Deutsche Post: Internationale Sendungsverfolgung mit Funketiketten

Deutsche Post Ländernachweis mit RFID Funkchips Zur Nachverfolgung internationaler Briefsendungen bietet die Deutsche Post jetzt Funketiketten an. Diese Etiketten enthalten einen RFID-Chip mit eindeutiger Identifikations- bzw. Sendungsnummer. Passiert ein Brief mit Funkchip eine Scanstelle in einem deutschen oder internationalen Briefzentrum (z.B. IPZ Frankfurt), erscheint der Ort in der Sendungsverfolgung. Bei Sendungen in die USA oder die Schweiz wird zudem der Eingang beim Zoll als Scanpunkt erfassst. Die Funketiketten werden automatisch gelesen und nicht von Mitarbeitern eingescannt.

Die Funketiketten dienen lediglich der groben Nachverfolgbarkeit internationaler Briefsendungen. Sie sind nicht mit Einschreiben zu verwechseln, deren Erhalt der Empfänger ja quittieren muss. Auch eine Haftung bei Verlust oder Beschädigung einer Sendung mit RFID-Chip gibt es nicht.

Dennoch ist der neue "Ländernachweis" der Deutschen Post eine sinnvolle, weil kostengünstige Zusatzleistung. Die Funketiketten eignen sich zum Tracking von Sendungen, die nicht so wichtig sind wie Einschreiben oder Pakete. Die Deutsche Post hat insbesondere gewerbliche Warenversender als Zielgruppe ausgemacht, die ihren Kunden eine bessere Nachverfolgbarkeit der Lieferung bieten wollen. Denn internationale Sendungen brauchen manchmal etwas länger. Der Ländernachweis reduziert die Ungewissheit während des Transports, weil nachverfolgbar ist, wo die Sendung zuletzt gescannt wurde. Dies bietet Versendern und Empfängern eine bessere Möglichkeit, abzuschätzen, ob die Sendung planmäßig unterwegs ist.

In der eFiliale der Deutschen Post sind 20 RFID-Etiketten für zurzeit 19 Euro erhältlich (entspricht 0,95 Euro pro Stück). Später soll es auch 50er Packs für 45 Euro geben (entspricht 0,90 Euro pro Stück). Geschäftskunden können die Etiketten auch als preiswerte 500er Rolle bestellen, müssen allerdings 45 Cent Aktivierungsgebühr pro Label bezahlen.

Privatkunden mit Prepaid-Funketikett aktivieren es vor dem Versand unter www.deutschepost.de/rfid. Anschließend kann die Sendung regulär frankiert per Filiale oder Briefkasten verschickt werden. Einen Einlieferungsbeleg gibt es für Briefe mit Funk-Ländernachweis nicht.

In folgenden Ländern funktioniert das neue Produkt (Stand 12/2015): Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, Ungarn. Außerdem in den Nicht-EU-Ländern Schweiz und USA.

Die Infografik der Deutschen Post veranschaulicht die Funktionsweise des Ländernachweises:

Infografik zum RFID Funketikett mit Ländernachweis


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