Plastikverbot bei China Post / Paket beschädigt: Kundin ruft Polizei / Neue IT bei DHL Freight

Blick ins IPZ Frankfurt

China Post will bis 2025 keine Plastikverpackungen mehr anbieten

Onlinebestellungen aus Asien werden oft in Plastiktüten geliefert. Erst vor wenigen Monaten wurde das Internationale Postzentrum IPZ Frankfurt mit neuer Technik ausgestattet, um solche Sendungen automatisiert zu bearbeiten.

Aus Umweltgründen will China in Plastik verpackte Sendungen nun eindämmen. Bis Ende 2025 sollen landesweit in allen Postfilialen "nicht abbaubare Kunststoffverpackungsbeutel, Kunststoff-Klebebänder und Einweg-Plastikgewebesäcke" verboten werden. In folgenden Regionen wird das Verbot sogar schon 2022 umgesetzt: Peking, Shanghai, Jiangsu, Zhejiang, Fujian, Guangdong.

Unklar ist, ob es sich um ein Verkaufsverbot für Plastikverpackungen in Postfilialen handelt, oder ob die Postfilialen angewiesen werden, keinerlei in Plastik verpackte Sendungen mehr anzunehmen. Letzteres wäre ein radikaler Schritt, der unwahrscheinlich ist. Vielleicht betrifft die Neuregelung auch nur die internen Betriebsabläufe von China Post. Beispielsweise ein Verbot für große Plastiksäcke, in denen Sendungen gebündelt zwischen Sortierzentren transportiert werden.

Quellen: postandparcel.info | www.ndrc.gov.cn



Kundin ruft Polizei, um beschädigtes Paket zu reklamieren

In Speyer erhielt eine Paketempfängerin eine beschädigte Sendung. Sie bemerkte den Schaden jedoch erst, nachdem sie den Paketerhalt quittiert hatte. Der Zusteller war wohl noch in Rufweite, so dass ihn die Kundin nachträglich um die Dokumentation des Schadens bat. Das soll der Zusteller mit folgenden Worten abgelehnt haben: "Sie haben unterschrieben und fertig."

Die 41-Jährige wusste sich nicht anders zu helfen, als die Polizei einzuschalten. Die wiederum rief beim Paketdienst an, so dass der Zusteller zur Kundin zurückbeordert wurde und das Paket wieder abholte. Um welchen Paketdienst es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit.

Quelle: www.presseportal.de



DHL Freight führt neues IT-System erfolgreich ein

DHL Freight hat in Frankreich ein neues IT-System namens EVO eingeführt und den Erfolg per Pressemitteilung (www.dpdhl.com) verkündet: "Alle Mitarbeiter können in Echtzeit auf konsolidierte Kundeninformationen zugreifen. Damit schaffen wir Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg", erklärt Uwe Brinks, Chef von DHL Freight.

Vor 5 Jahren war ein ähnliches Projekt bei DHL Global Forwarding Aufsehen erregend gescheitert. Damals setzte der Postkonzern 345 Millionen Euro in den Sand (offizielle Quelle). Insider spekulierten sogar über eine halbe Milliarde Euro Verlust (vgl. eurotransport.de).

Aus den teuren Fehlern hat DHL scheinbar gelernt. Das 2015er Projekt basierte auf der Software SAP. Die neue EVO-Software ist hingegen eine Eigenentwicklung.

Das System wird außerdem schrittweise eingeführt, um "eventuelle Risiken, die bei einem gleichzeitigen, komplexen Rollout in ganz Europa entstehen würden" zu vermeiden. In 2015 war DHL forscher und hatte zeitgleich mehrere Pilotländer auf die neue Software sowie neue Arbeitsprozesse umgestellt - was im Nachhinein für 37 Millionen Euro rückabgewickelt wurde.


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