Briefversand mit DPD: ParcelLetter und DPD Mail

DPD hat zwei spezielle Versandarten für Firmenkunden im Angebot, die den Versand von Briefen und kleinformatigen Paketen ermöglichen. Die Versandarten heißen DPD ParcelLetter und DPD Mail. In diesem Ratgeber stellen wir sie vor.

Hinweis: Als Privatkunde können Sie Briefe oder Parcelletter mit DPD empfangen – aber keine verschicken. Nutzen Sie stattdessen bitte den Paketversand via DPD-Onlinefrankierung oder den Smartphone-Paketschein von DPD.


DPD Parcel Letter


Was ist der DPD Parcel Letter?

Die Versandart DPD ParcelLetter ist für kleinformatige und leichtgewichtige Waren gedacht. Es gibt zwar eine Sendungsverfolgung, aber der Empfänger leistet keine Unterschrift. Der DPD-Zusteller kann die Sendung entweder persönlich übergeben, in den Briefkasten einwerfen oder an geeigneter Stelle ablegen.

► Im Streitfall gibt es beim DPD Parcel Letter keinen Zustellnachweis. Deshalb werden damit oft nur geringwertige Waren verschickt, deren Verlust für den Absender verschmerzbar ist.

► Falls ein Parcelletter gegen Unterschrift zugestellt werden soll, muss der Absender die Versandart Parcel-Letter+ beauftragen.

Ein Parcel-Letter muss mindestens 50 Gramm wiegen und die Größe DIN A5 aufweisen. Das Maximalgewicht beträgt 1kg. Die Höchstmaße können Sie in den Parcelletter-AGB nachlesen.

DPD Parcelletter erhalten eine eindeutige Sendungsnummer und lassen sich im DPD-Tracking verfolgen. Bei Verlust oder Beschädigung haftet DPD laut AGB mit maximal dem dreifachen Porto bzw. für Parcel-Letter+ mit dem zehnfachen Porto. Beispiel: Sie haben einen Parcelletter für 2 Euro Porto verschickt, dann beträgt der maximale Schadenersatz 6 Euro (Stand 3/2019).

Preisangebot anfordern
Falls Sie als Geschäftskunde "DPD Parcel Letter" verschicken möchten, können Sie hier auf www.dpd.com ein Angebot anfordern.


Hilfe: Parcelletter angeblich zugestellt, aber nicht auffindbar

Im Paketda-Nutzerforum erhalten wir hin und wieder Beschwerden von Empfängern, denen laut Sendungsverfolgung ein Parcelletter zugestellt wurde, der aber nicht auffindbar ist. Was ist jetzt zu tun?

Wie bereits im vorherigen Abschnitt erläutert, werden DPD ParcelLetter i.d.R. nicht gegen Empfängerunterschrift zugestellt. Der Zusteller kann die Sendung in den Briefkasten stecken, an "geeigneter Stelle" ablegen oder dem Empfänger oder einem Mitbewohner übergeben.

► Ist keine Empfängerunterschrift vorhanden, kann der Absender die Zustellung an den Originalempfänger nicht beweisen.

Streng rechtlich gesehen gibt es ohne Zustellbeleg mit der Unterschrift des Empfängers keinen Lieferbeweis. Als Privatkunde, der etwas bei einem deutschen oder europäischen Onlineshop gekauft hat, profitieren Sie vom EU-Verbraucherrecht. Das besagt: Kann der Verkäufer die Lieferung nicht beweisen, haben Sie als Privatkunde Anspruch auf eine Ersatzlieferung oder Geld zurück.

► Diesen Anspruch machen Sie direkt gegenüber dem Verkäufer geltend. Sie müssen sich nicht mit DPD auseinandersetzen, wenn ein ParcelLetter verloren gegangen ist bzw. falsch zugestellt wurde. Bei Onlinebestellungen trägt der Verkäufer das komplette Transportrisiko. Er kann die Schuld also nicht auf DPD abwälzen. Das gilt wie gesagt, sofern der Verkäufer eine deutsche oder europäische Firma ist und der Käufer eine Privatperson.

Lesen Sie bei Bedarf auch unseren Ratgeber zum Thema Sendung nach Briefkasteneinwurf nicht auffindbar und nutzen ggf. die Rechtsberatung einer Verbraucherzentrale.



Geschäftspost verschicken mit DPD Mail

Im Gegensatz zum DPD Parcel Letter handelt es sich bei DPD Mail um den regelmäßigen Versand großer Briefmengen. Dafür räumt DPD entsprechende Rabatte ein. Die Briefe werden in einer speziellen DPD Versandtasche gesammelt und an DPD übergeben.

DPD arbeitet mit dem privaten Postunternehmen Asendia zusammen, um die Briefe zu sortieren und zuzustellen. Es gibt also keine Beförderung im Paketnetzwerk von DPD.

Zu den Vorteilen von DPD Mail gehören:

  • Preiswerter als die Deutschen Post, weil das Porto 19% Umsatzsteuer enthält (als Vorsteuer abziehbar)
  • DPD bzw. Asendia erledigt die Frankierung
  • Es ist keine Vorsortierung der Sendungen nach PLZ notwendig sondern nur nach national / international
  • Sendungen werden beim Absender kostenlos abgeholt

Eine Netto-Preisliste von DPD Mail finden Sie hier auf der DPD-Website.

Beachten Sie, dass Sendungen zum Versand mit DPD Mail automationsfähig sein müssen. Das bedeutet u.a.:

  • Die Anschrift muss in einer bestimmten Lesezone angeordnet sein.
  • Die Anschrift muss maschinenlesbar sein (keine handschriftliche Adressierung).
  • Jeder Umschlag muss eine festgelegte Freifläche aufweisen, die von Asendia als Frankierzone genutzt wird.
  • Sendungen müssen maschinell sortierbar sein, dürfen also nicht unförmig sein oder Ausbeulungen haben.

Nicht automationsfähige Sendungen werden laut DPD nach dem "Standardtarif der nationalen Post" abgerechnet.