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Amazon schließt Standort am Airport Leipzig / Hermes spart gedruckte Karten / Greenplan-Tourenplanung




Amazon fliegt nicht mehr nach Leipzig

Im November 2020 nahm Amazon am Flughafen Leipzig Schkeuditz ein regionales Luftfrachtzentrum in Betrieb, wie das Manager-Magazin damals schrieb. 200 Mitarbeiter und zwei geleaste Boeing 737 sollen bei Amazon in Leipzig stationiert sein. Die Flugverbindungen bestehen zwischen Leipzig und anderen Amazon-Standorten in Europa.

Im September 2023 berichtete das Manager-Magazin von der Schließung des Amazon-Air-Standorts, wovon 400 Mitarbeiter betroffen sein sollen. Es soll weiterhin ein Amazon-Verteilzentrum am Flughafen Leipzig geben, das nicht geschlossen wird.

Der Flughafen Leipzig ist bei Logistikunternehmen beliebt, weil es dort kein Nachtflugverbot gibt. DHL Express betreibt ebenfalls ein Luftfracht-Drehkreuz in Schkeuditz mit ca. 5.700 Mitarbeitern.



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Hermes spart Millionen Benachrichtigungskarten ein

Hermes verzichtet immer häufiger auf gedruckte Benachrichtigungskarten und informiert Kunden stattdessen per E-Mail. Seit Oktober 2019 konnten "über 38 Tonnen Papier" eingespart werden und jede zweite Benachrichtigung erfolge inzwischen digital, schreibt Hermes unter newsroom.hermesworld.com

Laut Küchenwaage wiegt eine Hermes-Benachrichtigungskarte 2 Gramm. Aus 38 Tonnen Papier könnte man ungefähr 19 Millionen Benachrichtigungskarten herstellen. Weil jede zweite Karte digital sein soll, kann man wiederum auf 38 Millionen Gesamt-Benachrichtigungen pro Jahr rückschließen.

Hermes veröffentlicht keine Zahlen über die in Deutschland transportierten Paketmengen. Bei www.dvz.de schätzt Hermes die Menge für das 4. Quartal 2020 auf 120 Millionen Pakete.

Nimmt man für die letzten 12 Monate spekulativ 400 Millionen Hermes-Pakete an, würden 38 Mio. Benachrichtigungen eine Quote von 9,5% ergeben. Diese Rechnungen sind aber so ungenau, dass man sie nicht für bare Münze nehmen darf sondern allenfalls als sehr, sehr groben Orientierungswert.



Greenplan-Chef stellt dynamische Tourenplanung vor

Die Greenplan GmbH (www.greenplan.de) hat eine Software zur dynamischen Tourenplanung entwickelt. Abhängig von der Verkehrslage, der Paketmenge und Lage der Lieferadressen werden Zusteller automatisch auf die schnellste Route gelotst.

Greenplan-Chef Clemens Beckmann stellte das System kürzlich auf der Parcel+Post Expo vor. Anhand einer Beispieltour von Bad Godesberg (im Süden Bonns) in die Nordstadt demonstrierte er, dass je nach Uhrzeit und Verkehrslage eine Strecke links oder rechts des Rheins schneller ist.

Um Staus zu vermeiden, kann die Greenplan-Software sogar den besten Abfahrts-Zeitpunkt für einen Zusteller berechnen. In Städten könne allein durch diese Maßnahme eine Effizienzsteigerung von bis zu 10% erreicht werden.

Theoretisch ist es möglich, dass Greenplan jedem Zusteller an jedem Tag eine individuelle Tour berechnet. Bei dieser voll-dynamischen Tourenplanung werden am meisten Fahrkilometer und die meiste Arbeitszeit eingespart.

Zu berücksichtigen ist aber, dass Zusteller umso produktiver sind, je besser sie sich in einem Stammbezirk auskennen. Greenplan kann deshalb auch "semi-dynamische Touren" berechnen: Zusteller arbeiten die meiste Zeit in ihrem Stammbezirk und liefern nur zu einem geringen Teil in ihnen unbekannten, benachbarten Bezirken aus.

Eine voll-dynamische Tourenplanung komme laut Beckmann in Betracht, wenn Zusteller durch IT derart unterstützt werden, dass sie sich auch in komplett neuen Gebieten gut zurechtfinden. Dies scheint ein neuer Trend zu sein, denn sowohl Hermes UK als auch DPD experimentieren bereits mit der Auslieferung nach Geo-Koordinaten anstelle von Straßennamen und Hausnummern (Paketda berichtete).

Neuigkeit vom Januar 2022: Greenplan ist kein Tochterunternehmen von Deutsche Post DHL mehr. Weil sich der Postkonzern aufs Kerngeschäft konzentrieren will, wurde die Greenplan GmbH an die Geschäftsführung des Unternehmens verkauft (Management Buyout). DHL will jedoch Greenplan-Kunde bleiben. Quelle: dpdhl.com.

Neuigkeit vom August 2023: Greenplan vermeldet, dass die Tourenplanungs-Software jetzt vom dänischen Nachtexpress-Paketdienst DANX genutzt wird. DANX lobt insbesondere die Möglichkeit, Zusteller je nach Sendungsaufkommen in überlappenden Bezirken einzusetzen. Quelle: postbranche.de.


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