Sendungsverfolgung Menü

DHL setzt auf Paketwachstum, bleibt aber vorsichtig bei Chinamengen


Weil das Briefgeschäft bei der Deutschen Post rückläufig ist, setzt das Unternehmen im Rahmen der Strategie 2030 verstärkt auf das Paketgeschäft. Laut Vorstandsmitglied Nikola Hagleitner plant das Unternehmen langfristig, um den zukünftigen Kapazitätsbedarf abzuschätzen. Da der Bau von Paketzentren jahrelange Vorlaufzeiten hat, kalkulieren Hagleitner und ihr Team bereits heute: "Wann haben wir nicht mehr genug Kapazität, um das Wachstum abzubilden? Wir müssen jetzt schon planen, wann wir zusätzliche Kapazitäten brauchen", erklärte sie im DHL-Podcast Postcast.

DHL profitiert aktuell trotz einer Konsumzurückhaltung in Deutschland von einem Paketwachstum. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen bei günstigen China-Versendern einkaufen. Hagleitner bezeichnet dies jedoch als ein "Phänomen" und stellt infrage, ob DHL in Zukunft weiterhin auf diese Chinamengen setzen kann. "Das liegt nicht nur allein an der Qualität, die wir liefern. Das liegt auch am regulatorischen Umfeld. Daran wird sich in der Zukunft wahrscheinlich etwas ändern", so Hagleitner.

Sie verweist damit auf politischen Gegenwind, insbesondere gegen Importe von Plattformen wie Temu und Shein, deren Sendungsmengen den Zoll zunehmend überlasten. Zudem soll die Zollfreigrenze von 150 Euro spätestens 2028 entfallen, was Einkäufe außerhalb der EU verteuern wird.

Interessanter Fakt am Rande: Hagleitner erwähnt im Podcast, dass sie kürzlich das Paketzentrum Köngen besucht habe, wo sie Informationen über Probleme mit Chinasendungen erhielt. Im Detail führte sie das jedoch nicht näher aus.



Anzeige


Finanzzahlen von Deutsche Post DHL: Die fetten Jahre sind vorbei

So berichtete Paketda im August 2023

Die DHL Group hat Finanzergebnisse fürs 2. Quartal 2023 veröffentlicht. Im Bereich Post & Paket Deutschland sank das EBIT im Vorjahresvergleich um 49 Prozent auf 123 Millionen Euro. Als "größte Herausforderungen" bezeichnet der Konzern den anhaltenden Rückgang im Briefgeschäft und die hohe Kosteninflation.

Außerdem gebe es finanzielle Einschränkungen durch regulatorische Rahmenbedingungen. Damit ist das Briefporto gemeint, dessen Anhebung geplant ist, aber zuvor behördlich genehmigt werden muss (Paketda berichtete). Aufgrund der schwierigen Lage hat die DHL Group die Investitionen in Deutschland reduziert. Gegenüber dem Vorjahr sank das Investitionsvolumen (z.B. in neue Gebäude, Fahrzeuge, etc.) um 41 Prozent.

Positiv zu vermerken ist ein Anstieg des Paketvolumens um 8% in Deutschland. Bei Expresspaketen (weltweit) ist der Trend andersherum: dort sank das tägliche Paketvolumen um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.



Anzeige


Deutsche Post DHL profitiert vom Corona-Jahr

So berichtete Paketda im Januar 2021

Die Deutsche Post AG hat vorläufige Ergebnisse ihres Geschäftsjahres 2020 bekanntgegeben - und die fallen sehr gut aus! Ursprünglich rechnete der Konzern mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,1 bis 4,4 Milliarden Euro. Tatsächlich wurden 4,84 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Aktie der Deutschen Post stieg nach dieser positiven Meldung um ca. 2 Prozent.

Im Bereich "Post & Paket Deutschland" stieg das EBIT im Geschäftsjahr 2020 um 29%. Im Bereich "Express" wurden sogar 35% EBIT-Wachstum erzielt und bei "Global Forwarding, Freight" immerhin ein Plus von 13%.

Die Monate Oktober bis Dezember 2020 verliefen besonders stark. Die Paketmengen stiegen um 23% gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang der Briefsendungen stabilisierte sich im 4. Quartal bei -7%.

Ausführliche Meldung unter www.dpdhl.com


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

Paketda folgen bei: