Aus vertraulicher Quelle wurde Paketda über eine Änderung bei DHL-Päckchen informiert: Ab dem 1. Juni 2024 werden Päckchen S und Päckchen M in den DHL-Paketzentren bearbeitet und nicht mehr in den Briefzentren der Deutschen Post.
Bislang wurden Päckchen S aufgrund ihrer geringen Abmessungen (max. 35x25x10 cm) zusammen mit der Briefpost sortiert und befördert. Viele Briefzentren erhielten sogar neue Sortieranlagen speziell für warentragende, kleinformatige Sendungen (Paketda berichtete).
Dass Päckchen S nun im Paketstrom sortiert werden, könnte ein Indiz dafür sein, dass sie in der Briefzustellung schlecht handhabbar waren. Mit einer Höhe von bis zu 10cm sind Päckchen nicht briefkastenfähig und beanspruchen in der Postkarre bzw. im Postfahrrad relativ viel Platz.
Bei der DHL-Warenpost gibt es nach Paketda-Informationen keine Änderungen. Diese Sendungsart wird weiterhin in Briefzentren sortiert. Warenpost darf maximal 35 x 25 x 5 cm groß sein; sie ist also deutlich flacher als das Päckchen S.
Neues DHL-Päckchen S wird in Briefzentren bearbeitet
So berichtete Paketda im Juli 2018
Am 01.07.2018 hat DHL das Porto für die billigste Päckchenklasse S auf 3,79 Euro gesenkt (Paketda berichtete). Merkwürdigerweise berichteten keine Zeitungen darüber. Stattdessen war am 1. Juli die Preiserhöhung bei Bücher- und Warensendungen das beherrschende Thema in den Medien.
Unterdessen hat Journalist Jürgen Olschimke (www.jolschimke.de) Unterlagen der Deutschen Post veröffentlicht. Daraus geht die interne Handhabung der Päckchenklassen S und M hervor.
Die kleinformatigen Päckchen S werden in Briefzentren der Deutschen Post bearbeitet, und die etwas größeren Päckchen M werden in DHL-Paketzentren bearbeitet. Daraus folgt, dass Päckchen S keinen Strichcode-Aufkleber mit Leitcodierung bekommen. Dieser ist zur automatischen Sortierung in Paketzentren notwendig.
Nachtrag vom Mai 2019: Ein Paketda-Nutzer aus dem Raum Nürnberg hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Päckchen S dort in einem Pilotprojekt von Briefträgern zugestellt werden. Auf diese Weise will die Deutsche Post die Auslastung der Briefträger wohl erhöhen und die DHL-Paketzusteller etwas entlasten.