Zollhund findet Drogenpaket / Polizei schlichtet Zustellerstreit / Love-Scammer täuschen Paketversand vor


Innereuropäische Zollkontrollen bei DHL in Speyer

Anfang Oktober 2021 kontrollierte der Zoll einige Pakete im DHL-Paketzentrum Speyer. Zollhund Siska erschnüffelte dabei ein verdächtiges Paket, das die Beamten anschließend genauer prüften. Auf den ersten Blick enthielt das Paket nur Süßigkeiten, allerdings waren die Verpackungen manipuliert und ihr Gewicht stimmte nicht mit dem Tütenaufdruck überein. Daraufhin wurde ein Drogenschnelltest durchgeführt, der positiv auf Cannabisprodukte reagierte.

"Innerhalb der Europäischen Union dürfen Postsendungen stichprobenweise und risikoorientiert kontrolliert werden, um den Transport von verbotenen oder steuerpflichtigen Waren aufzudecken", teilt der Zoll mit. Gegen den mutmaßlichen Empfänger des Pakets aus Stuttgart wurde bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Strafverfahren eingeleitet.

Quelle: Polizeimeldung



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Streit mit Zusteller, weil Empfänger ins Paket schauen wollte

Die Passauer Neue Presse berichtet über einen Rentner aus Sonnen, nordöstlich von Passau, der ein Paket vor der Annahme auf Beschädigungen prüfen wollte. Zu diesem Zweck wollte der Mann das Paket öffnen. Das gestattete der Zusteller nicht, sondern bestand zuerst auf eine Unterschrift des Empfängers.

Der Rentner ging zurück ins Haus, um ein Messer zu holen (zum Öffnen des Pakets). Der Zusteller ging hingegen von einer Annahmeverweigerung aus, und brachte das Paket zurück zum Fahrzeug. Daraufhin kam es zum Streit, weil der Rentner das Paket haben wollte, der Zusteller es ihm aber nicht geben wollte.

Die herbeigerufene Polizei konnte den Streit schließlich schlichten. Die Ware stellte sich als unbeschädigt heraus, und der Zusteller erhielt die Unterschrift.



Heiratsschwindler betrügen mit angeblich beim Zoll festhängenden Paketen

Die Polizei Aurich/Wittmund (Niedersachsen) warnt vor sogenanntem Love-Scamming, einer Art modernem Heiratsschwindel.

Ausländische Betrüger nehmen über Kontaktbörsen oder soziale Medien Kontakt mit dem späteren Opfer auf. Sie bauen zunächst Vertrauen auf und täuschen dann vor, ein Paket nach Deutschland zu schicken. Dazu werden sogar gefälschte Sendungsverfolgungs-Seiten programmiert. Das angebliche Paket soll dann plötzlich beim Zoll festhängen, weil Einfuhrabgaben fällig werden. Die Betrüger bitten das Opfer (Empfänger/in in Deutschland), diese Zahlung zu leisten. Sie beträgt oft über 1.000 Euro und geht angeblich direkt an den deutschen Zoll. Das ist jedoch falsch, denn das Geld fließt mittels dubioser Zahlungsmethoden an die Betrüger.

Paketda berichtete über diese Betrugsmasche schon vor einigen Jahren. In 2021 wurde sie offenbar neu aufgelegt. Ein Sprecher des Hauptzollamts Garching sagte zu Bild.de: "Ich habe schon länger mit Liebesbetrügern zu tun - aber derzeit ist es brutal. In acht Wochen haben 70 Menschen bei mir deshalb angerufen."


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