Will die Deutsche Post den Streetscooter loswerden?

In den letzten Monaten hat die Deutsche Post AG zahlreiche Projekte und Tochterfirmen verkauft oder eingestellt. Dazu gehören der Allyouneed-Onlinesupermarkt, der SimsMe-Messenger, der Postpay-Zahlungsdienst und das Siegfried-Vögele-Institut für Werbeforschung.

Jetzt steht offenbar das Tochterunternehmen Streetscooter auf der Prüfliste. Medienberichten zufolge soll Streetscooter-Erfinder und bisheriger Geschäftsführer Achim Kampker im Streit mit Postchef Frank Appel hingeworfen haben. Quelle: elektroauto-news.net. Die Deutsche Post sagt, Kampker habe Streetscooter auf eigenen Wunsch verlassen.

Kürzlich gab Post-Finanzchefin Melanie Kreis der Süddeutschen Zeitung ein Interview und sagte: "Wir prüfen, wie sich Streetscooter gut und profitabel weiterentwickeln kann. Da gibt es unterschiedliche Optionen. Wir werden im Verlauf dieses Jahres schauen, wo wir hinwollen." Quelle: cio.de

Spiegel.de schreibt, Postchef Frank Appel würde das Tochterunternehmen Streetscooter "am liebsten gewinnbringend verkaufen". Allerdings bedeute das einen Imageverlust, weil der Streetscooter ein Vorzeigeprojekt sei und es mit etablierten Autobauern wie VW und Daimler aufgenommen habe.

Seit dem Weggang von Topmanager Jürgen Gerdes herrscht im Postkonzern das große Aufräumen. Was nicht zum Kerngeschäft gehört, wird dichtgemacht oder abgestoßen. In diese Strategie würde ein Verkauf des Streetscooters gut hineinpassen. Denn der Bau von Automobilen ist keine Kernkompetenz der Deutschen Post; genausowenig wie ein Onlinesupermarkt oder eine Whatsapp-Nachahmer-App. Um Streetscooter am Massenmarkt zu etablieren, technisch weiterzuentwickeln und den Vertrieb zu stärken, wäre ein Verkauf an einen klassischen Autobauer sicherlich eine gute Möglichkeit.

Elektrofahrzeug von DHL


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