UPS aktiviert Geld-zurück-Garantie wieder / Schweizer nutzen gern Packstationen / Unzustellbare Pakete landeten bei eBay UK

UPS Geld-zurück-Garantie

UPS führt Geld-zurück-Garantie bei Verspätungen wieder ein

UPS ist mutig: Auf der Firmenwebsite ist zu lesen, dass am 5. April 2021 "die UPS Geld-zurück-Garantie (auch als Service-Garantie bezeichnet) für UPS Worldwide Expressservices wieder eingeführt" wurde.

Die Garantie war zu Beginn der Corona-Pandemie ausgesetzt worden. Aufgrund weltweit knapper Transportkapazitäten und steigender Sendungsmengen konnte UPS keine Haftung mehr für pünktliche Lieferungen übernehmen.

Kunden bekommen das Porto erstattet, falls ein Expresspaket nicht zum versprochenen Termin zugestellt wird. Die Wiedereinführung der Garantie unterliegt Einschränkungen. UPS formuliert es so: "Bitte beachten Sie, dass die zuvor bekanntgegebene Aussetzung für europäische Inlandssendungen und grenzüberschreitende Expressservices in Geltung bleibt."

Paketda hat einige Transportverbindungen gecheckt, und es scheint so zu sein, dass die Geld-zurück-Garantie bei Paketen in Nicht-EU-Länder greift (z.B. USA, Kanada, Japan, Norwegen, Großbritannien). Innerhalb Deutschlands und Europas besteht hingegen keine Garantie.

Außerdem haftet UPS nicht für Verspätungen, die außerhalb des eigenen Verantwortungsbereichs liegen. Das ist wichtig zu wissen für Pakete von und nach Großbritannien. Seit Jahresanfang hängen viele britische Sendungen bei UPS in Herne-Börnig fest. Die Verzögerungen flauen inzwischen ab, sind aber noch immer vorhanden. Bei zollbedingten Verspätungen greift keine Geld-zurück-Garantie, obwohl UPS am Chaos in Herne-Börnig sicherlich mitschuldig ist.

Vielen Dank an Maximilian aus A. für die Recherche



Paketabholung an einem MyPost-24-Automaten

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Schweiz: Packstationen werden häufiger für Retouren als zum Empfang genutzt

Die Schweizerische Post hat interessante Daten veröffentlicht, wie Kunden die My-Post24-Automaten nutzen (vergleichbar mit DHL-Packstationen). Im Jahr 2020 wurden ungefähr 930.000 Rücksendungen über die Stationen verschickt. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2019. Und insgesamt wurden mehr Retouren verschickt als Pakete empfangen.

Eigenen Angaben zufolge betreibt die Schweizerische Post zurzeit 183 Paketautomaten. Im Dezember wurden über diese Automaten insgesamt 220.000 Transaktionen abgewickelt (Versand und Empfang von Briefen und Paketen). Umgerechnet sind das monatlich 1.200 Transaktionen pro Automat bzw. täglich ca. 40 Transaktionen pro Automat.

Falls ein Automat von zu wenigen Kunden genutzt wird, wird er an einen besseren Standort versetzt. Gut geeignet sind z.B. Bahnhöfe und Einkaufszentren. Auch Postfilialen sind als Automatenstandorte geeignet, weil sie oft im Stadtzentrum liegen und den Kunden bekannt sind.

Quelle: post-medien.ch



Hermes UK wieder in der Kritik wegen Paketversteigerungen

Im April 2020 wurden im britischen Fernsehen die Paketversteigerungen von Hermes UK kritisiert (Paketda berichtete). Damals lautete der Hauptvorwurf, dass korrekt adressierte Pakete versteigert wurden, die problemlos hätten zugestellt werden können.

Außerdem wurde kritisiert, dass vor der Versteigerung die Adressaufkleber von Paketen nicht entfernt wurden. Gegenüber dem Fernsehteam gelobte Hermes letztes Jahr Besserung.

Doch nun ist Hermes mit dem Thema wieder in den britischen Medien gelandet, und zwar zusammen mit Royal Mail. Deren Pakete wurden nämlich bei eBay versteigert: "10x bundle of lost returned mail (Royal Mail / Hermes) - original packaging" für umgerechnet ca. 65 Euro.

Die originalverpackten Pakete trugen noch die Adressaufkleber der Kunden. Gegenüber Mirror.co.uk sagte Hermes, man dürfe die Pakete nicht öffnen und keine Adressaufkleber entfernen.

Es handelte sich um unzustellbare Retouren ausländischer Onlineshops (vermutlich China). Royal Mail erklärte, die Sendungen seien von so geringem Wert, dass sich für die Händler keine Retoure nach Übersee lohne. Deshalb werden die Pakete in Großbritannien versteigert. Hermes und Royal Mail haben die Versteigerungen jedoch nicht beauftragt, sondern die Betreiber der Retourenlager. Deshalb können die Paketdienste auch nicht beeinflussen, ob die Ware datenschutzkonform versteigert wird.




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