Ab sofort bei DHL: 1,66 Euro Zuschlag für USA-Pakete mit handschriftlichem Paketschein

In der DHL-Preisliste für das Paketporto 2020 war bereits Anfang 2020 erkennbar, dass für Auslandspakete ein neuer Zuschlag droht. Zum 1. Juli 2020 wird dieser Zuschlag nun Realität, und zwar als erstes für USA-Pakete mit handschriftlichem Paketaufkleber. Quelle: www.dpdhl.com

Bei Paketen in bestimmte Länder außerhalb der EU muss DHL handschriftliche Paketscheine sowie die Zollinhaltserklärung abtippen oder einscannen, weil der Zoll im Zielland digitale Daten benötigt. Für den Arbeitsaufwand der Digitalisierung werden 1,66 Euro fällig.

Die Gebühr wird nicht berechnet, wenn Kunden die DHL-Onlinefrankierung nutzen. In diesem Fall füllt der Absender den Paketschein und die Zollinhaltserklärung online aus, so dass DHL keine zusätzliche Arbeit hat.

DHL teilt mit: "Im Laufe des Jahres [2020] werden voraussichtlich noch weitere Länder außerhalb der Europäischen Union auf die digitale Vorab-Übermittlung von Zollinhaltsdaten umgestellt." Auf dieser Infoseite bei dhl.de können sich Kunden fortlaufend über weitere Länder mit Pflicht zu digitalen Zolldaten informieren.

Im Geschäftskundenportal von DHL wurde außerdem folgende Meldung veröffentlicht: "Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte [Zoll-] Datensätze können ab 2021 zu Laufzeitverzögerungen oder kostenpflichtigen Rücksendungen der entsprechenden Pakete führen."

Die Paketda-Redaktion empfiehlt grundsätzlich die Nutzung der Onlinefrankierung; nicht nur bei DHL sondern bei allen Paketdiensten. Online erstellte Paketscheine sind häufig günstiger und reduzieren außerdem die Gefahr von Sortierfehlern aufgrund schlechter Handschrift.

Nachfolgend ein Auszug von Seite 66 der Deutsche-Post-Gesamtpreisliste 2020 (hier als PDF). Ursprünglich sollte die Gebühr 1,70 Euro kosten, aber wegen der Mehrwertsteuer-Senkung fällt sie mit 1,66 Euro etwas geringer aus.

1,70 Euro Serviceentgelt für Auslandspakete
Beachten Sie außerdem, dass im Moment (7/2020) ein Corona-Krisenzuschlag für DHL-Standardpakete in die USA gilt. Deshalb ist ein Preisvergleich zwischen DHL und anderen Paketdiensten wie z.B. UPS ratsam. Mehr zum Krisenzuschlag hier.


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