DHL-Paket mit Service PRIO

DHL hat den Zusatzservice PRIO vor einigen Jahren für Amazon "erfunden", damit Prime-Lieferungen die Kunden wie versprochen am nächsten Tag erreichen (vgl. Zeit.de-Artikel aus 2013).

Inzwischen ermöglicht DHL auch anderen Großkunden den Prio-Service, z.B. Zalando oder Alternate. Informationen der Paketda-Redaktion zufolge können Prio-Pakete derzeit nicht in allen Start-Paketzentren bearbeitet werden, weil die logistischen Prozesse zur bevorzugten Sortierung noch nicht überall installiert sind.

DHL verspricht seinen Geschäftskunden, dass Prio-Pakete in der Regel am nächsten Werktag beim Kunden zugestellt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Paketzusteller verpflichtet, Sendungen mit PRIO-Vermerk unbedingt am gleichen Tag zuzustellen. PRIO-Pakete dürfen nicht auf den nächsten Tag verschoben werden. Sie werden dem DHL-Boten in seinem Handscanner besonders signalisiert.

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Diese bevorzugte Behandlung wirkt sich vor allem zu Stoßzeiten wie Ostern oder vor Weihnachten positiv aus. Wenn ein Zusteller mehr Pakete auszuliefern hat, als er während seiner Arbeitszeit schaffen kann, müssen einige Pakete im Lager verbleiben. Bei der Entscheidung, welche Pakete liegen bleiben und welche nicht, greift die PRIO-Regelung.

Wichtig zu wissen ist, dass Prio-Pakete keine echten Expresspakete sind. DHL Express ist eine eigene Sparte im DHL-Konzern mit eigenen Paketzentren, eigenen Fahrzeugen und eigenen Zustellern.

Prio-Pakete sind im Kern Standardpakete, die in überregionalen DHL-Paketzentren nicht bevorzugt bearbeitet werden. Die Bevorzugung beginnt erst in der Zustellbasis. Das sind kleinere, regionale Sortierzentren, wo die Zusteller ihre Fahrzeuge beladen.

Ein Prio-Paket kann also durchaus verzögert sein, sofern es Probleme auf der überregionalen Lieferstrecke gibt. Wer das vermeiden will, muss zur teureren Versandart "DHL Express" greifen. Bei DHL Express sind die überregionalen Transporte so getaktet, dass eine Zustellung am Folgetag garantiert ist (innerhalb Deutschlands). DHL Express verfügt über ein eigenes Transportnetz und eigene Zusteller, die von "DHL Standard" getrennt sind.

Unterlagen zufolge, die der Paketda-Redaktion 2017 zugespielt wurden, versprach DHL damals für Prio-Pakete eine 95% Zustellquote am nächsten Werktag. DHL erstattet den Prio-Aufpreis, sofern die versprochene Zustellquote nicht erreicht wird. Kommen z.B. nur 93% der Sendungen am nächsten Werktag beim Empfänger an, so erstattet DHL dem Geschäftskunden 2% des abgerechneten Prio-Aufpreises.

Wird ein Prio-Paket nicht spätestens am übernächsten Werktag zugestellt, erfolgt zusätzlich eine Porto-Rückerstattung. Es gibt eine Toleranzquote von 0,10%. Verschickt ein Geschäftskunde z.B. 1000 Prio-Pakete pro Monat, dürfen davon 10 länger als 2 Werktage verspätet sein, ohne dass es eine Portogutschrift gibt. Diese Angaben sind wie gesagt aus 2017 und können inzwischen veraltet sein.

Dhl Prio Paket

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