Neue Handscanner bei Deutsche Post DHL / Postdiebe richten zehntausende Euro Schaden an / UPS-Chef gibt Interview

Neue Scanner für Zusteller bei Deutsche Post DHL

Briefzusteller der Deutschen Post und DHL-Paketzusteller arbeiten zurzeit mit unterschiedlichen Handscannern. Briefzusteller haben Samsung-Smartphones, auf denen eine spezielle Post-App läuft. Paketzusteller sind mit Dolphin-99EX-Handscannern ausgestattet.

Im Rahmen eines Großprojekts will der Konzern sämtliche Scanner vereinheitlichen. Das geht aus Unterlagen hervor, die der Paketda-Redaktion vorliegen. Brief- und Paketzusteller sowie Verbundzusteller erhalten künftig Geräte vom Typ TC57 des Herstellers Zebra. Kostenpunkt: ca. 1.400 Euro pro Gerät (Bruttopreis lt. Google Shopping, Stand 1.10.19). Zum Vergleich: Hermes verwendet Scanner vom Typ TC75x, die etwas teurer, robuster und schwerer sind.

Die neuen DHL-Scanner werden für Finger-Unterschriften geeignet sein. Die ersten Geräte kommen in Kürze zum Einsatz. Sobald das Weihnachtsgeschäft vorbei ist, startet die Umtauschauktion für die meisten Altgeräte. Bis Ende 2020 / Anfang 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein und insgesamt rund 100.000 Geräte im Einsatz sein. Zum Vergleich: Hermes arbeitet mit 18.000 Scannern.



Tausende Sendungen geklaut: Berliner Postdiebe sitzen in Untersuchungshaft

In der Nacht vom 24. auf den 25.09.2019 wurden in Berlin und Brandenburg vier mutmaßliche Postdiebe festgenommen. Die Polizei sagt, dass einer der Männer als Transportfahrer für die Deutsche Post tätig war und in dieser Funktionen seinen Komplizen Zugriff auf Postsendungen verschaffte.

In einer Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft heißt es, die Diebe wären im Briefzentrum Schönefeld zugange gewesen und im Laderaum eines verplombten Post-LKW.

Zivilfahnder beobachteten alles und nahmen die Männer fest. Sie sollen 18 bis 57 Jahre alt sein und "mehrere Säcke mit tausenden geöffneten Briefen" gestohlen haben. Das stellte sich bei Wohnungsdurchsuchungen heraus. Die Täter sollen durch erbeutetes Bargeld, Gutscheine und Bankkarten einen Schaden von mehreren zehntausend Euro verursacht haben. Ein "hochwertiger Porsche als Tatmittel" wurde von den Behörden sichergestellt.

Quelle: Generalstaatsanwaltschaft Berlin bei Twitter



UPS-Chef gibt Interview

UPS-Chef Frank Sportolari wurde vom Handelsjournal zu vielen unterschiedlichen Themen interviewt. Unter anderem teilt Sportolari seine Meinung zur Deutschen Post mit ("Bund sollte seine Anteile verkaufen"), zum Ablauf der jüngsten Briefportoerhöhung ("kann nicht angehen") und zur Citylogistik ("brauchen Platz für Container").

Bemerkenswert ist, dass der UPS-Chef anbieterneutrale Paketstationen befürwortet. Denn UPS hatte sich sehr früh aus dem Parcellock-Projekt zurückgezogen. Parcellock wurde daraufhin von Hermes, DPD und GLS ins Leben gerufen, um ein Schließsystem für private Paketkästen und öffentliche Paketstationen zu entwickeln. Parcellock betreibt aktuell 22 anbieterneutrale Paketstationen in Deutschland. UPS beliefert die Stationen nicht. Quelle: paketstation.parcellock.de.

Wörtlich sagte Sportolari zum Handelsjournal: "Wir wollen aber nicht, dass eine konsolidierte Zustellung für ein Stadtgebiet zur Pflicht wird. Routenoptimierung, gesonderte Ladezonen für den gewerblichen Lieferverkehr oder anbieterneutrale Paketstationen sind bessere Alternativen zur weiteren Verkehrsentlastung."




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