Erster Spatenstich für Briefzentrum in Germering

Idealerweise wäre das neue Briefzentrum in Germering schon jetzt, Ende 2021, in Betrieb gegangen. Das sahen die ursprünglichen Planungen aus dem Jahr 2018 vor.

Doch aufgrund von Bürgerprotesten gegen das Briefzentrum konnten die Bauarbeiten erst verspätet starten. Der erste Spatenstich ist nun getan. Die Inbetriebnahme soll Ende 2023 erfolgen, wie die Abendzeitung berichtet.

Das Briefzentrum Germering soll das größte Deutschlands werden. Es wird zwei Briefzentren in München und in Schorn (Starnberg) ersetzen, die 2023 geschlossen werden. Das Einzugsgebiet des neuen Briefzentrums umfasst die PLZ-Bereiche 80, 81 und 82.



2.500 Einwohner aus Germering sind gegen neues Briefzentrum

So berichtete Paketda im September 2020

Der Neubau eines Briefzentrums in Germering entwickelt sich zu einer zähen Angelegenheit. Einen Überblick über das Hin und Her gibt das Zeitungsarchiv bei Merkur.de.

Die neueste Aktion ist eine Unterschriftensammlung von Bürgern, die den Bau des Briefzentrums verhindern wollen (siehe merkur.de). Die Kritiker haben dafür mehr als 2.500 Unterschriften gesammelt und bemängeln, dass der Verkehr im Ort zunehmen wird, das Briefzentrum keinen signifikanten Nutzen habe und viel Bauland verbrauche.

Im Januar 2020 hatte sich der Stadtrat Germerings "mit deutlicher Mehrheit" für den Bau des Briefzentrums ausgesprochen. Deshalb ist zu erwarten, dass der Stadtrat das nun gestartete Bürgerbegehren letztendlich ablehnen wird. Sind die gesammelten Unterschriften gültig, muss es aber in jedem Fall eine erneute Abstimmung im Stadtrat geben.

Die Deutsche Post hat laut Zeitungsbericht entschieden, die Briefzentren in Starnberg und München länger zu betreiben als geplant. Eigentlich sollte der Neubau in Germering Ende 2021 oder Anfang 2022 fertig werden. Die Post rechnet nun mit einem späteren Zeitpunkt.

Nachtrag: Die laufende Berichterstattung zum Genehmigungsfortschritt des Briefzentrums finden Sie hier bei Merkur.de. Per Stand Sommer 2021 sind Archäologen mit der Untersuchung des Baugrundstücks beschäftigt.

Briefzentrum Starnberg


Anzeige


Deutsche Post will zwei Briefzentren ersetzen

So berichtete Pakete im September 2018

Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf ein internes Schreiben der Deutschen Post, dass die Briefzentren in Schorn und in der Münchener Arnulfstraße verkauft wurden. Käufer ist die Unternehmensgruppe Büschl. Es handelt sich um ein Immobilienunternehmen, das Wohn- und Gewerbeobjekte plant und baut.

Auf dem Gelände in Arnulfstraße will Büschl ein neues Stadtteilzentrum errichten. Die bogenförmige, denkmalgeschützte Posthalle wird in das neue Konzept eingebunden. Ab dem Jahr 2021 sollen dort Wohnungen, Gewerbeflächen sowie "Einrichtungen für jung und alt" entstehen, sagte Unternehmenschef Ralf Büschl zur Zeitung tz. Die Zeitung spekuliert über die Ansiedlung von Ikea oder einer Konzerthalle.

Laut Süddeutscher Zeitung (SZ) wird das 100.000 Quadratmeter große Grundstück in der Arnulfstraße auf einen Marktwert im dreistelligen Millionenbereich geschätzt. Das Geld verwendet die Post für ein neues Briefzentrum außerhalb von München.

Die SZ zitiert aus einem internen Post-Rundschreiben, dass die Verhandlungen für ein Ersatzgrundstück "bereits sehr weit fortgeschritten" seien. In dem neuen Briefzentrum werden künftig alle Sendungen der PLZ-Regionen 80, 81 und 82 bearbeitet. Für 80/81 ist bis Ende 2020 weiterhin das Briefzentrum München-Arnulfstraße zuständig. Die PLZ-Region 82 wird bislang noch vom Briefzentrum Schorn bei Starnberg abgedeckt. Auch dieser Standort wurde an die Unternehmensgruppe Büschl verkauft.

Quellen: tz.de | sueddeutsche.de | merkur.de


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

✉ Paketda-News kostenlos abonnieren per Newsletter, bei Telegram oder bei Google News.