Hermes-Kunden können aufatmen: Die Sendungsverfolgung wurde überarbeitet und zeigt nun wieder eine klassische, chronologische Übersicht der einzelnen Bearbeitungsschritte. So, wie man es von anderen Paketdiensten gewohnt ist.
Vier Jahre lang (seit Juli 2021) setzte Hermes auf ein experimentelles Tracking. Die Idee dahinter war kundenfreundlich gedacht: Im oberen Teil der Sendungsverfolgung wurde der Paketstatus möglichst einfach und groß dargestellt. Die unwichtigeren Details wurden im unteren Teil der Website angezeigt.
Doch dieser Ansatz funktionierte nur, solange alles planmäßig lief. Kam es zu Abweichungen wie fehlgeschlagenen Zustellversuchen, Fehlsortierungen oder Adressproblemen, führten die vereinfachten Statusanzeigen häufig zu Verwirrung. Mitunter widersprachen sich die Informationen im oberen und unteren Bereich der Sendungsverfolgung sogar. In Einzelfällen wurden auch komplett falsche Informationen angezeigt.
Wer Klarheit wollte, musste den Hermes-Kundenservice kontaktieren. Denn dort lagen weiterhin die vollständigen Sendungsdaten vor, während Kunden in der Onlineverfolgung nur eine reduzierte Variante sahen.
Mit dem neuen Tracking ist dieses Problem nun gelöst. Die Sendungsverfolgung liefert wieder vollständige, nachvollziehbare Verlaufsdaten. Das dürfte nicht nur für mehr Transparenz sorgen, sondern wahrscheinlich auch den Kundenservice entlasten.
Nur eine Sache wurde aus dem neuen Tracking herausgestrichen: Hermes zeigt jetzt keine Standorte von Zustellbasen (Subunternehmer-Depots) mehr an. Diese Streichung ist sogar sinnvoll, weil die Information manche Kunden mehr verwirrte, als dass sie half.
Nachtrag:
Laut Hermes-Kundenservice wird die neue Sendungsverfolgung aktuell nicht allen Nutzern angezeigt. Es erfolgt zunächst ein Test mit zufällig ausgewählten Nutzern.
Paketda-Leser Robin hat außerdem feststellt, dass im neuen Tracking nicht mehr das regionale Hermes-Verteilzentrum der Absenderregion angezeigt wird. Stattdessen beginnt der Transportverlauf erst im überregionalen Logistikzentrum.