Zusatzgebühr für handschriftlich adressierte Auslandspakete ab sofort für weitere Länder

Für handschriftlich adressierte Pakete in die USA berechnet DHL seit Juli 2020 einen Zuschlag von 1,70 Euro. Seit Januar 2021 wird diese Gebühr auch für Pakete in folgende Länder berechnet: China, Taiwan, Thailand und Malaysia. Quelle: Infoseite auf dhl.de

Hintergrund ist die Notwendigkeit digitaler Zolldaten in den jeweiligen Zielländern. Füllt ein deutscher Absender einen Paketschein handschriftlich aus, muss DHL die Daten abtippen, bevor das Paket exportiert wird. Diesen Zusatzaufwand lässt sich DHL bezahlen.

Die 1,70 Euro Zusatzgebühren sind vermeidbar, indem Kunden die DHL-Onlinefrankierung nutzen und die Zolldaten selber eintippen (www.dhl.de/onlinefrankierung). Das Porto ist dort ohnehin günstiger, und bei online gekauften Paketscheinen sinkt zudem die Gefahr von Fehlsortierungen.

Bemerkenswert ist, dass die Zusatzgebühr nicht für Russland und Brasilien erhoben wird, denn auch diese Länder verlangen die Bereitstellung digitaler Zolldaten (Quelle: Royal Mail). Russland behält sich sogar das Recht vor, Sendungen ohne digitale Zolldaten zu retournieren.

1,70 Euro Serviceentgelt für Auslandspakete
Auszug von Seite 68 der Deutsche-Post-Gesamtpreisliste 2021 (hier als PDF)
Vielen Dank an Paketda-Leser Christian für die Recherche dieser Infos.


So berichtete Paketda in 2020:

1,66 Euro Zuschlag für USA-Pakete mit handschriftlichem Paketschein

In der DHL-Preisliste für das Paketporto 2020 war bereits Anfang 2020 erkennbar, dass für Auslandspakete ein neuer Zuschlag droht. Zum 1. Juli 2020 wird dieser Zuschlag nun Realität, und zwar als erstes für USA-Pakete mit handschriftlichem Paketaufkleber. Quelle: www.dpdhl.com

Bei Paketen in bestimmte Länder außerhalb der EU muss DHL handschriftliche Paketscheine sowie die Zollinhaltserklärung abtippen oder einscannen, weil der Zoll im Zielland digitale Daten benötigt. Für den Arbeitsaufwand der Digitalisierung werden 1,66 Euro fällig.

Die Gebühr wird nicht berechnet, wenn Kunden die DHL-Onlinefrankierung nutzen. In diesem Fall füllt der Absender den Paketschein und die Zollinhaltserklärung online aus, so dass DHL keine zusätzliche Arbeit hat.

DHL teilt mit: "Im Laufe des Jahres [2020] werden voraussichtlich noch weitere Länder außerhalb der Europäischen Union auf die digitale Vorab-Übermittlung von Zollinhaltsdaten umgestellt." Auf dieser Infoseite bei dhl.de können sich Kunden fortlaufend über weitere Länder mit Pflicht zu digitalen Zolldaten informieren.

Im Geschäftskundenportal von DHL wurde außerdem folgende Meldung veröffentlicht: "Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte [Zoll-] Datensätze können ab 2021 zu Laufzeitverzögerungen oder kostenpflichtigen Rücksendungen der entsprechenden Pakete führen."


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