastens für Einfamilienhäuser. Die Anlagen ließen sich per RFID-Chip vom Kunden und Zusteller öffnen. Diese Technik erwies sich als fehleranfällig. Ende 2018 stoppte DHL den Verkauf eigener Paketkästen.


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