So erkennt man Paketbomben mit einem Sprengstoff-Schnelltest

Der zunächst vermutete Bombenanschlag auf den Potsdamer Weihnachtsmarkt hat sich als Erpressungsfall gegen DHL herausgestellt. Der oder die Täter sollen angeblich Millionen von DHL fordern. Und Millionen DHL-Kunden dürften sich jetzt fragen: kann ich noch beruhigt Pakete annehmen?

Die Polizei hat mehr oder weniger hilfreiche Tipps veröffentlicht (siehe z.B. welt.de):

  • Vorsicht bei DHL-Paketen mit unbekannten oder fehlenden Absendern
  • Seien Sie misstrauisch bei Flecken oder Verfärbungen am Karton
  • Handgeschriebene, fehlerhafte oder falsch platzierte Adressen sind verdächtig

Ein Sprengstoff Schnelltest Die Paketda-Redaktion empfiehlt außerdem: Checken Sie die Sendungsverfolgung von Paketen zweifelhafter Herkunft (z.B. nichts bestellt, unbekannter Absender, handschriftlicher Paketaufkleber). Schreiben Sie die Paketnummer vom Paketaufkleber ab und geben Sie die Nummer in die DHL-Sendungsverfolgung ein.

Das Bombenpaket in Potsdam wurde laut Polizei in einer DHL-Packstation abgeschickt. Wenn in der Sendungsverfolgung der Status "Die Sendung wurde vom Absender in die PACKSTATION eingeliefert" erscheint, könnte das in Verbindung mit anderen Indizien verdächtig sein! Genauso gut könnten Bombenpakete aber auch via Filiale bzw. Paketshop verschickt werden.

Wer aufgrund der Bombenpakete in Angst lebt, kann auf einen Sprengstoff-Schnelltest des amerikanischen Unternehmens Field Forensics zurückgreifen. Der Wischtest ELITE EL 100 reagiert auf nitratbasierte Sprengstoffe, ANC-Sprengstoffe und Schwarzpulver. Wird eine solche Substanz nachgewiesen, verfärbt sich der Teststreifen. Die Anwendung zeigt das Video unten.

Günstig ist der Test allerdings nicht. Ein 10er-Pack Sprengstoffschnelltests kostet beim Onlineshop polasonline.de mehr als 300 Euro. Im Zweifelsfall ist ein Anruf bei 110 wohl die praktischere Alternative.

DHL äußerte sich am 04.12. mit einer Stellungnahme zu dem Erpressungsfall (hier auf dhl.de). Darin heißt es: "Unseren Kunden empfehlen wir (...), vorerst nur Sendungen von bekannten Absendern anzunehmen oder Sendungen, die man selbst bestellt hat. Momentan gibt es keine Hinweise der Ermittlungsbehörden, aus denen eine konkrete Bedrohung für die Annahme von Paketen hervorgeht."


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