Einwurferlaubnis für Einschreiben / DPD Schweiz kündigt Subunternehmer / Mehr Pakete, wenn es regnet


Belgien: Kunden empfangen Einschreiben auf Wunsch ohne Unterschrift

Die belgische Post (bpost) wird bis Anfang August in ganz Belgien den Service "Sign For Me" anbieten. Damit können Postkunden Einschreiben empfangen, ohne den Erhalt quittieren zu müssen. Der Zusteller wirft die Sendung einfach in den Briefkasten des Empfängers, sofern sie dort hineinpasst.

Sign For Me für Einschreiben funktioniert ähnlich wie eine Abstellgenehmigung für Pakete. Der Empfänger erteilt bpost eine Vollmacht, so dass der Zusteller für den Briefkasteneinwurf quasi selber unterschreiben darf. Dass keine Empfängerunterschrift notwendig ist, erkennt der Zusteller im Handscanner. Die Vollmacht muss persönlich in einer Postfiliale erteilt werden.

Der Service wird nicht für Haushalte angeboten, die sich in einer Region ohne Mobilfunknetz befinden. Außerdem behält sich bpost eine Kündigung vor, falls es an einer Anschrift zu wiederholten Beschwerden über verschwundene Einschreiben kommt. Sign for Me funktioniert nicht für Einschreiben mit Nachnahme oder Einfuhrabgaben, nicht für Wert- und Wahlbriefe.

Seit März 2020 hatte bpost coronabedingt auf Empfängerunterschriften verzichtet. Ab dem 1. Juli 2021 sind Unterschriften wieder notwendig, es sei denn, der Empfänger aktiviert Sign for Me.

Quelle: press.bpost.be



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DPD Schweiz kündigt unzuverlässigem Subunternehmer

Im März 2021 startete die schweizerische Gewerkschaft Unia eine Kampagne gegen die Arbeitsbedingungen bei DPD Schweiz (Paketda berichtete). Nun hat Unia mitgeteilt, dass DPD bereits Ende April 2021 das Vertragsverhältnis mit einem unzuverlässigen Subunternehmer aus Bern gekündigt hat. Die Firma mit 13 Angestellten soll "unter anderem Löhne und Sozialversicherungen nicht korrekt bezahlt" haben.

DPD machte offenbar kurzen Prozess und informierte die Zusteller per SMS, dass sie am nächsten Morgen um 5.30 Uhr zum Depot kommen sollen. Dort wurde ihnen laut Unia mitgeteilt, dass dem bisherigen Subunternehmer gekündigt wurde und die Zusteller bei einem neuen Subunternehmer anfangen können. Dessen Transporter sollen schon an den Verladetoren bereitgestanden haben. DPD soll jedem Zusteller 3.000 Franken (ca. 2.740 Euro) für ausstehende Löhne gezahlt haben.

Die Zusteller waren verunsichert, ob ein Arbeitgeberwechsel so einfach möglich ist und was mit ihren früheren Lohn- und Urlaubsansprüchen passiert. Unia beklagt, dass die betroffenen Zusteller von DPD allein gelassen wurden und nach der Kündigung vor dem Nichts stünden. "Einige der Fahrer arbeiten heute für ein anderes Subunternehmen, andere sind leer ausgegangen", heißt es auf unia.ch.



Regenwetter sorgt für mehr Pakete

DHL hat eine Pressemeldung über die Arbeit im Paketzentrum Aschheim herausgegeben. Darin wird unter anderem die Sperrgut-Bearbeitung erklärt, und dass Pakete von Aschheim in Richtung Hamburg per Zug statt LKW transportiert werden.

Florian Betz, Leiter des Paketzentrums Aschheim, erklärt außerdem, dass die Paketmengen je nach Wetter schwanken. "Regnet es draußen, haben die Menschen mehr Lust und Muße, das Internet zu durchstreifen und einzukaufen. Am nächsten Tag haben wir spürbar mehr Pakete", sagt Betz.



Neuigkeiten zum DHL-Sicherheitscode

DHL-Zusteller Aschas (Name geändert) hat freundlicherweise auf zwei Neuigkeiten beim DHL-Sicherheitscode hingewiesen. Das ist der QR-Code in der Ecke rechts oben auf DHL-Paketmarken. Der Sicherheitscode wird ab sofort auch gescannt, wenn Zusteller Pakete bei Kunden abholen.

Beim Paketversand via Packstation müssen Kunden den Sicherheitscode nicht selber einscannen. Das erledigt der Zusteller, wenn die Sendung zum Weitertransport aus der Packstation entnommen wird. | Ausführliche Infos zum Sicherheitscode hier.


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