Getestet: So bearbeitet die Post Minibriefe

Minibriefumschlag
Die Paketda-Versandtester haben Ende Juni die kleinstmögliche Versandart der Deutschen Post untersucht. Und zwar Minibriefe im Format 7x10 cm. Sie sind so klein, dass schon die Briefmarke die Hälfte des Platzes auf dem Umschlag beansprucht.

Minibriefe können nicht als Standardbrief für 80 Cent verschickt werden, weil diese Versandart eine Mindestgröße von 9 x 14 cm erfordert. Stattdessen ist mehr Porto notwendig; nämlich 95 Cent für die Versandart Kompaktbrief. Dort sind rechteckige Minibriefe ab 7 x10 cm zugelassen. (Alle Infos Stand 2021.)

Das erhöhte Porto für Minibriefe lässt vermuten, dass sie nicht maschinell sortierbar sind. Um das genau festzustellen, haben wir 25 Testbriefe mit Matrixcode-Briefmarken verschickt.

Ergebnis: Nur bei einem einzigen Brief funktionierte die Sendungsverfolgung. Und alle Minibriefe wurden von Hand sortiert.

Dass keine maschinelle Sortierung erfolgte, war am fehlenden Zielcode erkennbar. Alle Versandtester meldeten, dass der Testbrief ohne Zielcode bei ihnen eintraf (fehlender oranger Strichcode am unteren Umschlagrand).

Ein Nebeneffekt des Versandtests war, dass 19 Briefe über einen Briefkasten mit Sonntagsleerung verschickt wurden. Somit war auswertbar, bei wie vielen Empfängern die Montagszustellung klappte, nämlich bei 11. Das entspricht einer Quote von 58%.

Bei unserem letzten Test der Montagszustellung im August 2020 lag die Erfolgsquote bei 48%.

Wer selber mal einen 7x10-Minibrief verschicken möchte, kann diese Bastelvorlage (PDF) auf DIN A4 ausdrucken, ausschneiden und zusammenkleben.

Kleinstmögliche Briefumschläge im Format 10x7 cm


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