Werbebriefe günstig versenden mit Dialogpost

Frankiervermerk für Dialogpost
Mit Dialogpost können Sie mehr als die Hälfte des normalen Briefportos einsparen. Diese spezielle Versandart gilt für Werbepost ab einer Mindestmenge von 200 Stück für die gleiche PLZ-Leitregion oder ab 500 Stück bundesweit. Die Deutsche Post gewährt die Vorzugskonditionen aber nur, wenn der Absender gewisse Anforderungen erfüllt. Es müssen Gestaltungsvorschriften eingehalten werden, damit die Dialogpost-Briefe bzw. Postkarten maschinell verarbeitet werden können.

► Preisübersicht für Dialogpost: Siehe deutschepost.de


Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist als Dialogpost erlaubt und verboten?
  2. Was ist die Versandart Drucksache?
  3. Dialogpost soll 2023 teurer werden
  4. Unzustellbare Dialogpost wird vernichtet

Was ist als Dialogpost erlaubt und verboten?

Dialogpost darf ausschließlich werbliche Inhalte haben, z.B. Einladungen zu Gewinnspielen, Veranstaltungen, Vorstellung neuer Produkte (auch mit Produktproben) sowie Kundenmagazine.

Verboten sind Inhalte ohne werblichen Charakter, z.B. Rechnungen oder der Versand von Verkaufswaren.

Alle Dialogpost-Sendungen müssen den gleichen Absender haben, die gleiche Größe, Gewicht und die gleiche Frankierart. Die Sendungen müssen maschinenlesbar sein und bestimmte Gestaltungsrichtlinien erfüllen. Solche Briefumschläge auf Naturpapier sind als Dialogpost eigentlich nicht erlaubt. Adresse und Frankiervermerk (Frankierwelle) sollten auf weißem Hintergrund stehen.

Dialogpost-Brief auf Naturpapier gedruckt

Die günstigen Konditionen von Dialogpost gelten für folgende Mindestmengen:

  • 200 Sendungen für dieselbe Leitregion (Die ersten 2 Stellen der PLZ)
  • oder 5000 Sendungen bundesweit
  • oder 500 Sendungen Dialogpost Easy bundesweit mit Zuschlag Kleinmenge

► Details zu den Konditionen und Vorschriften finden Sie auf www.deutschepost.de

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Was ist die Versandart Drucksache?

Früher wurden Werbebriefe als Drucksache oder Massendrucksache bezeichnet. Heutzutage heißt diese Versandart Dialogpost. Unternehmen können damit preiswert werbliche Inhalte versenden.

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Dialogpost soll 2023 teurer werden

Die Deutsche Briefmarken Zeitung (DBZ) berichtet im aktuellen Heft 17-18 2022 über eine geplante Portoerhöhung für Dialogpost (Werbebriefe). Ab dem 1. Januar 2023 sollen die Entgelte "um bis zu sieben Prozent steigen". Aktuell kostet ein Standardbrief als Dialogpost 32 Cent. Eine siebenprozentige Verteuerung entspräche ca. 34 Cent.

Bei Pressepost ist laut DBZ mit Preissteigerungen von 4,6 Prozent zu rechnen. Diese Informationen sind offiziell nicht bestätigt und stammen laut DBZ aus einer Präsentation, die die Deutsche Post einigen Geschäftskunden zukommen ließ.

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Gefährlich: Dialogpost wird bei Unzustellbarkeit vernichtet

Der Versandhändler Werkhaus verschickte im Jahr 2020 einen Produktkatalog an seine Kunden. Dabei kam es zu einem Fehler in der Adressdatenbank, so dass "95% der Kataloge im Post-Universum verloren" gegangen sind, wie es damals auf der Herstellerwebsite hieß.

Laut eurodruck-hh.de betrug die Auflage des Werkhaus-Katalogs im Jahr 2017 mehr als 100.000 Stück. Angenommen, dass in 2020 vielleicht 90.000 Kataloge per Post verschickt wurden, und jeder Katalog 400 Gramm wog, so betrug das Dialogpost-Porto zwischen 67.000 und 71.000 Euro je nach Rabatthöhe für vorsortierte Sendungen.

Unzustellbare Dialogpost wird von der Deutschen Post kommentarlos vernichtet. Mit dem Zusatzservice "Premium Adress" kann der Absender elektronische Informationen über die Ursachen der Unzustellbarkeit erhalten. Falls Werkhaus diesen Service gebucht hat, kostet er zusätzlich 28 Cent pro Sendung (vgl. deutschepost.de). Die Sendungen werden aber trotzdem vernichtet.

Dass unzustellbare Dialogpost im Mülleimer landet, lässt sich nur mit dem Service "Premiumadress Retoure" vermeiden, der 25 Cent pro Sendung kostet. Die Rücksendung ist aber nur für eingeschweißte Kataloge buchbar ("Dialogpost mit Umhüllung"); vermutlich, damit Rücksendelabel den Sendungsinhalt nicht beschädigen.

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