IPZ Frankfurt wurde für China-Sendungen aufgerüstet

Im Internationalen Postzentrum (IPZ) in Frankfurt können kleinformatige und leichtgewichtige Sendungen ab sofort besser bearbeitet werden. Laut Frankfurter Allgemeine investierte die Deutsche Post 12 Millionen in neue Sortiertechnik. Vor allem Sendungen aus Asien, die in glitschigen Plastiktüten verpackt sind, sollen mit der neuen Technik schneller und mit weniger Personal durchs IPZ gelangen.

Wie die FAZ unter Berufung auf Post-Vorstand Tobias Meyer berichtet, sind pro Schicht "nicht einmal ein Dutzend Mitarbeiter" zum Betrieb der neuen, zweistöckigen Anlage notwendig. Handarbeit betrifft nur das Einkippen von Postsendungen auf die Sortierbänder sowie das Wegfahren von Kisten, in denen die nach PLZ-Regionen sortierten Sendungen landen.

Außerdem sind Mitarbeiter nötig, um schwer lesbare Anschriften zu entziffern. Das kann beispielsweise bei geknickten Umschlägen passieren.

Wünschenswert aber unwahrscheinlich ist, dass sich auch die Abfertigungszeiten beim Zoll im IPZ Frankfurt verkürzen. Wartezeiten von 3-4 Wochen auf die Zollabfertigung sind mehr die Regel als Ausnahme.

So berichtete Paketda im Mai 2019


IPZ Frankfurt bekommt Technik-Update

Die Deutsche Post hat bei Siemens neue Sortiertechnik und Software zur Adresserkennung bestellt. Damit wird das Internationale Postzentrum (IPZ) Frankfurt aufgerüstet. Die Hardware umfasst die Installation eines sogenannten Quergurtsorters vom Typ VarioSort. Dieses Modell ist auch im UPS-Airhub Köln-Bonn im Einsatz (Video unten).

Angaben von Siemens zufolge kann die für das IPZ bestimmte Anlage auch leichte Sendungen ab 20 Gramm sortieren, ohne dass sie vom Band fliegen. Die Sortierleistung beträgt ungefähr 18.000 Sendungen pro Stunde.

Die Adress-Software namens ARTread soll in der Lage sein, Lieferadressen auf Paketaufklebern "mit unterschiedlichen Druckqualitäten, Schriftarten und Adressanordnungen" zu erkennen. Ein Strichcode sei dazu nicht notwendig. Vom System nicht identifizierte Adressen werden menschlich abgetippt. Diese Codierung kann laut Siemens "online ausgeführt werden, d.h. während sich die Sendung in der Sortiermaschine befindet, oder offline, z. B. wenn die Sendung zum nächsten Sortierzentrum transportiert wird."

Bereits die Erstausstattung des IPZ Frankfurt stammte von Siemens. Das jetzt bestellte Update verbessert vor allem die Bearbeitung asiatischer Sendungen. Aus Chinashops werden Massen kleiner, leichter Tütensendungen nach Deutschland geschickt, die in Zukunft mit dem "VarioSort" und der "ARTread"-Software besser automatisiert verarbeitet werden können.

Quelle: www.siemens-logistics.com

So berichtete Paketda im April 2018

IPZ-Chef: Deutlich mehr Onlinebestellungen aus dem Ausland

Im Newsletter "Postforum", den die Deutsche Post DHL Group alle paar Monate an "politische Entscheider" verschickt, gab Martin Wolf ein kurzes Interview. Der 58-Jährige ist Chef des Internationalen Postzentrums (IPZ) in Frankfurt. Er sprach über sinkende Briefmengen, steigende Warensendungen aus Asien und die Folgen für die Arbeitsabläufe im IPZ.

Im IPZ werden vorrangig außereuropäische Brief- und Paketsendungen bearbeitet. Indem die Bearbeitung europäischer Sendungen an andere Standorte verlagert wurde, konnten im IPZ Sortiermaschinen entfernt werden. Der gewonnene Platz wurde für die Bearbeitung kleinformatiger Warensendungen genutzt.

Um die gewaltige Zunahme kleiner Warensendungen (z.B. aus Asien) zu verdeutlichen, präsentiert Wolf erstaunliche Vergleichszahlen: "Vor drei Jahren haben wir täglich 70.000 E-Commerce Sendungen bearbeitet, heute sind es bis zu 350.000 am Tag." Die Mitarbeiterzahl wurde um 8 Prozent gesteigert.

Quelle: Postforum, Ausgabe Nov./Dez. 2017, nicht mehr online abrufbar


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