Wertermittlung für Auslandssendungen direkt im IPZ

Paketda-Leser Tobias hat im Forum auf einen ungewöhnlichen und vermutlich neuen Service des IPZ Niederaula aufmerksam gemacht. Er bekam einen Brief mit der Bitte, Wertnachweise für die Verzollung einer importierten USA-Sendung einzureichen (Brief siehe unten).

Bislang war es üblich, dass Sendungen aus Nicht-EU-Ländern beim Zollamt in der Nähe des Empfängers hinterlegt werden, sofern Wertnachweise fehlen. Erst von dort bekam der Empfänger ein Schreiben zugeschickt mit der Info, die Sendung beim Zollamt unter Vorlage von Wertnachweisen abzuholen oder alternativ eine Postverzollung für 28,50 Euro zu beauftragen.

Für die Deutsche Post ist es ein Mehraufwand, Sendungen im IPZ zu stoppen, den Empfänger anzuschreiben, auf die Übermittlung von Wertnachweisen zu warten und anschließend die Sendung im Lager herauszusuchen, um sie an die Zollabfertigung zu übergeben.

Andererseits verdient die Deutsche Post an jeder Sendung, die zur Hausanschrift eines Kunden geliefert wird, 6 Euro Auslagepauschale. Dieses Geld verdient die Post nicht, wenn eine Sendung beim Binnenzollamt zur Abholung hinterlegt wird. Vielleicht betreibt die Post deshalb den Mehraufwand im IPZ.

Aus Kundensicht ist der neue Service komfortabel, weil man sich den Weg zum örtlichen Zollamt spart bzw. die 28,50 Euro für die nachträgliche Postverzollung. Der Vollständigkeit halber sei noch auf den neuen Zollservice "Postabfertigung von zu Hause" hingewiesen.

Paketda fragt: Wer hat ebenfalls einen Brief zwecks Wertermittlung aus dem IPZ Niederaula oder Frankfurt erhalten? Bitte am Seitenende kommentieren. Wir möchten feststellen, ob diese Briefe großflächig verschickt werden oder nur testweise an wenige Kunden.

Brief aus dem IPZ Niederaula zur Wertermittlung


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