Wegen Brexit: Zollinhaltserklärungen auf Amazon-Paketen aus UK / Weltpostverein rankt Österreichische Post vor Deutsche Post


Amazon druckt schon Zollinhaltserklärungen auf Pakete

Am 31.12.2020 enden die Brexit-Übergangsregeln zwischen der EU und Großbritannien. Bislang wurde kein neues Abkommen für die Handelsbeziehungen ab 2021 vereinbart. Unternehmen und Paketdienste bereiten sich deshalb auf einen harten Brexit vor. Bedeutet: Alle Waren, die aus UK kommen oder dorthin geschickt werden, müssen ab Januar 2021 möglicherweise durch den Zoll.

Amazon ist mit den Brexit-Vorbereitungen schon sehr weit. Das Unternehmen bedruckt Pakete aus Großbritannien, die an einen Empfänger in einem EU-Land gerichtet sind, bereits jetzt mit Zollinhaltserklärungen (Foto oben).

Für Empfänger solcher Amazon-Pakete ist das in 2020 kein Nachteil und in 2021 auch nicht, solange die Freigrenze von 22 Euro nicht überschritten wird. Bis 22 Euro erhebt der Zoll nämlich keine Einfuhrabgaben.

Ab 1. Juli 2021 ändert sich die Lage (Paketda berichtete). Dann sind Sendungen aus Nicht-EU-Ländern ab dem ersten Euro steuerpflichtig. Weil Amazon seine Kunden sicherlich nicht mit Zusatzkosten verärgern will, kann man davon ausgehen, dass es im Falle eines harten Brexits keine Direktlieferungen mehr aus britischen Amazon-Lagern an Endkunden in der EU geben wird.

Foto zur Verfügung gestellt vom Marco-Klass-Logistikblog



Deutsche Post belegt im internationalen Vergleich den 3. Platz

Der Weltpostverein hat seinen jährlichen "Postal Development Report" für 2020 veröffentlicht. Darin werden die Leistungen von Postgesellschaften aus verschiedenen Ländern miteinander verglichen. Die bewerteten Leistungen umfassen z.B. Liefergeschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Anzahl der Filialen und viele Faktoren mehr. Bewertet wurden Briefpost, Paketpost und Express (vermutlich EMS).

Deutschland bzw. die Deutsche Post belegt wie im Vorjahr den 3. Platz im weltweiten Vergleich. Platz 1 geht - ebenfalls wie im Vorjahr - an die Schweizerische Post (Referenzwert: 100 Punkte).

Auf Platz 2 gab es einen Wechsel; in 2019 stand dort die Niederländische Post. In 2020 verbesserte sich die Österreichische Post um 4 Plätze, überholte u.a. die Deutsche Post und belegt nun mit 95,3 Punkten Platz 2 im weltweiten Ranking. Das gute Ergebnis wurde erreicht "durch signifikante Verbesserungen in Reichweite, Relevanz und Resilienz, zusätzlich zu der anhaltend hohen Zuverlässigkeit".

Deutschland wird vom Weltpostverein mit 94,2 Punkten bewertet: "Deutschland ist es gelungen, seine Position zu festigen und den dritten Platz zu behalten. Ausgewogene Leistung und eine leichte Verbesserung der Zuverlässigkeit begründen dieses Ergebnis."

Quellen: www.upu.int | Report als PDF


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