DHL eröffnet Autobahn-Shop / DPD informiert Zusteller unterwegs via Handscanner / WDR enthüllt Tricksereien bei DHL

DHL eröffnet Autobahn-Shop

Im November 2018 hat DHL testweise einen "Drive in"-Autoschalter eröffnet, der von Kunden wohl gut angenommen wird (siehe z.B. swr.de). Nun gibt es eine weitere Innovation, und zwar einen DHL-Paketshop an einer Autobahnraststätte. Genau genommen sind es zwei Paketshops, nämlich jeweils einen auf jeder Fahrbahnseite der A95 südlich von München.

Laut Merkur.de wurden die DHL-Paketshops an der Raststätte Höhenrain eingerichtet. Kunden sollen dort hauptsächlich vorfrankierte Pakete zum Versand abgeben. Es ist auch möglich, sich direkt Pakete an den Shop schicken zu lassen, um sie z.B. auf dem Arbeitsweg abzuholen.

Quelle: www.merkur.de



DPD kann Zusteller unterwegs per Handscanner benachrichtigen

In einer Pressemitteilung des Unternehmens SOTI wurden Informationen über DPD-Handscanner veröffentlicht. Demzufolge hat DPD in Deutschland 12.000 Handscanner vom Typ Honeywell Dolphin 99EX im Einsatz. 10.000 Geräte werden von Zustellern genutzt und 2.000 Geräte von Backoffice-Mitarbeitern.

Mit dem System von SOTI können alle 12.000 Handscanner zentral verwaltet werden, um z.B. Updates einzuspielen. Jeder Handscanner wird 4x jährlich mit einer neuen Software aktualisiert.

DPD hat "einen zentralen Einblick in sämtliche Geräte in allen Depots". Außerdem ist eine Kommunikation zwischen Depot und den Paketzustellern möglich. Zitat: "DPD Deutschland GmbH hat die eigene Kommunikationsplattform an SOTI angebunden, so dass die Fahrer Benachrichtigungen vom Depot erhalten."

Weitere Funktionen der Handscanner sind Navigation, Routenoptimierung, Verkehrsinformationen und "Links zu Online-Trainings für einen besseren Kundenservice".

Quelle: www.inar.de



WDR enthüllt Tricksereien bei DHL

"Die Sendung konnte nicht zugestellt werden" und "Name nicht auf Klingel/Briefkasten" gehören wohl zu den meistgehassten Meldungen im DHL-Tracking. Beim ersten Status vermuten Kunden, dass es einen misslungenen Zustellversuch gab. Erscheint der Status an mehreren Tagen hintereinander, obwohl der Kunde stets zu Hause wartete, wird der Ärger immer größer.

Vom Status "Name nicht auf Klingel/Briefkasten" werden viele Kunden kalt erwischt, weil DHL meistens eine sofortige und nicht zu stoppende Retoure veranlasst. Im Extremfall wird die fehlende Klingelbeschriftung sogar vom Zusteller erfunden, um Pakete nicht zuzustellen.

In beiden Fällen ist es für Kunden sehr schwierig, DHL ein Verschulden bzw. Vorsatz nachzuweisen. Bei anderen Paketdiensten gibt es diese Probleme übrigens genauso, aber für einen Test hat sich der WDR jetzt DHL herausgepickt.

Die TV-Reporter besuchten zuerst einen Kunden, der unter vorgetäuschten Zustellversuchen leidet. "Dann steht da auf einmal Kunde war nicht anzutreffen, obwohl überhaupt kein Fahrzeug vorgefahren ist.", so der Mann aus Dortmund. Eigenen Angaben zufolge wurde er vom DHL-Kundenservice immer abgewimmelt. Man glaubte ihm nicht, dass er tatsächlich immer zu Hause war.

Daraufhin installierte das WDR-Team eine versteckte Kamera und der Kunde bestellte ein DHL-Paket. Nachmittags dann die gleiche Meldung wie immer im Tracking: "Die Sendung konnte nicht zugestellt werden."

Eigentlich hat die DHL-Pressestelle für solche Situationen viele Erklärungen in petto. Diesmal überraschenderweise nicht, obwohl eine Ausrede möglich gewesen wäre: Die genannte Statusmeldung bedeutet nämlich gar nicht, dass der Zusteller an der Lieferanschrift geklingelt hat. Stattdessen wurde die Ausliefertour betriebsbedingt abgebrochen.

Ein weiterer Härtefall: Eine Frau aus Köln wird seit 2 Jahren nicht von DHL beliefert mit der Begründung, ihr Name stehe nicht auf dem Briefkasten / Klingelschild. Beschwerden beim DHL-Kundenservice führten ins Nichts. Der WDR besuchte die Kundin zu Hause und filmte ihr einwandfrei beschriftetes Klingelschild.

Zu dieser Situation gab die DHL-Pressestelle folgendes Armutszeugnis Statement ab: "Da unser Paketzusteller keine Erklärung zur Unzustellbarkeit geben konnte, müssen wir von einem Fehler des Kollegen ausgehen. Dafür bitten wir um Entschuldigung."

Man beachte: Die Kundin erhält seit 2 Jahren keine Pakete und DHL spricht von einem Fehler. Gerade so, als wäre es ein Lapsus.

Quelle: www1.wdr.de




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