Selbstverzoller / Royal Mail / Ofcom / Hermes-Papp-Emojis


Selbstverzoller müssen sich neu registrieren

Die Deutsche Post verschickt zurzeit Briefe an Selbstverzolller mit der Bitte, ihre Registrierung bis zum 31. August zu erneuen. Selbstverzoller bekommen Nicht-EU-Pakete zum örtlichen Zollamt geliefert und nicht zur Hausanschrift.

Augenscheinlich wird das IT-System im Hintergrund umgestellt, so dass alte Registrierungen nicht automatisch übernommen werden können. Es bleibt zu hoffen, dass mit dem neuen System ab September auch die Zuverlässigkeit des Services steigt. In der Vergangenheit berichteten Selbstverzoller regelmäßig davon, dass ihre Auslandspakete trotzdem zur Hausanschrift geliefert wurden.

Quelle: Nutzerkommentare auf der Paketda-Infoseite zum Thema Selbstverzoller



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Royal Mail Group ist mit GLS zufrieden, aber nicht mit Royal Mail

Die britische Post hat die Finanzergebnisse fürs 2. Quartal 2022 bekanntgegeben. Der Konzernbereich GLS konnte trotz 3% weniger Paketmenge den Umsatz um 9,8% steigern (gemessen in Euro). Der Konzernbereich Royal Mail verzeichnete hingegen 11,5% weniger Umsatz und einen operativen Verlust in Höhe von 92 Mio. britischen Pfund. Grund sei u.a. die mangelhafte Anpassungsfähigkeit an sinkende Paketmengen.

Die Royal-Mail-Holdinggesellschaft wird in "International Distributions Services" umbenannt, um gegenüber Aktionären das schlechte Royal-Mail-Image loszuwerden (Website: internationaldistributionsservices.com). Gegenüber britischen Postkunden bleibt Royal Mail als Marke aber bestehen.

Sollte sich die finanzielle Performance des Royal-Mail-Konzernbereichs nicht signifikant verbessern, werden Royal Mail und GLS evtl. in zwei separate Unternehmen aufgespalten.

Quelle: PDF



Britische Regulierungsbehörde will kostenloses Tracking verbieten

Laut Reuters lehnt die britische Regulierungsbehörde Ofcom einen Antrag von Royal Mail ab, für alle Pakete kostenloses Tracking anzubieten. Bislang ist Tracking für britische Pakete, die im Rahmen des Universaldienstes befördert werden, optional und aufpreispflichtig.

Royal Mail sagt, dass Kunden heutzutage Tracking als Standardleistung erwarten würden. Laut Ofcom könnte kostenloses Tracking dem Wettbewerb zwischen Royal Mail und anderen Anbietern schaden. Im Grunde handelt es sich um eine Preissenkung, sofern die kostenpflichtige Trackingoption künftig gratis ist. Preissenkungen und -erhöhungen von Universaldienstleistungen sind in UK genauso wie in Deutschland genehmigungspflichtig.

Der Reuters-Bericht bezieht sich nur auf Pakete. Doch Royal Mail verkauft neuerdings auch Briefmarken mit Matrixcode, die theoretisch eine Sendungsverfolgung ermöglichen (Paketda berichtete). Es ist denkbar, dass dies ebenfalls von Ofcom verboten wird.



Kurios: Hermes verkaufte Papp-Emojis

Anlässlich des Welt-Emoji-Tages am 17. Juli 2017 startete Hermes einen Onlineshop, um riesengroße Papp-Emojis zu verkaufen (Einzelpreis: 7,99 Euro). Kunden konnten außerdem eine persönliche Botschaft eintippen, die zusammen mit dem Emoji zum Empfänger geschickt wurde.

Diese Aktion blieb von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt, trotzdem sollen die Emojis nach 3 Tagen ausverkauft gewesen sein. Heute, fünf Jahre später, ist in sozialen Netzwerken kaum noch etwas unter den Hashtags #realmojis oder #EchteEmojis zu finden.

Quellen: christiankrolltext.vsble.me | hellulishi.com | Facebook | Twitter


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