In DHL-Preisliste versteckt: 1,70 Euro Zuschlag für Auslandspakete

Als DHL das neue Paketporto 2020 vorstellte, ließ die Pressestelle einige Dinge unter den Tisch fallen. Beispielsweise die Erhöhung des Sperrgutzuschlags von 26,78 Euro auf 27 Euro. Verteuert wurde außerdem das "Strafporto" für unfrankierte Pakete von 18 auf 20 Euro (gilt beispielsweise auch für doppelt benutzte Paketaufkleber).

Bisher unbekannt war auch ein sog. Serviceentgelt in Höhe von 1,70 Euro für Auslandspakete mit handschriftlichem Paketschein. Bei Paketen in bestimmte Nicht-EU-Länder muss DHL handschriftliche Paketscheine sowie die Zollinhaltserklärung abtippen, damit dem Zielland digitale Zolldaten bereitgestellt werden können. Dafür werden in Zukunft 1,70 Euro fällig.

Auszug von Seite 66 der Deutsche-Post-Gesamtpreisliste 2020 (hier als PDF).

1,70 Euro Serviceentgelt für Auslandspakete
Per Stand 1.1.2020 erhebt DHL den Zuschlag noch nicht. Auf dieser Infoseite bei dhl.de heißt es, dass aktuell keine nachträgliche digitale Erfassung der Versandscheine notwendig ist. Man werde Kunden auf der Website über Änderungen informieren.

Es gibt auf dhl.de außerdem noch keine Liste mit Ländern, die digitale Sendungs- und Zolldaten verlangen. Deshalb lässt sich nicht sagen, welches Länderporto sich verteuern wird. Der Zuschlag wird aber mit Sicherheit 2020 erhoben, sonst hätte Deutsche Post DHL ihn nicht mit exakt 1,70 Euro in der Preisliste aufgeführt.

Bei Nutzung der DHL-Onlinefrankierung wird der Zuschlag übrigens nicht fällig, weil der Absender die Zollinhaltserklärung online ausfüllt.


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