Leistungsfähigere Technik fürs IPZ / Enorm mehr Ware in Postauktion / Neues zur Übernahme von DHL-Austria


IPZ Frankfurt bekommt Technik-Update

Die Deutsche Post hat bei Siemens neue Sortiertechnik und Software zur Adresserkennung bestellt. Damit wird das Internationale Postzentrum (IPZ) Frankfurt aufgerüstet. Die Hardware umfasst die Installation eines sogenannten Quergurtsorters vom Typ VarioSort. Dieses Modell ist auch im UPS-Airhub Köln-Bonn im Einsatz (Video oben).

Angaben von Siemens zufolge kann die für das IPZ bestimmte Anlage auch leichte Sendungen ab 20 Gramm sortieren, ohne dass sie vom Band fliegen. Die Sortierleistung beträgt ungefähr 18.000 Sendungen pro Stunde.

Die Adress-Software namens ARTread soll in der Lage sein, Lieferadressen auf Paketaufklebern "mit unterschiedlichen Druckqualitäten, Schriftarten und Adressanordnungen" zu erkennen. Ein Strichcode sei dazu nicht notwendig. Vom System nicht identifizierte Adressen werden menschlich abgetippt. Diese Codierung kann laut Siemens "online ausgeführt werden, d.h. während sich die Sendung in der Sortiermaschine befindet, oder offline, z. B. wenn die Sendung zum nächsten Sortierzentrum transportiert wird."

Bereits die Erstausstattung des IPZ Frankfurt stammte von Siemens. Das jetzt bestellte Update verbessert vermutlich die Bearbeitung asiatischer Sendungen. Aus Chinashops werden Massen kleinformatiger und leichtgewichtiger Tütensendungen nach Deutschland geschickt, die in Zukunft mit dem "VarioSort" und der "ARTread"-Software besser automatisiert verarbeitet werden können. Das wirkt sich hoffentlich positiv auf die Import-Abfertigungszeiten im IPZ aus.

Quelle: www.siemens-logistics.com



Postauktionator vermeldet volles Lager

Am 1. Juni 2019 findet wieder eine der regelmäßigen Versteigerungen von Postfundsachen statt. Das Auktionshaus Wendt (www.wendt-auktion.de) lädt in die Gemeindehalle Cölbe ein (Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Laut Website des Auktionators hat sich "die Menge der Ware enorm gesteigert". Das ist bemerkenswert, weil in Deutschland von Jahr zu Jahr immer weniger Briefe verschickt werden. Eigentlich müsste dann auch die Menge sogenannter unanbringlicher Sendungen sinken.

Wie dem auch sei: Interessenten können auf der Postauktion auf den Inhalt von ungefähr 900 Postkisten (40 Rollwagen) bieten. Der Auktionator schreibt: "Wenn Sie glauben, dass etwas nicht mit der Briefpost [...] verschickt wird: Vergessen Sie das und wundern Sie sich!"

Lesen Sie auch unseren ausführlichen Bericht über Versteigerungen unzustellbarer Pakete.



Erste Genehmigung zur Übernahme von DHL Austria durch Österreichische Post erteilt

Das deutsche Bundeskartellamt hat die Erlaubnis erteilt, dass die Österreichische Post das Geschäft von DHL Paket Austria übernehmen darf. Wie Paketda berichtete, zieht sich DHL bis Ende 2019 aus dem Privatkundengeschäft in Österreich zurück. Ehemalige DHL-Mitarbeiter und ein Großteil der DHL-Immobilien wechseln dann zur Österreichischen Post.

Allerdings steht noch eine weitere Genehmigung aus: Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde muss ebenfalls zustimmen, bevor das Verkaufsgeschäft abgewickelt werden darf. Laut volksblatt.at wurde der Prüfungsantrag am 15. Mai bei der Behörde eingereicht. Bis Ende Juni soll die Entscheidung fallen.


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