Neuartige Packstation: NRW bekommt 20 Poststationen mit Videochat

Poststation für den Versand von Briefen und Paketen
In Nordrhein-Westfalen beginnt die Deutsche Post DHL mit dem Testbetrieb von 20 "Poststationen". Diese Automaten funktionieren wie eine Packstation und bieten Kunden zusätzlich die Möglichkeit, Briefmarken zu kaufen und per Videochat mit einem Postmitarbeiter zu sprechen. Außerdem ist ein Briefkasten integriert, in den frankierte Briefe eingeworfen werden können.

Der Videochat soll ab Ende Februar verfügbar sein; die Möglichkeit zum Paketempfang erst "in wenigen Monaten". Das Versenden von Paketen funktioniert ab Mitte Februar.

Die Poststationen umfassen zwischen 18 und 106 Paketfächer. Sie werden sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen aufgestellt. Bekanntgegeben wurden die Orte Köln, Aachen und Euskirchen. Im Standortfinder der Post sind die Poststationen bislang nicht auffindbar.

Die Bedienung erfolgt per Touchscreen. Wer Briefe oder Pakete frankieren will, kann per EC-Karte oder Kreditkarte (Visa/Mastercard) bezahlen. Google Pay und Apple Pay sollen auch funktionieren. Kunden müssen sich nicht registrieren, um Porto zu kaufen oder Sendungen zu verschicken. Quelle: Pressemitteilung Deutsche Post DHL.

Bedienfeld einer Poststation (Prototyp vom März 2020) | Pressefoto Deutsche Post DHL Group
Touchscreen einer 24/7-Station

Deutsche Post DHL hatte die Einführung der neuen Automaten im März 2020 angekündigt. Damals waren sie unter dem Namen "Post & Paket 24/7" geplant und sollten eigentlich erst Ende 2021 aufgestellt werden. Wahrscheinlich war mit diesem Zeitplan die deutschlandweite Einführung gemeint. Die 20 Automaten in NRW sind ein erster Test.

Postmanager Holger Bartels erklärt: "Automaten erleichtern uns heute an vielen Stellen das Leben - seien es Geldautomaten, Ticketautomaten oder unsere Packstationen. Daher sind wir optimistisch, dass auch das Angebot unserer Poststationen von unseren Kunden gut angenommen wird." Weiterführende Infos: www.dhl.de/poststation.

Brief- und Paketmarke an einer Poststation gedruckt

Unvertonter Erklärfilm zu den Poststationen:


So berichtete Paketda im März 2020:

Neue Packstation kann auch Briefmarken drucken

Postautomat 24/7 zum Drucken von Briefmarken und Paketmarken
"Die Post 24/7 ist erlebbare Zukunft", erklärte Uwe Brinks im Jahr 2007, seines Zeichens Vorsitzender des Bereichsvorstands von DHL Paket. Damals wurden unter der Bezeichnung Post 24/7 mehrere "Serviceinseln" in Berlin aufgestellt, die aus Automaten für Brief- und Paketkunden bestanden (vgl. Pressemitteilung 2007).

Im Jahr 2020 holt uns die von Uwe Brinks beschworene Zukunft wieder ein: Die Deutsche Post wird einen neuen Automatentyp mit der Bezeichnung "Post & Paket 24/7" testen. Genau wie damals kann man an den Stationen Briefmarken kaufen, Briefe in einen Briefkasten einwerfen, Pakete abholen und abgeben (Packstation).

Außerdem soll im Rahmen eines Pilotprojekts ein Videochat mit Kundenberatern der Deutschen Post getestet werden. Neben Beratung soll es per Videochat auch möglich sein, Dienstleistungen zu beauftragen. Welche das genau sind, teilte die Post nicht mit. In einer Pressemitteilung vom 3.3.2020 heißt es: "Damit entspricht das Leistungsangebot dieses Automaten dem einer kleinen Postfiliale."

Ein Blick auf das Bedienfeld einer 24/7-Station lässt erkennen, dass die Geräte mit einem kontaktlosen Kartenleser ausgerüstet sind. Womöglich dient er zum bargeldlosen Bezahlen von Brief- und Paketmarken. Ein klassischer Kartenleser mit Einschubschlitz ist ebenfalls vorhanden. Der neue Automatentyp wird ab Ende 2021 in Betrieb gehen.

"Moderne Unternehmen müssen heutzutage ihre Dienstleistung nicht nur an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden lang anbieten, der Kunde verlangt auch einen einfachen Zugang. Da liegt es nahe, die vielfach genutzten Selbstbedienungsangebote der Deutschen Post World Net an einem Ort zu bündeln." Wer hat's gesagt? Richtig, Uwe Brinks 2007.


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