GLS bringt Myflexbox-Paketstationen nach Deutschland

Abholstation von Myflexbox
Die erste Abholstation des österreichischen Unternehmens Myflexbox wurde in Deutschland in Betrieb genommen. Der Ort ist etwas trostlos gewählt: Das Industriegebiet Erding-West am dortigen GLS-Paketzentrum.

Die Standorte werden sich bei der künftigen Expansion verbessern. GLS kündigte bei Instagram an, "das Netz an Paketstationen bis Ende des Geschäftsjahres in den deutschen Ballungszentren Berlin, Hamburg und dem Ruhrpott" auszubauen. Das laufende Geschäftsjahr endet bei GLS im März 2023.

Angestrebt werden insgesamt 500 Myflexbox-Paketstationen. Während Myflexbox in Österreich zahlreiche Kooperationspartner hat (z.B. UPS, DPD, DHL Express), ist GLS in Deutschland zurzeit Exklusivpartner. Das dürfte sich in Zukunft ändern, weil GLS die Paketstationen mit eigenen Mengen nicht voll auslasten kann.

Begrüßenswert ist, dass GLS trotz des Scheiterns der Parcellock-Abholstationen nicht vor einem erneuten Versuch zurückschreckt. Ob die Myflexbox-Stationen von Kunden gut angenommen werden, hängt von den Standorten ab sowie der leichten Bedienbarkeit für Kunden und Zusteller. Vor allem letztere verzweifelten oft an der schlechten Usability der Parcellock-Stationen.

Dr. Karl Pfaff, Vorsitzender der GLS Germany-Geschäftsführung:

"Dieses Vorhaben ist grundlegender Smart-City-Baustein und dringend nötig, um unsere Nachhaltigkeits-Ambitionen vor allem in den deutschen Großstädten umsetzen zu können. Wir haben uns selbst strenge Ziele gesetzt und sind motiviert, diese im Sinne eines zukunftsorientierten Service-Angebots zu verwirklichen. Das geht nur mit kreativen Ansätzen und im Zusammenspiel zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wer Paketstationen nutzt, braucht keine Sorge mehr vor erfolglosen Haustürzustellungen zu haben."

Abholstation von Myflexbox


Wird auch UPS Kooperationspartner von Myflexbox?

Im Herbst 2022 werden die ersten Paket-Abholstationen des Unternehmens Myflexbox in deutschen Städten aufgestellt. In Österreich gibt es Myflexbox schon länger; Zustellpartner sind DPD, GLS, DHL Express und UPS.

Wahrscheinlich arbeitet UPS auch in Deutschland mit Myflexbox zusammen. Frank Jørgensen, UPS-Chef in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erklärte im Interview mit der DVZ:

"Früher haben wir immer gesagt, wir wollen alles selber machen. Mittlerweile sehe ich auch die Möglichkeit, Partnerschaften mit Firmen einzugehen. Etwa mit solchen, die schon Paketboxen haben."

Jørgensen bestätigt die Kooperation mit Myflexbox in Deutschland nicht ausdrücklich. Aber er sagte zur DVZ, dass ein flächendeckend agierender Anbieter besser sei als mehrere kleinere, regionale Anbieter. Der bislang einzige Abholstation-Betreiber mit bundesweiten Ambitionen war Parcellock.

Mittelfristig soll die Anzahl der UPS Access Points in Deutschland von 3.600 auf ca. 5.000 steigen. Zu den Access Points werden künftig Paketshops und Paketautomaten zählen.

Detailansicht Myflexbox



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Myflexbox kommt nach Deutschland

So berichtete Paketda am 02.07.2022

Das österreichische Unternehmen Myflexbox expandiert nach Deutschland und will hierzulande anbieterneutrale Paketstationen aufstellen. Mit diesem Konzept ist kürzlich erst Parcellock gescheitert (Paketda berichtete). Allerdings krankte Parcellock an einer komplizierten Bedienung für Kunden und Zusteller.

Myflexbox scheint solche Probleme nicht zu haben. In Österreich kooperieren DPD, GLS, DHL Express und UPS mit dem Startup. Bis Ende diesen Jahres sind in Österreich 400 Stationen geplant, und bis Ende 2025 sollen es 1.000 sein. In Deutschland plant Myflexbox den Markteintritt in Berlin, München, Hamburg und im Ruhrgebiet. Alle Stationen sollen rund um die Uhr zugänglich sein. Es wird also keine Indoor-Locker geben wie z.B. Instabox in H&M-Läden.

Für private Empfänger ist Myflexbox kostenlos. Lokale Händler, die Pakete in die Stationen einlegen möchten, bezahlen 0,95 Euro pro Einlagerung. Für Paketdienste gelten wahrscheinlich ähnliche Konditionen.

Quelle: www.myflexbox.at




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