Marktüberblick: Fulfillment-Dienstleister für kleine und mittlere Onlineshops

Blick in ein DHL-Fulfillment-Center

Inhaltsverzeichnis

  1. Fulfillment-Dienstleister in Deutschland
  2. Amazon FBA als Alternative zum klassischen Fulfillment?
  3. odc-Fulfillment-Plattform von Otto

Fulfillment-Dienstleister in Deutschland

Die Paketda-Redaktion hat einige Unternehmen recherchiert, die insbesondere als Fulfillment-Dienstleister für kleine und mittlere E-Commerce-Unternehmer positioniert sind.

Die Erwähnung der nachfolgenden Dienstleister stellt keine Qualitätswertung dar. Paketda hat die Dienstleister nicht überprüft und kann deshalb für deren Zuverlässigkeit und Qualität nicht bürgen. Die Liste bietet außerdem keinen vollständigen Marktüberblick.

Tipp: Lesen Sie auch unseren Ratgeber mit Kriterien zur Auswahl eines Fulfillment-Dienstleisters.

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Amazon FBA als Alternative zum klassischen Fulfillment?

Blick in ein Amazon-Logistikzentrum

Mit “Fulfillment by Amazon” (kurz: FBA) ermöglicht es Amazon fremden Unternehmen, die logistischen Services von Amazon zu nutzen.

Amazon FBA ist ein hoch automatisiertes und standardisiertes System. Unternehmen, die FBA nutzen möchten, können sich im Regelfall nicht mit einem Berater von Amazon zusammensetzen und sich beraten lassen. Stattdessen gibt es dicke Handbücher mit etlichen Vorschriften, die einzuhalten sind, um Warehousing und Versand durch Amazon zu nutzen. Die Vorgaben betreffen Selbstverständlichkeiten wie die korrekte Auszeichnung von Produkten mit Barcodes, aber auch die Wahl des Polstermaterials für an Amazon gelieferte Waren ist reguliert (nur Papier ist erlaubt, kein Plastik). Bei Abweichungen von den Amazon-Vorschriften müssen Unternehmen mit der Ablehnung angelieferter Waren rechnen und/oder mit Zusatzgebühren.

Die genauen Vorschriften finden sich hier im Amazon FBA Handbuch.

Antworten auf Detailfragen lassen sich oft im Amazon-FBA-Forum finden unter https://sellercentral.amazon.de/forums/category.jspa?categoryID=25

Ein Vorteil des hohen Automatisierungsgrades von Amazon FBA ist die niedrige Kostenstruktur. Ähnlich wie bei einer Direktbank fällt persönliche Beratung weitestgehend weg, dafür profitiert der Unternehmer von günstigen Fixkosten. Deshalb kann die Inanspruchnahme von Amazon FBA insbesondere für kleine Unternehmen lohnend sein, deren Versandaufkommen für einen "klassischen" Fulfillment-Dienstleister zu gering wäre.

Amazon FBA lässt sich übrigens auch für solche Produkte nutzen, die nicht auf dem Amazon-Marktplatz angeboten werden. Ein Unternehmen könnte seine Logistik also an Amazon auslagern, ohne Produkte über Amazon zu verkaufen (sog. Multichannel-Versand). Kundenbestellungen nimmt das Unternehmen z.B. telefonisch oder über den eigenen Onlineshop an. Die Versandaufträge werden anschließend via API oder Weboberfläche (Sellercentral) an Amazon übermitteln.

Hinweis: Es gibt unbestätigte Praxisberichte von FBA-Nutzern, die sich darüber beklagen, dass Multichannel-Versandaufträge langsamer bearbeitet werden als Bestellungen, die über Amazons eigenen Onlineshop eingehen.

Allgemeine Informationen zum Einsteig in Amazon FBA finden Sie auf dieser Amazon-Website.

Eine Preisübersicht zu Amazon FBA finden Sie unter https://services.amazon.de/programme/versand-durch-amazon/preisgestaltung.html

Weil die Teilnahme an Amazon-FBA sehr viel Wissen erfordert, das sich teilnehmende Unternehmen zeitaufwändig im Selbststudium erarbeiten müssen, haben sich zahlreiche Beratungsunternehmen am Markt etabliert. Googlen Sie beispielsweise nach “Amazon FBA Beratung” oder “Amazon FBA Agentur”, um entsprechende Dienstleister zu finden.

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odc-Fulfillment-Plattform von Otto

Im Herbst 2018 hat die Otto Group die Fulfillment-Plattform odc. gestartet. Die Website lautet www.ondemandcommerce.com. Es gibt kein Mindestvolumen und keine Fixkosten. Mit einem variablen Preismodell richtet sich odc deshalb auch an kleinere Versandhändler, die beispielsweise nur 1 Paket pro Tag verschicken.

Besonderheit: Im Gegensatz zu etablierten Fulfillment-Dienstleistern betreibt odc kein eigenes Logistikzentrum, in dem alle Artikel eingelagert werden. Stattdessen kooperiert odc mit mehreren regionalen Drittanbietern und kauft dort Kapazitäten ein.

Mittels Plugin lässt sich odc an viele Shopsysteme wie z.B. Shopify oder Plentymarktes andocken. Schnittstellen gibt es außerdem zu Amazon, so dass Händler ihre Waren bei Amazon verkaufen können mit Versand durch odc.

Per Stand 11/2018 ermöglicht odc den Paketversand mit Hermes, DHL und DPD. Möglich sind Standard- und Expressversand. Odc bietet auf Wunsch Zusatzleistungen wie Produktverpackung und Etikettierung. Händler können auf Wunsch Versandkartons mit eigenem Design bereitstellen, Werbeflyer und Lieferschein beilegen lassen und außerdem Retouren von odc bearbeiten lassen.

Die Versandkosten setzen sich aus einem Basispreis pro Paket zusammen plus einer Kommissionierungs-Gebühr pro Artikel plus die Versandkosten des Paketdienstleisters.

Screenshot der Website von odc Fulfillment

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