Hermes: 91% Erstzustellquote / Neue Handhelds für DPD-Zusteller / GLS Spanien: mehr als 200 Paketautomaten

Hermes zieht Weihnachtsfazit: 91% der ersten Zustellversuche erfolgreich

Hermes war besonders flink beim Ausrechnen der Paketmengen aus dem Weihnachtsgeschäft. Schon am 14.01. wurden im Hermes-Newsroom entsprechende Zahlen veröffentlicht. Mit "fast 85 Millionen Paketen" transportierte Hermes im November und Dezember 2019 so viele Sendungen wie nie zuvor.

9 von 10 Paketen stellte Hermes im ersten Anlauf erfolgreich zu. Die sogenannte Erstzustellquote soll 91% betragen.

Für alle bis 20.12. verschickten inländischen Pakete versprach Hermes die Lieferung bis Heiligabend. Das wurde laut Hermes zu "über 99%" eingehalten. "Hier und da" habe es zwar Probleme gegeben, Hermes-Operations-Geschäftsführer Marco Schlüter ist insgesamt aber "ausgesprochen zufrieden" mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts.

Paketda kann bestätigen, dass es im Dezember 2019 bei Hermes und den meisten anderen Paketdiensten keine großflächigen Störungen gab. In den Vorjahren war das häufig anders, als komplette Verteilzentren überlastet waren und komplette Regionen unter Lieferverzögerungen litten. Das traf im Dezember 2019 teilweise auf DHL zu; vor allem auf die Paketzentren in Berlin und Dorsten.



DPD-Zusteller bekommen neue Handscanner

Eric Malitzke, ab 1.2.2020 neuer Chef von DPD Deutschland, hat der Zeitschrift DVZ ein Interview gegeben. Darin kündigt er die Einführung eines neuen Handhelds ein. Aktuell sind bei DPD Deutschland ca. 12.000 herkömmliche Handscanner vom Hersteller Honeywell im Einsatz (Paketda berichtete).

Das neue Modell wird vermutlich ähnliche Funktionen wie die Smartphone-Scanner bei Hermes und DHL haben (Paketda berichtete) und Finger-Unterschriften ermöglichen. DPD programmiert die Software mehrsprachig. Malitzke zur DVZ: "Das neue Handheld ist auf wunderbare Weise auf die Interaktion zwischen Fahrer und Empfänger zugeschnitten und wird zum Beispiel auch für Trainings der Zusteller genutzt."

Quelle: DVZ hat die Ausgabe 1/2 2020 gratis hier als PDF veröffentlicht

Nachtrag vom 22.01.2019: Der Chef von DPD Austria, Rainer Schwarz, sagte in einer Pressemitteilung, dass die neuen Geräte auch zur Straßennavigation inklusive Routenoptimierung geeignet sind.



Kunden von GLS-Spanien können über 200 Paketautomaten nutzen

Per Pressemitteilung hat GLS mitgeteilt, dass Kunden in Spanien schon mehr als 200 Paketstationen nutzen können. Zum Vergleich: in Deutschland gibt es aktuell nur 22 Parcellock-Stationen (GLS ist an Parcellock beteiligt).

Großer Unterschied zu Deutschland: In Spanien gibt es mehrere anbieterneutrale Paketstationen, die vom Kunden eine Nutzungsgebühr verlangen. GLS kooperiert beispielsweise mit Hapiick, an deren Paketautomaten der Empfang pro Paket 1,99 Euro kostet. Beim Anbieter Pudo.es ist das Preisniveau ähnlich; dort müssen Kunden außerdem für jeden Lagertag zusätzlich bezahlen.

Weil sich die spanischen Paketstationen über Gebühren von Privatkunden finanzieren, entsteht GLS mutmaßlich nur ein geringer finanzieller Aufwand. Anders in Deutschland: hier müssen hauptsächlich die Gesellschafter von Parcellock die Anschaffung und den Betrieb jeder Paketstation aus eigener Tasche bezahlen.


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