Neuerungen bei Deutsche Post DHL: Mehr Packstationen, Paketshops und Personal

DHL Zustellbasis in Tornesch
Deutsche Post DHL hat das Weihnachtsgeschäft 2018 ausgewertet und das Fazit lautet: "Mehr als 99 Prozent aller Sendungen sind selbst bei kurzfristigem Versand vor Weihnachten pünktlich zum Fest angekommen."

Damit es in 2019 weiterhin so gut läuft, hat das Unternehmen folgende Investitionen und Verbesserungen angekündigt:

500 neue Filialen
In Deutschland werden 500 neue Partner-Filialen und Paketshops in Einzelhandelsgeschäften eingerichtet. Dabei sollen neue Konzepte ausprobiert werden wie der DHL-Autoschalter sowie neue Selbstbedienungsautomaten für Briefmarken (vgl. deutsche-briefmarken-zeitung.de).

Etwas merkwürdig liest sich folgende Ankündigung: "Außerdem sollen Kunden ihre Pakete künftig in Paketshops auch abholen können." Wahrscheinlich ist damit gemeint, dass künftig alle DHL-Paketshops sowohl Pakete annehmen als auch ausgeben sollen. Bislang gibt es DHL-Shops, die nur Pakete annehmen.

1.000 neue Packstationen
Aktuell verfügt DHL über ca. 3.500 Packstationen in Deutschland. Die Anzahl soll um knapp 30 Prozent gesteigert werden, und zwar auf 4.500 Packstationen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, zumal Post-Chef Frank Appel vor einem Monat im Tagesspiel-Interview noch skeptisch war. Es sei schwierig, geeignete Standorte für Packstationen zu finden.

Außerdem sagte Appel: "Wenn der Service an die Haustür so unbefriedigend wäre, würden doch viel mehr Menschen an Packstationen liefern lassen." Quelle: www.tagesspiegel.de.

Zustellnachweis für Warenpost
Bei der Versandart "Warenpost National" will die Deutsche Post ihren Geschäftskunden einen Zustellnachweis anbieten. Bislang geht die Post stillschweigend davon aus, dass Warenpost-Sendungen am Tag der Erfassung im Zielbriefzentrum zugestellt werden. Der Status "zugestellt" wird in die Sendungsverfolgung automatisch eingebucht, es sei denn, der Zusteller vermerkt ein Zustellhindernis.

400 neue Zustellbasen und -depots
In ländlichen Regionen sollen 400 neue Stützpunkte für Verbundzusteller eingerichtet werden. In Städten werden Briefe und Pakete von 2 separaten Zustellern geliefert, auf dem Land hingegen durch einen gemeinsamen Postboten (sog. Verbundzustellung).

Eine Begründung für diese Strategie lieferte der Postkonzern nicht. Möglicherweise hängt es mit der Einführung der Streetscooter-Elektrofahrzeuge zusammen, die eine geringere Reichweite haben als Dieselfahrzeuge. In 2019 soll die Anzahl der Streetscooter von 9.000 auf 15.000 Stück erhöht werrden.

Desweiteren sind folgende Verbesserungen angekündigt:

  • 5.000 neue Mitarbeiter in 2019, um Mengenspitzen abzufedern und Tourabbrüche zu vermeiden
  • Ausbildung von 450 eigenen LKW-Fahrern
  • Neue Gangfolge-Sortiermaschinen in Briefzentren
  • Neue Lesetechnik in Paketzentren für eine "effizientere Bearbeitung"

Die vollständige Pressemitteilung gibt es unter www.dpdhl.com.


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